Waiblingen

Umbau der Winnender Straße beim Krankenhaus-Areal Waiblingen soll Autos verlangsamen

Winnender Straße
Wegen der Arbeiten ist die Winnender Straße halbseitig gesperrt. © ALEXANDRA PALMIZI

Wer die Winnender Straße am alten Krankenhaus-Areal vorbeikommt, dem geht’s ähnlich wie bei einer Autofahrt nach Stuttgart: Fast täglich lässt sich beobachten, wie sich das Baugebiet und das Straßenbild verändern. Dass die Straßenbauarbeiten Ende Juni vorgezogen wurden, hat viele überrascht. „Was passiert denn da? Die Straße wird ja viel schmaler!“, wundert sich ein Leser. Tatsächlich: Die halbseitige Sperrung hat nicht nur mit dem Neubaugebiet zu tun. Die Winnender Straße bekommt ein anderes Gesicht: „Von einer Straße der autogerechten Stadt wird sie zu einer Straße der nachhaltigen Mobilität“, sagt der städtische Verkehrsplaner Frank Röpke.

Radfahrer ins Sichtfeld rücken

Insbesondere soll der „Radverkehr ins Sichtfeld aller Verkehrsteilnehmer gerückt“ und die Autofahrer nicht mehr „zum Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit animiert“ werden. Aktuell erinnere die Winnender Straße noch an die ehemalige Bundesstraße 14 mit außerörtlichem Charakter. „Die Fahrbahn wird optisch enger, der Verkehr wird dadurch verlangsamt“, so Baubürgermeister Dieter Schienmann.

Radfahrer an Ampel bevorrechtigt

Bislang verläuft ein Zweirichtungsradweg stadteinwärts auf der Seite des Wohngebiets auf dem Gehweg und durch den Wartebereich der Bushaltestelle. Dort kam es laut Dieter Schienmann häufig zu Konflikten. In Zukunft sollen Radfahrer aus Richtung Galgenberg und Korber Höhe die Winnender Straße an einer Ampel auf der Höhe des neuen Spielplatzes sicher überqueren können. „Die Radfahrer sind dort bevorrechtigt und müssen nicht länger als zehn Sekunden warten“, erläutert Frank Röpke. Die einzige Ausnahme davon wird gemacht, wenn ein Bus kommt. Radler gelangen über einen anderthalb Meter breiten Angebotsstreifen von der Ampel in Richtung Talaue und Innenstadt. Wer bergan strampeln muss, dem steht ein 1,8 Meter breiter Radfahrstreifen zur Verfügung. Der Fahrradverein Pro Velo habe sich positiv zu den Veränderungen geäußert, betont die Stadtverwaltung.

20 öffentliche Stellplätze im Wohngebiet

Für die Anlieger des neuen Wohngebiets ist eine Linksabbiegespur für etwa drei Autos vorgesehen. An den Haltestellen werden barrierefreie Buskaps gebaut. Entlang der Winnender Straße gibt es künftig neun Längs-Parkplätze. Im Wohngebiet selbst, in dem bald mehr als 400 Menschen leben sollen, stehen 20 öffentliche, als verkehrsberuhigende Elemente angeordnete Stellplätze zur Verfügung. Die ersten Häuser im Neubaugebiet stehen voraussichtlich im August zum Bezug bereit. Also herrscht Zeitdruck bei der Fertigstellung der Erschließungsanlagen.

Kurzfristige Sperrung

Kurzfristig fiel die Entscheidung, die Straßenmaßnahmen vorzuziehen. Bei der beauftragten Baufirma standen kurzfristig Material und Mannschaft bereit, so die Kreisbau gegenüber unserer Redaktion. Das sei so vorher nicht absehbar gewesen. Für noch rund fünf Wochen – und damit insgesamt acht – soll die Winnender Straße laut Zeitplan einseitig gesperrt sein. Überrascht wurden durch die vorgezogenen Straßenbauarbeiten nicht nur die Anwohner und Autofahrer, sondern auch die Stadtverwaltung und Stadträte. Diese äußerten zwar vereinzelt – Urs Abelein (SPD) und Michael Stumpp (CDU) – Bedauern über den wegfallenden Zweirichtungsradweg, insgesamt aber stießen die nachträglich präsentierten Pläne auf positive Resonanz.

Wer die Winnender Straße am alten Krankenhaus-Areal vorbeikommt, dem geht’s ähnlich wie bei einer Autofahrt nach Stuttgart: Fast täglich lässt sich beobachten, wie sich das Baugebiet und das Straßenbild verändern. Dass die Straßenbauarbeiten Ende Juni vorgezogen wurden, hat viele überrascht. „Was passiert denn da? Die Straße wird ja viel schmaler!“, wundert sich ein Leser. Tatsächlich: Die halbseitige Sperrung hat nicht nur mit dem Neubaugebiet zu tun. Die Winnender Straße bekommt ein

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper