Waiblingen

Theodor-Kaiser-Straße: Wieder Ärger wegen Parkplätzen

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Die Theodor-Kaiser-Straße: Anwohner bemängeln, dass immer alles zugeparkt ist. © Schneider / ZVW
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Liviana Jansen Waiblingen
Redakteurin Liviana Jansen. © Benjamin Buettner

Waiblingen. „Katastrophal“ ist aus Sicht einer Anwohnerin die Parksituation in der Theodor-Kaiser-Straße. Sie fordert daher: Hier sollen Anwohnerparkflächen geschaffen werden. Die Stadt hingegen hält eine Änderung der Parkregelung nicht für notwendig.

Zugeparkte Einfahrten, über Wochen abgestellte Autos mit auswärtigen Kennzeichen und keine freien Parkplätze. So beschreibt die Anwohnerin Manuela Lotterer die Parksituation in der Theodor-Kaiser-Straße. „Das Parken für uns Anwohner hier ist katastrophal“, sagt sie. Von morgens 7 Uhr bis abends 20 Uhr parkten vor allem Auswärtige, die in der Innenstadt arbeiteten oder einkaufen wollten, auf den Flächen ohne Parkbegrenzung (siehe Infobox). Dies schreibt Lotterer in einer E-Mail an die Stadtverwaltung. Sehr häufig würden auch während der Urlaubszeit Autos auf den freien Parkflächen abgestellt – und zwar von Auswärtigen, aber auch von Nachbarn, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite wohnen, wo das Parken begrenzt ist.

Parkregelung wie in der Fuggerstraße gefordert

Lotterer fordert die Verwaltung in ihrem Schreiben auf, in der Theodor-Kaiser-Straße eine Parkregelung nach dem Vorbild der Fuggerstraße zu erlassen. Patienten eines Lymphdrainage-Therapiezentrums. In der Theodor-Kaiser-Straße aber wäre eine solche Regelung laut Lotterer höchst willkommen.

Oberbürgermeister Hesky: Keine besondere Situation

Bei der Stadt Waiblingen hat sich OB Andreas Hesky persönlich der Sache angenommen. In einer Mail an die Anwohnerin schreibt er, die „Auslastung der Parkflächen“ an der Theodor-Kaiser-Straße sei zu unterschiedlichen Tageszeiten von der Straßenverkehrsbehörde überprüft worden. Dabei sei zwar festgestellt worden, dass dort „zu bestimmten Zeiten ein hoher Parkdruck herrscht, jedoch in der Regel im weiteren Straßenverlauf freie Parkflächen zur Verfügung stehen“.

Will heißen: Ein Stück weiter sei so gut wie immer ein Parkplatz zu finden. Auf Anfrage unserer Zeitung fügt Hesky hinzu: „Die Situation entspricht der anderer Wohnstraßen in Innenstadtnähe.“ Kein akuter Handlungsbedarf also: Das beschriebene Parkchaos habe die Straßenverkehrsbehörde jedenfalls nicht bestätigen können, weshalb auch keine grundsätzliche Änderung der Parkregelung notwendig sei.

Lotterer: Die Stadt muss Anwohner entlasten

Lotterer will das so nicht hinnehmen. Sie könne sich „absolut nicht vorstellen“, dass die Straßenverkehrsbehörde die Situation in der Theodor-Kaiser-Straße mehrmals überprüft habe, schreibt sie in ihrer Antwort an die Stadtverwaltung. Für sie ist klar: Die Stadt muss etwas tun, um die Anwohner zu entlasten.


Parken erlaubt

Parken ist in der Theodor-Kaiser-Straße grundsätzlich erlaubt – allerdings bereits jetzt mit Einschränkungen.

Auf einer Straßenseite ist das Parken von 9 Uhr bis 16 Uhr mit Parkscheibe bis zu zwei Stunden lang erlaubt. Auf der anderen Straßenseite darf man unbegrenzt parken.

Laut Anwohnern führt dies dazu, dass diese Straßenseite dauerhaft zugeparkt ist.


Realistisch bleiben - Ein Kommentar von Redakteurin Liviana Jansen

Eine Wohnung nahe des Stadtzentrums bietet Vorteile. Die Innenstadt mit ihren Geschäften ist zu Fuß in wenigen Minuten erreicht, eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist gegeben, auch am kulturellen Leben in der Stadt lässt sich ohne weite Anfahrt teilnehmen. Wunderbar, das alles.

Demgegenüber stehen die Nachteile einer zentralen Lage: viele Autos, wenige Parkplätze. Natürlich ist es verständlich, dass jeder möglichst nahe an seinem Haus parken möchte. Noch verständlicher wird dies, wenn körperliche Beeinträchtigungen hinzukommen, die jeden Fußweg beschwerlich machen. Doch beides ist nur schwer vereinbar – von den Annehmlichkeiten der Innenstadt zu profitieren und gleichzeitig immer einen Parkplatz direkt vor der Haustüre zu finden. Es gilt also: realistisch bleiben. Wer sich für eine Wohnung in der Innenstadt entscheidet, der muss eben auch die Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen.