Waiblingen

Strähle: Neue Logistikhalle und Transportbrücke am Stammsitz in Waiblingen

Strähle neue Halle
Das „zentrale Element“ des Bauprojekts ist laut Strähle die Brücke. © Strähle©huberdesign

Zum Jahresende hat die Strähle Raum-Systeme GmbH ihre neue Versand- und Logistikhalle am Stammsitz im Waiblinger Gewerbegebiet Eisental in Betrieb genommen. Das hat die Firma nun mitgeteilt. Der zweigeschossige Neubau ist mit seinen 4000 Quadratmetern als Logistikfläche für die Kommissionierung und den Versand aller bei Strähle produzierten Trennwandelemente ausgelegt.

Darüber hinaus werden hier alle von Zulieferern bezogenen Bauteile angenommen und auftragsbezogen kommissioniert, erklärt das Unternehmen. An die Bestandshalle wurde ein zweigeschossiger Anbau mit 450 Quadratmetern angefügt, der als Erweiterung der Fertigungsfläche und im Untergeschoss als Tiefgarage genutzt wird.

„Besonderheit und zentrales Element des Projektes ist die gläserne Brücke, die für den automatischen Warentransport beide Gebäudeteile miteinander verbindet“, heißt es von der Waiblinger Firma.

Unternehmen gibt es seit bald 110 Jahren

Mit dem Neubau verfolge das Familienunternehmen, das im nächsten Jahr sein 110-jähriges Bestehen feiert, folgende Ziele: eine deutliche Verbesserung der Logistik im Betrieb, eine verbesserte Zufahrt und Beladung von LKW sowie eine notwendige Erweiterung der Produktionsflächen im Bestand. „Die Logistikvorgänge bei unseren Bauvorhaben haben deutlich zugenommen, dementsprechend spielt dieser Bereich für unsere Kunden eine immer wichtigere Rolle“, wird Geschäftsführer Paul Strähle in der Pressemitteilung zitiert. Durch die Optimierung der Logistikabläufe könne man die Baustellen zeitlich noch genauer beliefern und flexibler auf geänderte Anforderungen reagieren, sagt er weiter. Der Neubau ersetzt auch eine über die letzten Jahre extern angemietete Lagerhalle.

„Mit ihrer ruhigen Formensprache und begrünten Fassaden fügen sich die neuen Baukörper gelungen in die Umgebung ein“, so die Mitteilung weiter. Um die neue Versand- und Logistikhalle angesichts der Hanglage optimal nutzen zu können und eine hohe Flächeneffizienz zu erreichen, wurde das Gebäude zweigeschossig konzipiert. Die Planung erfolgte außerdem unter der Maßgabe, dass die Lkw auf dem Gelände warten können, um dann im Innern der Halle beladen zu werden.

25 Meter langer Steg mit viel Glas

Bestandsgebäude und Neubau sind durch einen 25 Meter langen gläsernen Steg verbunden, der über die Straße führt. Mit einem automatischen Brückenförderer ermöglicht dieser den zügigen und vollautomatisierten Materialtransport in die neue Halle. „Wir freuen uns, dass die Stadt Waiblingen in ersten Gesprächen die Brücke als Grundidee unterstützt hat“, so Werner Strähle. Der Seniorchef geht davon aus, dass „die hochwertige Verglasung, durch die der Steg leicht und transparent wirkt“, zur Akzeptanz beitrage.

Bei der Planung spielte für den auf Trennwand-, Raum-in-Raum- und Akustiksysteme spezialisierten Hersteller auch das nachhaltige Bauen eine sehr wichtige Rolle, teilte das Unternehmen mit. „Neben einer hochgedämmten Gebäudehülle und Begrünung der Fassade gehören die Installation einer 240-Kilowatt-Peak-Fotovoltaik-Anlage und eine sehr effiziente Luft-Wärme-Pumpe zu den zentralen Maßnahmen, die uns im Projekt wichtig waren“, erläutert Thorsten Bauer, der das Projekt intern geleitet hat.

„Klares Bekenntnis zum Standort“

Die im Bestand frei werdende Fläche von 2200 Quadratmetern will Strähle nach eigenen Angaben vor allem dafür nutzen, die Vorfertigung von Komponenten noch weiter auszubauen. Insgesamt verspricht sich das von Werner, Paul und Florian Strähle in der dritten und vierten Generation geführte Familienunternehmen von der neuen Produktionsinfrastruktur verbesserte Fertigungsabläufe, kürzere Lieferzeiten und damit eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. „Die neue Halle ist vor allem auch ein klares Bekenntnis zum Standort Waiblingen und eine Investition in die Zukunft für unser Familienunternehmen“, so Paul Strähle.

Baubeginn war Juli 2019, geplant hatte das Unternehmen selbst, die Projektsteuerung übernahm AO Architekten aus Berlin, Generalunternehmer war die Pfeil Bauunternehmung.

Die Strähle Raum-Systeme GmbH hat neben ihrem Hauptsitz in Waiblingen auch Produktionsstätten in Borkheide bei Berlin und in Guntramsdorf bei Wien. Im Jahr 2019 erwirtschaftete Strähle nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz von 54 Millionen Euro, davon circa 25 Prozent im Ausland. In Waiblingen hat das Unternehmen 135 Mitarbeiter. Insgesamt sind es circa 200.