Waiblingen

Umleitungen führen quer durch den ganzen Ort

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Kanalsanierung in Bittenfeld_0
Breitband, Gas, Strom, Wasser – hier ist Vorsicht beim Buddeln geboten. © ZVW/Danny Galm
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Kanal Bittenfeld
Diese Rohre liegen bald unter der Erde des Wohn- und Gewerbegebiets Horgenbach. © Gabriel Habermann
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Kanal Bittenfeld
Hubert Müller (links) und Michael Seeger an der voll gesperrten Römerstraße. © Gabriel Habermann

Waiblingen-Bittenfeld.
Marode Abwasserkanäle haben am Bittenfelder Ortseingang eine große Kanalsanierung nötig gemacht. Ein Wirrwarr an Leitungen hat den Beginn der Bauarbeiten an der Kreuzung Bachstraße/Römerstraße erschwert. Mindestens bis Weihnachten sollen die Arbeiten andauern, danach folgt der Straßenausbau.

Los gingen die Arbeiten Anfang Oktober. An der Kreuzung Bachstraße/Römerstraße haben die Bauarbeiter wirr verlegte Kabel vorgefunden. Das machte den Aushub der Erde schwer, erklärt Michael Seeger, der Leiter des städtischen Fachbereichs Infrastruktur, vor Ort. Weil die Arbeiter behutsam vorgegangen seien, um keine Leitungen zu beschädigen, habe sich der Zeitplan um eine Woche verschoben. Diese Verzögerung sei aber zu verkraften, sagt Hubert Müller von der Stadtentwässerung.

Er erklärt: Eine Bauuntersuchung habe ergeben, dass die Abwasserkanäle marode sind. Weil die Straße für die Erneuerung von 120 Metern Leitungen ohnehin aufgerissen werden muss, sei der Ausbau der Straße mitgeplant worden.

Ein Teil der Leitungen für Gas, Strom und Wasser ist bereits ausgetauscht. Momentan arbeiten sich die Bauarbeiter zur Straße Am Horgenbach vor. An diesem Freitag kappen die Arbeiter die Brunnen- und Trinkwasserleitung. Zu Ausfällen der Wasserversorgung in den umliegenden Haushalten soll es dadurch allerdings nicht kommen. Damit die Wasserversorgung gewährleistet ist, werde eine Ersatzleitung an der Oberfläche verlegt, sagt Seeger.

Ein Flickenteppich aus Asphalt

Gehen die Temperaturen bis auf minus zehn Grad herunter, müssen die Arbeiter diese Ersatzleitung abdecken, damit sie nicht einfriert. „Ich hoffe, die Witterung stimmt“, sagt Müller. Sonst könnten auch Verzögerungen beim Straßenbau entstehen, der Anfang kommenden Jahres starten soll.

Neu gemacht werden neben der Römerstraße auch Teile der Straßen Am Horgenbach und Kehlenweg. Die damaligen Feldwege seien nie ordentlich angelegt worden, sagt Seeger: „Der Unterbau ist viel zu schwach.“ Der Boden ist übersät mit Flicken von Asphalt. Schon öfters wurden die Straßen provisorisch repariert. Nun kommt die Komplettsanierung: Der Straßenbelag wird entfernt, sofern das durch die Kanalsanierung nicht ohnehin schon passiert ist. Dann wird ein neuer Belag geschaffen, aus knapp 50 Zentimetern Schotter und mehr als zehn Zentimetern Asphalt. Auch die Gehwege werden ausgebaut. Bis nächsten März sollen die Straßen fertig sein. Sofern das Wetter mitspielt. Damit die Arbeiter die Asphaltdecke auftragen können, müsse es mindestens zwischen fünf und acht Grad warm sein, sagt Seeger.

Insgesamt kosten die Arbeiten rund 600 000 Euro, auf die Kanalarbeiten entfallen davon 240 000 Euro. Die Straßensanierung kostet die Stadt 330 000 Euro. Alle Arbeiten übernimmt die Firma Hans Bauer aus Alfdorf.

Wer mit dem Auto von Hohenacker kommt und rechts in die Römerstraße fährt, merkt: Links geht es weiter in die Bachstraße, rechts allerdings nicht. Der Ausläufer der Römerstraße ist gesperrt. Fußgänger und Radfahrer kommen durch, Autofahrer müssen auf der Schillerstraße quer durch Bittenfeld fahren. In Richtung Winnenden können diese dann rechts auf die Feldwege einbiegen, die von der anderen Seite der Römerstraße in das Wohn- und Gewerbegebiet Horgenbach führen. Da die Feldwege aufgrund ihrer Fahrbahnbreite normalerweise keinen Begegnungsverkehr zulassen, richtete die Stadt Ausweichstellen ein.

Vollsperrung wird aufgelöst – aber nicht für alle

Nachdem der Kreuzungsbereich Bachstraße/Römerstraße fertiggestellt wird, soll die Vollsperrung hier aufgelöst werden, so dass Bewohner mit ihren Autos keinen Umweg mehr durch Bittenfeld in Kauf nehmen müssen. Größere Wagen sollen weiterhin die Umleitung nutzen, da diese mehr Platz biete.

Im Juni, vor Ausschreibung der Bauarbeiten, seien die Anwohner über die Sanierung und die Umleitung informiert worden, sagt Seeger. Es sei überlegt worden, ob eine Teilsperrung ausgereicht hätte. Weil seit ein paar Jahren verschärfte Regelungen für die Arbeitssicherheit auf Baustellen herrschen, sagt Seeger, seien diese Überlegungen wieder verworfen worden. Nun gebe es genug Sicherheitsabstand zwischen Baustelle und Verkehr.

Lenbächle und Zipfelbach wieder vereint

Vor einem Jahr fanden auf der anderen Seite der Schillerstraße Bauarbeiten statt, um das Lenbächle und den Zipfelbach zu vereinen. Das Bächle mündet nun in den Zipfelbach. Zuvor hatte sich das Frischwasser des Bächles mit dem Abwasser gemischt.

Waiblingen-Bittenfeld.
Marode Abwasserkanäle haben am Bittenfelder Ortseingang eine große Kanalsanierung nötig gemacht. Ein Wirrwarr an Leitungen hat den Beginn der Bauarbeiten an der Kreuzung Bachstraße/Römerstraße erschwert. Mindestens bis Weihnachten sollen die Arbeiten andauern, danach folgt der Straßenausbau.

Los gingen die Arbeiten Anfang Oktober. An der Kreuzung Bachstraße/Römerstraße haben die Bauarbeiter wirr verlegte Kabel

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