Waiblingen

Ukraine-Flüchtlinge kommen in Sporthalle des BBW Waiblingen - wohin noch?

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Die Sporthalle des Berufsbildungswerks im Ameisenbühl Waiblingen. © Gaby Schneider

Was vor wenigen Wochen noch kaum jemand für möglich gehalten hätte, ist plötzlich Realität: Russlands Diktator Putin führt einen mörderischen Krieg gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine und treibt Millionen Menschen in die Flucht. Auch im Rems-Murr-Kreis, auch in Waiblingen kommen immer mehr Geflüchtete an. Doch die Kapazitäten in den vorhandenen Asylunterkünften sind begrenzt. Neue müssen geschaffen werden.

In Waiblingen plant der Landkreis die Sporthalle des Berufsbildungswerks in eine Unterkunft zu verwandeln. Für wie viele, kann das Landratsamt derzeit noch nicht sicher sagen. Unterdessen bereitet die Stadt die Errichtung von Systembauten beziehungsweise Wohncontainern im Gewerbegebiet in Beinstein und beim Sportgelände in Hegnach vor. Zudem wurde verwaltungsintern eine noch nicht namentlich genannte städtische Schulturnhalle auserkoren, die im Notfall ebenfalls Geflüchtete aufnehmen könnte.

Rund 100 Geflüchtete bereits privat untergebracht

Bislang sind der Stadtverwaltung rund 100 geflüchtete Personen aus der Ukraine bekannt, die in Waiblingen untergekommen sind. Die Stadt stehe vor der Aufgabe, dringend benötigten Wohnraum zu organisieren. Von privater Seite gebe es bereits eine Vielzahl von Angeboten, sagte Erster Bürgermeister Ian Schölzel bei seinem Amtsantritt. Aber auch die Stadt selbst müsse möglichst rasch zusätzlichen Wohnraum schaffen. „Das lässt sich in der Kürze vermutlich nur über Modulbauten bewerkstelligen.“ Wie Baubürgermeister Dieter Schienmann gegenüber der Redaktion bestätigt, steht die Stadt dazu in Kontakt mit Lieferanten. Die Stadt Waiblingen hat bereits vor drei Wochen den Krisenstab „Ukraine“ ins Leben gerufen.

Zudem, so Schölzel, gelte es seitens der Stadt, die vielen Hilfsaktionen zu bündeln und zu koordinieren – eine Frage der „humanitären Pflicht und der Solidarität“. Dankbar zeigt er sich dafür, dass die Stadt auf die gut funktionierenden Strukturen des Netzwerks Asyl zurückgreifen könne.

Heskys Aufruf zur Mithilfe

Die Stadt habe zusammen mit den Engagierten in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Waiblingen zusammenhält, so der jüngst in Ruhestand gegangene Oberbürgermeister Andreas Hesky in einem Aufruf an die Bürgerschaft: „Bitte arbeiten Sie mit und lassen Sie uns alle gemeinsam weiterhin wichtige Zeichen für Menschlichkeit und ein friedliches Miteinander setzen.“

Was vor wenigen Wochen noch kaum jemand für möglich gehalten hätte, ist plötzlich Realität: Russlands Diktator Putin führt einen mörderischen Krieg gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine und treibt Millionen Menschen in die Flucht. Auch im Rems-Murr-Kreis, auch in Waiblingen kommen immer mehr Geflüchtete an. Doch die Kapazitäten in den vorhandenen Asylunterkünften sind begrenzt. Neue müssen geschaffen werden.

In Waiblingen plant der Landkreis die Sporthalle des Berufsbildungswerks in

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