Waiblingen

Verkehr in Korber Straße in Waiblingen: Bürger werden im Herbst 2022 beteiligt

Korber Straße
Auf der Korber Höhe steht die nächste Waiblinger Bürgerbeteiligung an. Anwohner aus dem Umfeld der Korber Straße sind mit der aktuellen Verkehrssituation unzufrieden. © ZVW/Gabriel Habermann

Mehr als 200 Anwohner hatten im September 2021 die aus ihrer Sicht unbefriedigende Verkehrssituation in der Korber Straße sowie am Kätzenbach, Meisenweg und Nachtigallenweg beklagt. Bald darauf ging bei der Stadt Waiblingen ein Antrag auf Bürgerbeteiligung ein – und das Konzept dafür liegt nun vor. Der Gemeinderat hat diesem in seiner jüngsten Sitzung geschlossen zugestimmt. Start für die Bürgerbeteiligung soll im September respektive Oktober 2022 sein, dabei soll alles online ablaufen.

Vor Beginn der Bürgerbeteiligung wird es eine Verkehrszählung geben

Insgesamt vier Wochen lang können sich die Leute beteiligen. Mitmachen dürfen nicht nur Anwohner, sondern auch andere interessierte Einwohner und Vertreter des Gemeinderats. Aus Sicht der Stadt hat sich das Online-Format in der Corona-Pandemie bewährt.

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden dem Gemeinderat vorgelegt – und der entscheidet letztlich, wie damit umgegangen wird und was in die Planungen einfließt. Die Stadt selbst rechnet mit Kosten von rund 25.000 Euro für die Umsetzung. Die für die Bürgerbeteiligung nötige Verkehrszählung soll laut Baubürgermeister Dieter Schienmann bereits im Sommer erfolgen.

Bushaltestellen wurden bereits barrierefrei

Pläne für die Umgestaltung des Bereichs Korber Straße liegen eigentlich schon länger vor. Diese betrafen den Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Winnender Straße und dem Finkenberg. Bereits 2015 wurde dieses Konzept im Waiblinger Ausschuss für Planung, Technik und Umwelt (PTU) vorgestellt – doch umgesetzt wurde es nie. Lediglich einzelne Bausteine wurden in den vergangenen Jahren angepackt. So wurden etwa die Gehwege an der Korber Straße saniert und Bushaltestellen barrierefrei gemacht. Auch die Kreuzung Korber Straße/Im Sämann wurde umgebaut – doch Teile der Anwohnerschaft des Bereichs Korber Straße sind mit der aktuellen Lage alles andere als zufrieden.

Im Herbst 2021 forderten sie eine Verkehrsberuhigung ihrer Straße, inklusive Tempo 30. Sie sprachen sich zudem dafür aus, den Gehweg zu verbreitern – um so auch einen sicheren Schulweg für die Kinder zu schaffen. Auch der Bau neuer Ampeln ist den Betroffenen wichtig. In der Neuordnung der Winnender Straße, deren Fahrbahnen optimistisch verschmälert wurden, sahen die Anwohner ebenfalls eine Benachteiligung. Die ehemalige Bundesstraße 14 wirkt nun stärker wie eine innerörtliche Straße, genau wie die Korber Straße – wobei auf beiden Straßen maximal 50 Kilometer pro Stunde erlaubt sind.

Ab Mitte Oktober 2021 Umleitungsverkehr über die Korber Straße

Während der wochenlangen Baumaßnahmen an der Winnender Straße kam es von Mitte Oktober 2021 an zu einem Umleitungsverkehr über die Korber Straße. „Dabei war es nicht zu vermeiden, dass über einen begrenzten Zeitraum auch Verkehrsmengen und damit verbundene Lärmbelastungen erhöht wurden“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung. Eine Überprüfung habe gezeigt, dass die Lage nun wieder mit der Situation vor der Neuordnung der Winnender Straße vergleichbar sei. Am 8. Dezember 2021, noch während der Baustelle, wurden von der Stadt Waiblingen in der Korber Straße in Fahrtrichtung Innenstadt innerhalb von 24 Stunden 4400 Kraftfahrzeuge gezählt – am 15. Februar 2022 waren es 1400. In Fahrtrichtung Korb waren es am 8. Dezember 2021 insgesamt 1600 Fahrzeuge, am 15. Februar 1300.

Die Stadt hält deshalb fest: „Daraus lässt sich ableiten, dass die Umleitung zu einem seltenen und nicht repräsentativen Ereignis geführt hat.“

Mehr als 200 Anwohner hatten im September 2021 die aus ihrer Sicht unbefriedigende Verkehrssituation in der Korber Straße sowie am Kätzenbach, Meisenweg und Nachtigallenweg beklagt. Bald darauf ging bei der Stadt Waiblingen ein Antrag auf Bürgerbeteiligung ein – und das Konzept dafür liegt nun vor. Der Gemeinderat hat diesem in seiner jüngsten Sitzung geschlossen zugestimmt. Start für die Bürgerbeteiligung soll im September respektive Oktober 2022 sein, dabei soll alles online

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