Waiblingen

Stadtwerke Waiblingen: Wann die aktuellen Baustellen fertig werden

Baustelle Stadtwerke
Auf der Baustelle der Stadtwerke von der Alten Rommelshauser Straße über die Alte Bundesstraße bis zum Schüttelgrabenring 14 ist etwa ein Drittel der Arbeiten erledigt. © ZVW/Gabriel Habermann

Vier Baustellen stemmen die Stadtwerke Waiblingen derzeit – und eine weitere ist schon in Planung. Am weitesten sind die Arbeiten im Hausweinberg in Beinstein, wo es im November wegen Dreck und Lärm Beschwerden über die zuständige Baufirma Leonhard Weiss gab.

Das Unternehmen hat sich dafür vor Weihnachten bei den Kunden entschuldigt – und die Probleme sind laut den Stadtwerken längst behoben. Fertig werden soll alles im März – sofern die Witterung den Zeitplan nicht durcheinanderbringt.

Hausweinberg: Alte Wasserleitungen erneuert und das Gasnetz erweitert

Im Wohngebiet Hausweinberg wurde auf Wunsch der Kunden von der Hausnummer 75/2 bis 111 das Gasnetz erweitert. Auch alte Wasserleitungen wurden erneuert. Zudem wurde beschlossen, Gehweg und Straßenbeleuchtungskabel auf Vordermann zu bringen– beides Maßnahmen, die nachträglich dazukamen. Bauleiter Matthias Reuter betont, dass die Stadtwerke nun mit dem Leitungsbau fertig seien – nun müsse nur noch der Endbelag gemacht werden. Wie schnell dieser draufkommt, ist abhängig vom Wetter. Ob die Maßnahme im Kostenplan bleibt, kann Matthias Reuter noch nicht sagen, da die Rechnungen noch nicht alle vorliegen.

Landratsamt-Baustelle: Fernwärmeleitung muss umverlegt werden

Wegen der Baustelle des Landratsamts müssen am Alten Postplatz im Bereich von der AOK-Kreuzung bis zum Landratsamt seit Oktober Fernwärmeleitungen umverlegt werden. Bernhard Zipp, Bereichsleiter Technik bei den Stadtwerken Waiblingen, betont, dass diese Baustelle besonders herausfordernd ist. „Es ist relativ eng da oben.“

Die bestehenden Fernwärmeleitungen müssen auf einer Strecke von insgesamt etwa 50 Meter Länge verlegt werden, die bis zur Polizei reicht. Da sich dort viele Gebäude befinden und auf der Landratsamt-Baustelle auch noch vieles andere zu tun ist, muss alles koordiniert werden. Jürgen Richter, Abteilungsleiter Service Netze, berichtet, dass vor Weihnachten erst ein Termin mit der zuständigen Baufirma Leonhard Weiss und Architekten stattgefunden hat, um die genaue Route durchzugehen, auf der die Fernwärmeleitung verlaufen soll.

Bernhard Zipp stellt zudem klar, dass die Stadtwerke Waiblingen auf jeden Fall sicherstellen, dass die Wärmeversorgung für die Kunden zuverlässig aufrechterhalten wird. Niemand will schließlich im Winter auf seine Heizung verzichten. Fertig sein sollte alles ursprünglich Mitte November 2021, nun aber dauert es wohl bis Februar oder März.

Zehnmorgen in Neustadt: Arbeiten sollten eigentlich Mitte Dezember enden

Im Zehnmorgen in Neustadt ist die im September begonnene Sanierung der Gas- und Wasserleitungen noch nicht abgeschlossen. Ein Drittel der Arbeit ist laut Bauleiter Matthias Reuter geschafft. Je nach Witterung soll es im Januar weitergehen. Im April, so der Plan, soll dann alles fertig sein. Das ist eine deutliche Verzögerung. Im Oktober gingen die Stadtwerke noch davon aus, bis Mitte Dezember fertig werden zu können.

Im Bereich Alte Rommelshauser Straße über die Alte Bundesstraße bis zum Schüttelgrabenring 14 bei der Firma Konz werden Mittelspannungsleitungen und Schutzrohre erneuert. Nachdem die Arbeiten noch 2021 beginnen konnten, sollen sie im März oder April abgeschlossen sein. Etwa ein Drittel ist nach Angaben der Stadtwerke geschafft. In unmittelbarer Nachbarschaft in der Emil-Münz-Straße sollen bald Gas- und Wasserleitungen saniert werden. Wann die Arbeiten beginnen sollen, kann Bauleiter Matthias Reuter aber noch nicht sagen.

Zu weiteren Baustellen-Projekten für 2022 äußert sich das Unternehmen noch nicht

Zu weiteren Vorhaben wollen sich die Stadtwerke noch nicht äußern, wofür Technik-Bereichsleiter Bernhard Zipp um Verständnis bittet. „Da fehlt noch die Final Investment Decision an der ein oder anderen Stelle.“ Zipp macht aber deutlich, dass die Waiblinger davon ausgehen können, dass die Stadtwerke auch 2022 wie im Vorjahr kräftig investieren werden. „Es wird nicht weniger.“ Deshalb suchen die Stadtwerke derzeit auch Anlagenmechaniker und Elektroniker sowie Fachkräfte im Wärmebereich. Es ist nicht so, dass jetzt im großen Stil eingestellt wird, aber das kommunale Unternehmen will sich laut Bernhard Zipp zumindest punktuell verstärken.

Bereits zum 1. April 2021 wurde wegen der vielen Arbeit ein dritter Bauleiter angestellt. „Es war nicht mehr leistbar mit zweien“, sagt Bernhard Zipp. Stolz ist der Bereichsleiter Technik darauf, dass die Mitarbeiter trotz Corona in den vergangenen zwei Jahren so viel gestemmt haben. „Da freue ich mich.“

Allgemein machen den Stadtwerken gerade die explodierenden Gas- und Stromkosten zu schaffen. „Die Preise sind unberechenbar“, sagt Bernhard Zipp. Man habe solche Preise in den vergangenen Jahren nie gehabt. Das Problem daran sei auch, dass nun einige Anbieter wegen der Preisspirale in Zahlungsschwierigkeiten geraten – und die Stadtwerke Waiblingen für deren Kunden als Grundversorger einspringen müssen. Das ist ihr gesetzlicher Auftrag.

Stadtwerke müssen riskante Geschäftsmodelle von anderen ausbaden

Jene Anbieter, die aktuell in finanzielle Schieflage geraten, gehören oft zu jenen, die ein riskantes Geschäftsmodell entwickelt haben. Sie werben zwar neue Kunden an, kaufen für diese aber an der Strombörse erst mal keinen Strom ein, sondern spekulieren auf fallende Kurse in der Zukunft. Steigen dann die Energiepreise stark an, haben diese Anbieter ein Problem – schließlich haben sie die Kunden oft mit besonders günstigen Tarifen gelockt. Und wenn diese Anbieter dann insolvent gehen, müssen die Stadtwerke sofort als Grundversorger einspringen.

Technik-Bereichsleiter Bernhard Zipp wünscht sich von den Bürgern, dass sie bei der Auswahl von Strom- oder Gasversorgern genauer hinschauen und etwa auf besonders billige Tarife verzichten – insbesondere auf Vorkasse-Modelle. „Preissensibilität ist schön und gut – aber Geiz ist nicht immer geil.“

Vier Baustellen stemmen die Stadtwerke Waiblingen derzeit – und eine weitere ist schon in Planung. Am weitesten sind die Arbeiten im Hausweinberg in Beinstein, wo es im November wegen Dreck und Lärm Beschwerden über die zuständige Baufirma Leonhard Weiss gab.

Das Unternehmen hat sich dafür vor Weihnachten bei den Kunden entschuldigt – und die Probleme sind laut den Stadtwerken längst behoben. Fertig werden soll alles im März – sofern die Witterung den Zeitplan nicht

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