Waiblingen

Tesla und Pfalzwerke: 24 neue Ladepunkte für Elektroautos am Waiblinger Tor

Tesla Ladesäule
Am Einkaufszentrum „Waibl“ in Waiblingen befindet sich einer der wenigen Tesla-Standorte in der Region Stuttgart. © Benjamin Büttner

Während in den Ortschaften die Ladesäulen für Elektrofahrzeuge noch so rar sind, dass die Stadt die Installation mit kräftigen Zuschüssen unterstützt, gibt es am Einkaufszentrum „Waibl“ am Waiblinger Tor zwischen Alter Bundesstraße und Westumfahrung Ladepunkte zuhauf: 24 Stück haben die Pfalzwerke aus Ludwigshafen und Tesla dort in Betrieb genommen, gleich beim Kentucky Fried Chicken (KFC).

Eine Besonderheit am Waiblinger Tesla-Standort: Der „Supercharger“ ist auch für Nicht-Kunden des Autokonzerns vom neuen Twitter-Chef Elon Musk geöffnet. Bisher war das Ladenetz exklusiv nur für die eigenen Kunden, soll aber sukzessive geöffnet werden. Laut der Karte auf Teslas Webseite ist dieser der einzige Tesla-Standort überhaupt im Rems-Murr-Kreis. In der gesamten Region Stuttgart gibt es bislang nur zwei weitere Standorte, die ebenfalls für sogenannte „Fremdmarken“ geöffnet sind, in Böblingen und Leonberg. Theoretisch kann ein Tesla des Typs Model 3 oder Y hier innerhalb von 30 Minuten seinen Akkustand von zehn auf 80 Prozent heben, sagt ein Mitarbeiter.

Was zahlen Tesla-Kunden, was die Nicht-Kunden?

Die Fahrer anderer Autos - Voraussetzung ist ein CCS-kompatibler Anschluss - zahlen bei Tesla mehr als die sogenannten „Mitglieder“. Je nach Uhrzeit kostet das Laden von null bis 16 Uhr 77 Cent pro Kilowattstunde, zwischen 16 und 20 Uhr 86 Cent und abends zwischen 20 und 24 Uhr wieder 77 Cent. Tesla-Kunden zahlen zwischen 66 und 74 Cent pro Kilowattstunde. Unter Umständen fallen Blockiergebühren von einem Euro pro Minute an, wenn das Fahrzeug nach Beendigung des Ladevorgangs angeschlossen bleibt. Die Leistung liegt laut Tesla-App bei maximal 250 Kilowatt.

Mit Pfalzwerke-Tarif oder ohne

Die Pfalzwerke aus Ludwigshafen betreiben zwei Alpitronic-Säulen mit je zwei CCS- Steckern und bis zu 300 kW Ladeleistung im Endausbau, eine mit bis zu 150 kW Ladeleistung und drei Wallboxen mit je zwei Type2-Buchsen mit bis zu 22 kW Ladeleistung. Bei den Pfalzwerken sind die Preise je nach Zugangsmöglichkeit und Fahrstromanbieter differenziert. Im Tarif „Pfalzwerke Öko Emobil Drive“ fallen zusätzlich zur Grundgebühr 28 (AC) oder 38 Cent pro Kilowattstunde an. Bei einer Ladung ad hoc sind es 51 beziehungsweise 69 Cent. Bezahlen können Autofahrer mit  Kredit- und Debitkarte via mobiler Webseite.

Aus Sicht der Pfalzwerke ist das Waiblinger Tor ein „sehr attraktiver Standort“,der in die bundesweite Ausbaustrategie an Einzelhandelsstandorten passe. Es handle sich um eine Investition in die Zukunft. Die nächsten Pfalzwerke-Standorte befinden sich in Ludwigsburg, Esslingen und Sindelfingen. Weitere sind in Remseck und Stuttgart geplant.

Stadtwerke: Netz-Überlastung wird verhindert

Die Ladeparks sind über eine Trafostation am Mittelspannungsnetz angeschlossen. Wie bei Industrie- und Gewerbekunden wurde vorab festgelegt, welche Höchstleistung aus dem Mittelspannungsnetz maximal zu jeder Zeit entnommen werden kann. „Diese Höchstleistung ist so festgelegt, dass es zu keiner Überlastung in unserem Netz kommt“, versichern die Stadtwerke Waiblingen. Daher sei in beiden Anlagen ein internes Lademanagement eingebaut, damit selbst bei vollem Betrieb aller Ladepunkte zu keiner Zeit mehr als die vereinbarte Höchstleistung entnommen werden kann. Das heißt, im Extremfall wird die Leistung kurzfristig gedrosselt. In der Praxis wird die Leistung meist auch schon abhängig von den Fahrzeugen reduziert sein.

Das Metro Centermanagement, welches das Einkaufszentrum managt, spricht von einem wachsenden Bedarf an Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und kündigt an, sie weiter auszubauen. Am Remspark werden die Säulen von Allego betrieben.

Während in den Ortschaften die Ladesäulen für Elektrofahrzeuge noch so rar sind, dass die Stadt die Installation mit kräftigen Zuschüssen unterstützt, gibt es am Einkaufszentrum „Waibl“ am Waiblinger Tor zwischen Alter Bundesstraße und Westumfahrung Ladepunkte zuhauf: 24 Stück haben die Pfalzwerke aus Ludwigshafen und Tesla dort in Betrieb genommen, gleich beim Kentucky Fried Chicken (KFC).

Eine Besonderheit am Waiblinger Tesla-Standort: Der „Supercharger“ ist auch für Nicht-Kunden

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper