Waiblingen

Themenwoche in Waiblingen "Bunt statt Braun" endet mit Festival mit 500 Besuchern

Bunt statt braun
Archivfoto © Kulturhaus Schwanen

Kurz vor den Sommerferien findet vom 19. bis 24. Juli die Veranstaltungsreihe „Bunt statt Braun“ unter dem Motto „Für Vielfalt gegen Rassismus“ statt. Das teilen die Macher in einem Pressegespräch mit. Im zweiten Jahr der Pandemie wird ein Großteil der Workshops, Vorträge und Lesungen nicht wie sonst im Kulturhaus Schwanen, sondern online realisiert. Wo es möglich ist, wird die Veranstaltung mit einer überschaubaren Menge Publikum im Schwanensaal sein und gleichzeitig gestreamt.

Band Antiheld im Schwanen-Biergarten

Als krönenden Abschluss soll es am Samstag, 24. Juli, ein Festival im Schwanen-Biergarten geben. Je nach Corona-Lage könnten daran 500 Besucher oder mehr teilnehmen. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt drei Euro. Für das Festival hat eine Jury vorab drei Bands aus mehreren Bewerbern ausgewählt. Alle drei bekommen zusätzlich eine Studioaufnahme gesponsert, erklärt Constanze Bolliger von der Popmusic-School in Fellbach. Außerdem tritt die Band Antiheld aus Stuttgart auf.

Dass „Bunt statt Braun“ in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann, sei etwas Besonderes, macht Schwanen-Chef Cornelius Wandersleb deutlich. Es sei zum einen der Wunsch vieler befragter Lehrer und Schulleiter gewesen. Zum anderen ginge es darum, ein „Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln“, sagt Simone Wisgott, die Präventionsbeauftragte für Schulen im Rems-Murr-Kreis ist. „Die Themen sind top aktuell“, betont sie. Für den einen bedeute die Gesellschaft mit all ihren Facetten Vielfalt, für den anderen stellt sie eine Bedrohung dar“, so Wandersleb. Hierfür gelte es Verständnis zu schaffen und Dinge zu hinterfragen.

Onlineworkshops zu Brainwash oder Verschwörungstheorien

Dabei spielt er auf den Online-Workshop „Einmal Brainwash und zurück“ am Dienstag, 20. Juli, und Donnerstag 22. Juli mit Mitarbeitern der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg an, der sich an Siebtklässler richtet. Für Dienstag, 20. Juli, plant Andreas Hässler von der Landeszentrale für Politische Bildung einen Online-Vortrag mit dem Titel „Verschwörungstheorien in der Corona-Zeit“. Er beginnt um 20 Uhr und richtet sich unter anderem an Multiplikatoren aus Schule, Jugend- und Bildungsarbeit sowie Interessierte.

Ein weiterer Online-Vortrag ist für Mittwoch, 21. Juli um 20 Uhr mit Kinderarzt und Forscher Herbert Renz-Polster aus Beinstein vorgesehen. Grundlage hierfür ist sein Buch „Erziehung ist Gesinnung“.

Deutschrap-Hype mit Lukas Amores

Deutschrap-Hype ist ein Workshop am Dienstag, 20., und Donnerstag, 22. Juli, mit Lukas Amores, der selbst in der Rapszene unterwegs war und Schülern ab der sechsten Klasse aufzeigt, was Lieder für Negativbotschaften haben können, die man nicht ungefiltert so hinnehmen sollte.

Zu finden sind aber auch ein Workshop für Schüler oder Lehrer zum Thema „Hate Speech - Zivilcourage im Netz“ mit Kriminalhauptkommissar Leo Keidel vom Polizeipräsidium Aalen.

Bestandteil der Themenwoche sind außerdem Filmvorführungen und anschließende Gespräche mit Iris Förster oder eine gestreamte Theateraufführung des Landestheaters Tübingen mit dem Titel „Bestätigung“ sowie ein Workshop mit dem Jungen Ensemble in Stuttgart.

Nicht zu vergessen ist auch die für Donnerstag, 22. Juli, um 20 Uhr vorgesehene Podiumsdiskussion „Alltagsdiskriminierung im Ländle“ mit Referenten wie etwa Luigi Pantisano, dem Mitbegründer von „Bunt statt Braun“. Moderiert wird die Veranstaltung von Susanne Steinbach, Geschäftsführerin der Türkischen Gemeinde in Deutschland.

Aufruf zur Ausstellung: Jeder kann mitmachen

Unter dem Leitspruch „Werte und Worte“ soll es eine Kunstausstellung geben, an der sich sowohl Schüler als auch junge Menschen beteiligen können. Hierbei sollen sich die Künstler mit Begriffen des heutigen Sprachgebrauchs Klimawandel, systemrelevant, Migrationshintergrund, Solidarität, Vielfalt und Meinungsfreiheit auseinandersetzen. Einzeln oder als Gruppe kann man sich mit einer Zeichnung, Malerei, Skulptur oder gar einem Video-Beitrag beteiligen. Einsendeschluss ist der 1. Juli, Infos oder Fragen können an bsb_ausstellung@gmx.de gestellt werden, erklärt Andra Becker. Wo die Bilder ausgestellt werden, steht noch nicht fest. „Toll wäre eine Ausstellung draußen im Rahmen des Festivals“, sagt sie.

Eine Anmeldung ist für alle Veranstaltungen der Themenwoche ab sofort unter07151/ 50011651 oder kulturhaus-schwanen@waiblingen.de möglich und auch erforderlich. Die Veranstaltungen sind bis auf das Festival kostenlos. Alle weiteren Infos hierzu gibt es im Internet auf www. kulturhaus-schwanen.de unter dem Reiter "Bunt statt Braun".

Kurz vor den Sommerferien findet vom 19. bis 24. Juli die Veranstaltungsreihe „Bunt statt Braun“ unter dem Motto „Für Vielfalt gegen Rassismus“ statt. Das teilen die Macher in einem Pressegespräch mit. Im zweiten Jahr der Pandemie wird ein Großteil der Workshops, Vorträge und Lesungen nicht wie sonst im Kulturhaus Schwanen, sondern online realisiert. Wo es möglich ist, wird die Veranstaltung mit einer überschaubaren Menge Publikum im Schwanensaal sein und gleichzeitig gestreamt.

Band

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