Waiblingen

Verkehrsminister kritisiert Waiblinger Brötchentaste und Haltung zum Nordostring

Parken
Brötchentaste in Waiblingen. © Gabriel Habermann

Viel Lob erntete der scheidende Oberbürgermeister Andreas Hesky bei seiner offiziellen Verabschiedung. Unter anderem von Landrat Richard Sigel, von seinem Esslinger Kollegen Matthias Klopfer und von Stadtrat Siegfried Bubeck. Auch vom grünen Verkehrsminister Winfried Hermann, der den designierten Alt-OB beim Festakt mit Kritik nicht verschonte. Im Visier hatte er die Waiblinger Haltung zum Nordostring und die Brötchentaste für kostenloses Parken.

Der Verkehrsminister stellte Hesky ein gemischtes Zeugnis mit guten und schlechten Noten aus. Mit der Solarpflicht in Neubaugebieten, dem Kampf für die Windkraft auf der Buocher Höhe und dem Einsatz für Klimaschutz und dezentrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energien habe Hesky viel Weitsicht bewiesen, wie die aktuelle weltpolitische Situation beweise. Zudem habe er sich mit großem Engagement für Flüchtlingsaufnahme und Integration eingesetzt.

Anders bewertet der hochrangige Gast aus Stuttgart den Einsatz des Waiblinger Kommunal- und Regionalpolitikers für den Nordostring. Dieser passe, egal in welcher Variante – vierspurig, zweispurig oder auch unterirdisch – nicht mehr in die heutige Zeit. „Sie haben viel bewegt“, sagte er in Richtung Hesky, „nur beim Nordostring sind Sie unter anderem an mir gescheitert – zuletzt im Faktencheck. Sorry, dass ich Ihnen da keine Zugeständnisse machen konnte.“ Positiv seien die vielfältigen Aktivitäten Waiblingens für nachhaltige Mobilität, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Rad- und Fußverkehr.

Die Einführung der Brötchentaste, 2006 Heskys erste Amtshandlung für 30 Minuten kostenfreies Parken in der Innenstadt, sei eine Einladung, mit dem Auto zum Bäcker zu fahren statt mit dem Rad - oder zu Fuß zu gehen. Heskys Nachfolger Sebastian Wolf empfahl der grüne Minister, sie als erste Amtshandlung wieder abzuschaffen. Eine Idee, die nicht allen gefällt, wie der Reaktion des Publikums deutlich anzuhören war. Ob die „Brötchentaste“ der Clou fürs Stadtmarketing oder ein Symbol veralteter Verkehrspolitik ist, darüber wird in der Waiblinger Kommunalpolitik immer wieder einmal gestritten.

Viel Lob erntete der scheidende Oberbürgermeister Andreas Hesky bei seiner offiziellen Verabschiedung. Unter anderem von Landrat Richard Sigel, von seinem Esslinger Kollegen Matthias Klopfer und von Stadtrat Siegfried Bubeck. Auch vom grünen Verkehrsminister Winfried Hermann, der den designierten Alt-OB beim Festakt mit Kritik nicht verschonte. Im Visier hatte er die Waiblinger Haltung zum Nordostring und die Brötchentaste für kostenloses Parken.

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Der Verkehrsminister stellte

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