Waiblingen

Tonnenschwere Teile für den Skaterpark

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Anfang der Woche hat ein Lastwagen die sieben Betonfertigteile für den flachen Street-Skate-Bereich angeliefert. © Alexander Roth
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Das schwerste Streetelement wiegt 5,5 Tonnen, das leichteste immer noch eine Tonne.
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Mit Lkw angeliefert und mit Kranen versetzt: Teile der Bowl, in der Skater ihre Runden drehen.

Waiblingen. Der Skaterpark nimmt Gestalt an: Mit einem 100 Tonnen schweren Baukran ist ein halbes Jahr vor der Gartenschau die bis zu 2,60 Meter tiefe Bowl in ihren Einzelteilen angeliefert worden. In der kommenden Zeit wird die Riesenschüssel zusammengefügt und mit Beton geglättet. Pünktlich zur Gartenschau sollen Jugendliche in der neu gestalteten Skaterbahn mit Skates, BMX und Inlinern ihre Runden drehen.

Anfang der Woche hat ein Lastwagen die sieben Betonfertigteile für den flachen Street-Skate-Bereich angeliefert. Die Teile haben es in sich: Das schwerste Streetelement wiegt 5,5 Tonnen, das leichteste immer noch eine Tonne. An Ort und Stelle versetzt wurden die Teile mit einem 60 Tonnen schweren Kran. Der war ein reines Leichtgewicht verglichen mit dem 100 Tonnen schweren Autokran, der für die bis zu elf Tonnen schweren Betonteile für die Unterkonstruktion für den Skate-Pool eingesetzt wurde.

Damit ist die erste Hälfte der Unterkonstruktion an Ort und Stelle. Die Hälfte der Teile sind bereits fix und fertig, die andere Hälfte wird vor Ort mit Spritzbeton vollendet. Kommende Woche soll der Rest geliefert werden. Bis Weihnachten soll die Deckschicht des Skate-Pools fertig sein. „Alles läuft nach Plan“, vermeldet der städtische Projektleiter Peter Knerr zufrieden. Derzeit arbeiten rund fünf Personen sowie zwei bis drei Landschaftsbauer an der Skateranlage. Sechs Personen sind im Betonwerk zugange. „In Spitzenzeiten werden zehn bis zwölf Personen vor Ort in Waiblingen sein“, kündigt Peter Knerr an.

2500 Kubikmeter Erde wurden ausgehoben

Bis zur Gartenschau im Mai 2019 wird der gesamte Skaterplatz zwischen Hallenbad und Rems umgestaltet. Sechs neue Elemente sollen neben der „Schüssel“ auf der Plaza die Skater in die Talaue locken. Auf eine Anlage, die laut Knerr zu den Top fünf in Deutschland gehört, was die Neuigkeiten für die Skaterszene betrifft.

Seit Anfang August wurden insgesamt 2500 Kubikmeter Erde ausgehoben, um die Voraussetzungen für die neue „Bowl“ zu schaffen. An der Planung der neuen Anlage hatte die Stadt auch die künftigen Nutzer beteiligt. Wie berichtet, hatte sich in zwei Workshops auch eine Gruppe Jugendlicher inklusive Vertreter des Jugendgemeinderats mit der Umgestaltung des Skaterparks befasst. Auch über 2019 hinaus, das ist der Plan, soll die 1100 Quadratmeter große Anlage ein Anziehungspunkt für die ganze Umgebung sein: für Skater wie BMX-Fahrer und Inliner, für Anfänger genauso wie für versierte Fahrer. Dafür hatte der Gemeinderat den deutlichen Mehrkosten gegenüber der Ursprungsplanung zugestimmt. Statt 680 000 Euro kostet die Anlage 840 000 Euro.

Der Waiblinger Parcours ist als Flow Park konzipiert und in zwei unterschiedlich nutzbare Bereiche mit fließendem Übergang gegliedert. Dominierendes Element wird die bis zu 2,60 Meter tiefe Bowl, die in das Gelände eingegraben wird. Ergänzt wird die Anlage durch eine Street-Plaza für Skateboarder auf allen Erfahrungsstufen.

Abgelöst wird mit dem Gartenschau-Highlight die alte Skateranlage von 1998. Deren Rampen und Hindernisse sollten auf Wunsch des Gemeinderats in den Ortschaften aufgestellt werden. Aber lediglich die Minipipe hat an der Hartwaldhalle in Hegnach einen neuen Platz gefunden. Dort existiert bereits ein kleiner Skaterplatz. Ansonsten war das Interesse gering. „Ich habe die Teile allen Ortschaften und den drei großen Schulzentren in Neustadt und der Kernstadt angeboten, aber keine Rückmeldung bekommen“, sagt Peter Knerr.

Der Nachbar Korb hat Interesse an den Teilen der alten Skaterbahn angemeldet. Einer Umfrage unter Korber Schülern zufolge ist das Interesse groß. Das Problem: Noch ist kein Platz gefunden.