Waiblingen

Stipendien für Schüler der Kunstschule

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Der 18-jährige Milan Schmidle macht gerade Abitur, für seine Werke nutzt er verschiedenste Medien. © Ramona Adolf
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Lukas Storm ist mit seinen zehn Jahren der jüngste Stipendiat. Er malt besonders gerne Fabelwesen in bunten Farben. © Habermann / ZVW
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Halida Kohan, 15 Jahre, weiß schon, dass sie später mal Architektin werden möchte. © Habermann / ZVW

Waiblingen. Drei junge Schüler der Waiblinger Kunstschule dürfen sich über Stipendien des Fördervereins „Freunde der Galerie Stihl“ freuen: Halida Kohan, Milan Schmidle (18) und der Jüngste im Bunde, Lukas Storm (10). „Die Stipendien sollen eine Anerkennung und ein Ansporn sein, sich künstlerisch weiterzuentwickeln“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Hansjörg Thomae.

„Macht weiter so“, das gibt der Fördervereinsvorsitzende Hansjörg Thomae den jungen Künstlern mit auf den Weg, als er ihnen am Dienstagnachmittag in der Kunstschule die Urkunden überreicht. Insgesamt 1000 Euro stellt der Verein jedes Jahr für die drei Stipendien zur Verfügung. „Dabei geht es nicht in erster Linie ums Geld“, erklärt Thomae. „Die Stipendien sollen vor allem eine Anerkennung für die jungen Künstler sein.“ Und ein Ansporn, dranzubleiben: Das Geld reicht genau für den Besuch eines Jahreskurses an der Kunstschule.

Die Vorschläge kommen von der Kunstschule

Vorgeschlagen hat die drei Stipendiaten die Leiterin der Kunstschule, Christine Lutz, gemeinsam mit deren Dozenten. „Bei Lukas gefällt uns besonders gut, wie toll detailreich er für sein Alter schon malt“, erläutert Lutz. Sein Talent sollte unbedingt gefördert werden. Deshalb habe er auch ein Stipendium erhalten, obwohl es eher selten sei, dass so junge Schüler vorgeschlagen würden. Der zehnjährige Lukas ist sichtlich stolz auf seine Auszeichnung. Wieso er so gerne zeichnet, kann er nicht so genau sagen: „Es macht mir einfach Spaß“, sagt er und zuckt mit den Schultern. Seine Mutter, Claudia Storm, erzählt, Lukas habe schon immer gezeichnet. „Egal wo wir hingehen, Stift und Papier sind immer dabei“, berichtet sie. Und der Zeichenkurs am Donnerstagnachmittag sei für Lukas ein fixer Termin – da dürfe nichts dazwischenkommen. „Sogar beim Geburtstag der Oma mussten wir vom Kaffeetisch aufstehen und ihn zur Kunstschule fahren“, sagt die Mutter lachend.

Er sei etwa so alt gewesen wie Lukas, als er den ersten Kurs an der Kunstschule besucht habe, erzählt Milan Schmidle, der sich ebenfalls über ein Stipendium freuen darf. Gezeichnet habe er schon immer: „In der Grundschule habe ich schon immer die Rückseiten der Arbeitsblätter bemalt“, erinnert er sich. Für seine Kunst nutzt er gerne unterschiedliche Medien – auch den Pullover, den er trägt, hat er selbst bedruckt. Dabei ist es für den 18-Jährigen gar nicht selbstverständlich, dass er überhaupt zeichnen kann: Nach einem Skiunfall musste er sich seine Feinmotorik und den „Flow“ im Zeichnen wieder hart erarbeiten.

Auch die 15-jährige Halida Kohan zeichnet, seit sie denken kann. „Zeichnen bedeutet für mich alles“, sagt sie. So könne sie entspannen, Kummer verarbeiten oder einfach ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie möchte unbedingt an der Kunstschule bleiben und weitere Kurse besuchen. Und auch beruflich möchte sie später etwas Künstlerisches machen: „Ich will Architektin werden“, ist sie sich sicher. Darauf arbeite sie jetzt schon hin.

Das Stipendium

Seit 2007 vergibt der Förderverein „Freunde der Galerie Stihl“ jährlich Stipendien an Schüler der Kunstschule Waiblingen.

Einer der ersten Stipendiaten war 2007 Romin Walter. Er hat später in Dresden und Aix-en-Provence Kunst studiert und lebt und arbeitet inzwischen als freier Künstler in Berlin.