Waiblingen

Staufermedaille für ZVW-Redakteur Peter Schwarz

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Ehre wem Ehre gebührt: Peter Schwarz mit seiner Frau Susanne. © Büttner / ZVW

Schwäbisch Gmünd/Waiblingen. Es ist die Art, wie er seine Aufgaben anpackt: Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Redakteur Peter Schwarz für sein „feines journalistisches Gespür und für sein großes Engagement sowohl im Beruf als auch im Ehrenamt“ mit der Staufermedaille ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde Peter Schwarz in seiner Heimatstadt Schwäbisch Gmünd von Oberbürgermeister Richard Arnold übergeben.

Die erste Reaktion von jedem, dem er es erzählt hatte, sei ein höchst erstauntes Gesicht verbunden mit der Frage „warum?“ gewesen, sagte Peter Schwarz ganz zum Schluss. Und ihm selbst sei’s nicht anders gegangen, als er den besonderen Brief bekommen hatte: Die grüne Landtagsabgeordnete Petra Häffner aus Schorndorf hatte ihn für die Staufermedaille vorgeschlagen, und sie sollte ihm verliehen werden.

Großen Themen verborgen in kleinen Dingen

Warum bekommt er diese Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg für besondere Verdienste ums Land oder ums Gemeinwohl? Warum bekommt er sie als Journalist – er macht ja schließlich nur seinen Job. Klar, den macht er gut, aber trotzdem?

In all den Reden zuvor hat er’s erfahren. „Ich hoffe, ich konnte letzte Zweifel hinwegreden und gratuliere“, sagte der Waiblinger Rechtsanwalt Jens Rabe in seiner Laudatio. „Was macht guten Journalismus aus?“ fragte Rabe. Peter Schwarz schreibe Geschichten, „die berühren ohne rührselig zu werden“.

Er rüttele die Leser wach und schaffe Verständnis. Er sehe die großen Themen verborgen in den kleinen Dingen. Er höre zu, er schaffe Vertrauen und seine Gesprächspartner, ganz gleich ob verzweifelte Eltern nach dem Amoklauf in Winnenden oder verzweifelte Familien nach den Morden des NSU, wüssten: Ihre Geschichten werden nicht missbraucht.

Lob vom Chefredakteur: "Gut, dass es Reporter wie Peter Schwarz gibt"

Die Geschichten von Peter Schwarz werden gelesen: die vier Tageszeitungen des Zeitungsverlags Waiblingen erreichen täglich rund 110 000 Leserinnen und Leser. Auf der Homepage holen sich monatlich rund 360 000 Menschen ihre Informationen. Und im schnellen, stets verfügbaren und scheinbar unerschöpflichen Internet gibt es noch viel, viel mehr.

Selbsternannte Fachleute, Politiker, You-Tube-Stars oder Nutzer der Sozialen Medien posten, twittern, verbreiten, was immer nur geht. „Es wurden“, sagte Chefredakteur Frank Nipkau, „wahrscheinlich noch nie so viele Nachrichten verbreitet wie heute“.

Doch wie viele Menschen zweifeln inzwischen längst und zurecht am Wahrheitsgehalt dieser Nachrichten? Und wie viele legen gar keinen Wert mehr auf selbigen, sondern suchen sich die Mitteilungen, die ihrer Meinung entsprechen und den Rest an Meinung, Wissen, Wahrheit ausblenden?

„Aufklären, sagen, was ist, das ist und bleibt die Aufgabe von Zeitungen. Deshalb ist es gut, dass es Reporter wie Peter Schwarz gibt und deshalb ist es auch gut, dass heute guter Journalismus gefeiert wird.“

Journalist mit langem Atem und Durchhaltevermögen

Peter Schwarz ist ein Journalist mit langem Atem und Durchhaltevermögen. Das braucht er, um in seinem Beruf gut zu sein. Und er nutzt es, um im Ehrenamt entsprechend zu Zielen zu kommen. Seit vielen Jahren engagiert sich Peter Schwarz im Sportverein in Gmünd.

Erst Jugendtrainer, dann Jugendleiter für die Fußballer – da kommen viele Stunden zusammen für Spiele, Sitzungen, Feste, Altpapiersammlungen. Und, da konnte sich Oberbürgermeister Richard Arnold das Schmunzeln doch nicht verkneifen, Reden für die Vorsitzenden schreibt er auch noch. Einen besseren Profi für ihren Verein können sich die Herrschaften kaum suchen.


Zur Person:

  • Peter Schwarz kam 1995 als Volontär zum Zeitungsverlag Waiblingen und blieb bei „seinem“ Lokalblatt.
  • Hier gewann er zahlreiche Journalistenpreise, etwa den Caritas-Journalistenpreis, den renommierten Reporterpreis, mehrmals den Lokaljournalistenpreis und den Theodor-Wolff-Preis.
  • Peter Schwarz schrieb außerdem das Buch „Schmerzliche Heimat“, die Aufarbeitung der Geschichte der NSU-Morde mit den Erinnerungen von Semiya Simsek.