Waiblingen

Unfall Gänsäckerstraße: Hesky widerspricht

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Am Donnerstagmittag (08.03.) hat sich in der Gänsäckerstraße ein Unfall mit fünf Fahrzeugen ereignet. LKW waren nicht beteiligt. © Laura Edenberger

Waiblingen.
Nach unseren Berichten über das am Donnerstag in der Gänsäckerstraße tatsächlich ein Unfall ereignet - der allerdings in keinem Zusammenhang zu Kaspers Problem steht, wie Oberbürgermeister Andreas Hesky betont.

Einmündung weit entfernt

In einer Stellungnahme weist der Stadtchef jede Mitverantwortung zurück: Unfälle im Straßenverkehr, die auf Fahrfehler zurückzuführen sind, könnten nicht durch die Behörden verhindert werden. „Auch dieser Unfall lässt sich nicht mit der Verkehrsraumgestaltung und Verkehrsregelung erklären, sondern ist laut Bericht in der Waiblinger Zeitung dem „fahrlässigen Verhalten des Überholenden“ zuzuschreiben. Der Unfall ereignete sich, weil von der Stuttgarter Straße kommend, Richtung Kreisverkehr fahrend, ein Fahrzeug nach links auf einen freien Parkplatz einbiegen wollte und im Abbiegevorgang von einem anderen PKW überholt wurde.“ Die Einmündungssituation oder parkende LKWs im Bereich der Zufahrt zum Wohngebiet Rötepark hätten keinen Einfluss auf das Unfallgeschehen. Auf den Zeitungsfotos sei zu erkennen, dass die Einmündung Am Rötepark rund 100 Meter vom Unfallort entfernt ist und parkende Fahrzeuge und LKWs keinerlei Einfluss auf den Unfallhergang hatten. „Es war kein Fahrzeug beteiligt, das aus der Einmündung vom Wohngebiet in die Gänsäckerstraße fuhr.“

Weshalb der Unfall im Zeitungsbericht mit der Ausfahrtsituation aus der Straße Am Rötepark in Verbindung gebracht wird, könne er nicht nachvollziehen, schreibt Hesky weiter. Im Übrigen würden Verkehrsunfälle von der Unfallkommission überprüft werden, gegebenenfalls schlage die Kommission Maßnahmen vor.

Sachlich fundiert

Die öffentliche Diskussion über die Ausfahrtsituation aus der Straße Am Rötepark werde zu keiner anderen fachlichen Beurteilung führen können. Wie der Stadtchef weiter betont, arbeiten in Waiblingen die Behörden eng zusammen, so dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet sei. Die Unfallzahlen und Unfallfolgen lägen gemessen an den Verkehrsmengen auf der Waiblinger Gemarkung in einem sehr niedrigen Bereich. „Ich bitte daher um Verständnis, dass ich dieser Expertenmeinung vertraue und auch als Oberbürgermeister mich nicht für ein Halteverbot einsetze, wenn es nach der Beurteilung der Fachbehörden nicht geboten ist“, so Hesky weiter. „Natürlich kann man es sich einfach machen und allen Wünschen nachgeben.“ Die Erfahrung zeige aber auch, dass mit jeder Regelung Vor- und Nachteile verbunden sind. „Daher ist es mir wichtig, dass Entscheidungen auf sachlich fundierter Basis getroffen werden. Diese kann ich auch guten Gewissens vertreten.“