Waiblingen

Stau-Ärger wegen Vollsperrung zwischen Eisental und Beinstein

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T-Kreuzung Beinstein: Hier geht’s derzeit nur nach links. © ZVW/Alexandra Palmizi

Waiblingen. Mehr Zeit als sonst müssen diese Woche Autofahrer einplanen, die nach Beinstein oder von dort wegwollen. Die Sperrung der Schorndorfer Straße sorgt vor allem im morgendlichen Berufsverkehr für lange Rückstaus. Und dann war da noch die Sache mit dem „Schildbürgerstreich“.

Die Landesstraße zwischen dem Eisental-Kreisel und der Einmündung nach Beinstein bleibt wegen der Sanierung der Fahrbahn noch bis 31. Oktober gesperrt. Die Arbeiten laufen nach Plan, aber Auswirkungen sind spürbar – vor allem für die Beinsteiner. Mehr Verkehr als gewohnt sucht sich den Weg durch die Ortsdurchfahrt Endersbacher Straße / Waiblinger Straße. Bis zu einer halben Stunde konnte die „Fahrt“ von Beinstein nach Waiblingen dauern.

Parkverbot nicht eingehalten

Damit er etwas flüssiger läuft, gilt an den Straßenrändern seit Montagmorgen Parkverbot – aber nicht alle halten sich daran. Laut einer Augenzeugin wurden Autos auch schon abgeschleppt. Hinzu kommt nach Auskunft einer Sprecherin des Landratsamts, dass die Beschilderung zunächst unvollständig war. Wer die Ortsdurchfahrt kennt, der weiß, wie oft wegen des „ruhenden Verkehrs“ nur eine Fahrbahn frei ist. Autofahrer in Beinstein arbeiten sich schon unter normalen Bedingungen von Lücke zu Lücke.

Von einem „Schildbürgerstreich“ war unter anderem auf der Facebook-Seite des Zeitungsverlags zu lesen: Die Ampel an der T-Kreuzung bei Beinstein blieb am Montag wacker in Betrieb, als ob nichts wäre. Das heißt, Autofahrer mussten vor dem Rotsignal den „Verkehr“ aus Richtung Waiblingen abwarten, obwohl dort gesperrt ist und sich außer Baumaschinen nichts bewegt. „Folge: Rückstau bis in den Ortskern von Beinstein. Von unnötiger Luftverpestung ganz zu schweigen“, heißt es in einem Kommentar. „Veranlasst“ hat den Betrieb der Ampel freilich keiner, vielmehr wurde ganz offenbar vergessen, sie abzuschalten. Was dann am Dienstag nachgeholt wurde.

Wer ist zuständig?

„Der Stau zieht sich durch Beinstein und fängt an beim Plana-Küchenland“, sagt eine Zeitungsleserin aus Beinstein. Das sei auch für Schüler schwierig, die ins Salier-Schulzentrum möchten. Bei den verantwortlichen Behörden durchzudringen und auf den „Missstand“ mit der Ampel hinzuweisen, gelang ihr nicht wirklich: Die Stadt verwies sie ans Landratsamt – und das Landratsamt an die Stadt. Wer also ist zuständig? Tatsächlich baut der Rems-Murr-Kreis für das Land Baden-Württemberg. Für die Beschilderung und Regelung des Straßenverkehrs ist – in Abstimmung mit dem Straßenbauamt des Kreises - die Stadt Waiblingen zuständig.

Auswirkungen hat die Sperrung offenbar auch in der Waiblinger Kernstadt. „Und wieder einmal darf die Beinsteiner Straße als Ausweichstraße herhalten“, klagt ein Anwohner dort. Durch die Baustelle staut sich der Verkehr auf der Waiblinger Straße in Richtung Stadtmitte - und als Ersatz werde die Beinsteiner Straße gewählt.

Die Schorndorfer Straße hat teilweise tief reichende Schäden: Risse, Dellen und Schlaglöcher. Eine Folge auch des vielen Schwerlastverkehrs, der in großen Teilen diese Route zum Gewerbegebiet Eisental nimmt. Gesperrt ist die Schorndorfer Straße beidseitig zwischen dem Kreisverkehr beim Eisental und der Abzweigung nach Beinstein auf Höhe des Verkaufsstands des Hofmarkts Schmid. Betroffen ist auch der Busverkehr auf der Linie 206. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 300 000 Euro.

Waiblingen. Mehr Zeit als sonst müssen diese Woche Autofahrer einplanen, die nach Beinstein oder von dort wegwollen. Die Sperrung der Schorndorfer Straße sorgt vor allem im morgendlichen Berufsverkehr für lange Rückstaus. Und dann war da noch die Sache mit dem „Schildbürgerstreich“.

Die Landesstraße zwischen dem Eisental-Kreisel und der Einmündung nach Beinstein bleibt wegen der Sanierung der Fahrbahn noch bis 31. Oktober gesperrt. Die Arbeiten

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