Waiblingen

Staufer-Gymnasium vor Sanierung

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Im Sommer soll die Sanierung beginnen. © Joachim Mogck

Waiblingen.
Am Staufer-Gymnasium ist der Fachklassentrakt, der die Gebäude verbindet, stark in die Jahre gekommen. Im Sommer soll die ersehnte Sanierung beginnen – und sie wird rund zwei Jahre dauern. Für den Schulalltag bedeutet die Modernisierung zunächst einen massiven Einschnitt, denn die Räume werden während der Bauarbeiten nicht zur Verfügung stehen. Also muss der Unterricht in ein Provisorium verlagert werden. Was alles gemacht wird und was das voraussichtlich kostet, haben nun die Architekten Roland Hähnel und Andreas Suerkemper erläutert, die schon die benachbarte Sporthalle entwarfen.

Brandschutz: Zweiter Fluchtweg für jedes Klassenzimmer

Vor 57 Jahren wurde der Fachklassenbau in Betrieb genommen. Er beherbergt elf Fachsäle und vier Klassenzimmer. Eine Sanierung aus energetischen und brandschutztechnischen Gründen drängt sich mithin auf, noch dazu erscheint die Ausstattung der Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht nicht mehr zeitgmäß. Die Aufteilung der Räume war ebenso zu hinterfragen wie die grundsätzliche Marschroute: Sanieung oder Neubau. Dazu hatten die Architekten bei ihrem Besuch im Ratsausschuss eine klare Botschaft im Gepäck: Die Sanierung soll etwa acht Millionen Euro inklusive Provisorium für die 24-monatige Bauzeit kosten. Abriss und Neubau kämen mit veranschlagten 14 Millionen ungleich teurer und scheiden damit aus. Den gewaltigen Unterschied gleichen auch die höheren Zuschüsse für Neubauten nicht aus.

Das sind die wichtigsten Verbesserungen für den Fachtrakt des Staufer-Gymnasiums:

  • Unterdecken, Böden, Wandbelägen und Türen werden erneuert, teilweise auch der Estrich
  • die Ausstattung der Säle für Physik, Chemie und Biologie wird neu
  • das Foyers im Erdgeschoss wird umgestaltet und vergrößert
  • Verkabelung für die IT-Ausstattung, Anschlüsse für Beamer, WLAN und Lautsprecher
  • mechatronische Schließanlage für mehr Sicherheit
  • energetische Sanierung der Außenhülle inschließlich Fenster und Klinkerfassade
  • neue Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallation
  • Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage
  • zweiter Fluchtweg für alle Klassenzimmer und Brandabschnittstüren in Fluren und Treppenhaus

Zwar können auch in Zukunft zum Lüften die Fenster geöffnet werden. Heutigem Standard genügt das Stoßlüften allein nicht mehr, so die Architekten. „Jeder erinnert sich, wie schnell die Atemluft bei einer großen Anzahl von Schülern unerträglich wurde.“ Dauerkipp wie in den Achtzigern gilt nicht mehr als die favorisierte Lösung, daher zur Unterstützung die dezentrale Lüftungsanlage. Im Erdgeschoss kann durch die Neuauteilung der Räume einerseits die Zahl der Mädchenklos verdoppelt, andererseits die Pausenhalle leicht vergrößert werden. Im Sommer lässt sie sich großzügig in Richtung Hof öffnen.

Arbeiten können nicht unter laufendem Betrieb stattfinden

Die Arbeiten erstrecken sich über zwei Jahre und können nach Aussage der Architekten nicht unter laufendem Betrieb vorgenommen werden – schon wegen der Sicherheit der Schüler. Ein Interimsbau muss her – und der soll auf dem asphaltierten Sportplatz nördlich des Gebäudes als Container-Modulbau entstehen. Der Aufbau soll in den Sommerferien 2020 beginnen, so dass der Schulbetrieb dort spätestens nach den Herbstferien starten kann. Zum Leidwesen der Stadträte schlagen die Kosten fürs Provisorium mit knapp einer Million Euro ins Kontor. Immer noch eine stolze Summe, obwohl die Lehrer durch sparsame Raumplanung die Kosten bereits um mehr als 600 000 Euro gesenkt haben. Die Räume des zu sanierenden Trakts werden also während der Bauphase nicht 1:1 ersetzt. Wegen der immer noch hohen Mietkosten kam aber aus dem Gremium die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, wenn die Stadt selbst Container kauft und diese nach Bedarf am jeweiligen Ort auf- und abbaut. Baubürgermeister Dieter Schienmann hät davon nichts: Die Container am Staufer-Schulzentrum werden etwa gleichzeitig gebraucht wie die an der KIta Ringstraße in Neustadt und die bestehenden, derzeit als Kita genutzten beim Salier-Gymnasium. Noch dazu habe jedes zu sanierende Gebäude eine andere Geometrie, auch seien die jeweils erforderlichen Raumgrößen unterschiedlich.

Mit einer Förderung von rund 2,2 Millionen Euro kann die Stadt bei der Sanierung rechnen. Das Ende der Bauarbeiten und die Inbetriebnahme des neuen Fachklassentrakts ist für Ende 2022 oder Anfang 2023 vorgesehen.

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Am Staufer-Gymnasium ist der Fachklassentrakt, der die Gebäude verbindet, stark in die Jahre gekommen. Im Sommer soll die ersehnte Sanierung beginnen – und sie wird rund zwei Jahre dauern. Für den Schulalltag bedeutet die Modernisierung zunächst einen massiven Einschnitt, denn die Räume werden während der Bauarbeiten nicht zur Verfügung stehen. Also muss der Unterricht in ein Provisorium verlagert werden. Was alles gemacht wird und was

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