Waiblingen

VfL Waiblingen: Seit wenigen Tagen wurde wieder trainiert, nun droht die Corona-Notbremse

Vfl Fußballtraining
Die VfL-Jugend im Training. © Benjamin Büttner

Die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis hat am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. März, die kritische Marke von 100 überschritten. Sobald dieser Wert den dritten Tag in Folge überschritten wird, muss die Verwaltung wieder strengere Regeln verfügen. Das betrifft dann auch den Sport. Seit dem 8. März galten Lockerungen für den Freizeit- und Amateursport – aber nur solange die Inzidenz des Landkreises unter 100 lag.

Konkret war seit 8. März wieder erlaubt, dass maximal fünf Erwachsene aus nicht mehr als zwei Haushalten zusammen trainieren, sowohl auf Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Weitläufige Anlagen durften auch von mehreren solcher individualsportlicher Gruppen genutzt werden. Bis zu 20 Kinder bis 14 Jahre dürfen im Freien gemeinsam kontaktarme Sportarten trainieren.

Beim VfL Waiblingen haben einige Abteilungen das Training in dieser Woche wieder aufgenommen. „Das betrifft vor allem Leichtathletik, Triathlon und Fußball“, sagt Jochen Griesmeier, der stellvertretende Vereinsvorsitzender und Geschäftsführer des Vereins.

Nutzungskonzept fürs Stadion

Dafür wurde ein Nutzungskonzept für die Sportanlagen entwickelt. Viele Regeln kennen die Sportler schon aus dem Sommer. Dazu gehört unter anderem, Hände und Geräte zu desinfizieren und das Gelände über einen festgelegten Eingang zu betreten und einen anderen Ausgang wieder zu verlassen. Damit mehrere Gruppen gleichzeitig draußen trainieren können, wurde das Stadion in Zonen aufgeteilt, markiert von farbigen Hütchen. Abstandhalten ist das A und O, deshalb dürfen Umkleiden und Duschen nicht genutzt werden und auch bei den Toiletten wird strikt darauf geachtet, dass die Gruppen sich nicht zu nahe kommen.

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, halte der Verein die Gruppen so klein wie möglich, maximal 15 Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren spielten gemeinsam Fußball, bei den Leichtathleten würden in der Regel Zweierpaare gemeinsam trainieren. „Wir haben eine große Verantwortung sowohl den Jugendlichen als auch unseren Trainern gegenüber“, sagt Griesmeier. Manche Eltern schickten ihre Kinder aus Sorge erst gar nicht zum Training. „Andere sind dankbar, dass die Kinder wieder Sport machen können.“ Insgesamt gebe es viel Verständnis: „Wir verzeichnen nicht mehr Austritte als sonst auch“, so der Geschäftsführer.

Eine Schieflage, die sich auch finanziell auswirke, gebe es dennoch. Denn während der Corona-Pandemie kommen keine neuen Mitglieder hinzu. Er freut sich über jeden Tag, an dem Sport gemacht werden kann, auch wenn es nun wahrscheinlich schon wieder vorbei damit ist.

SSV Hohenacker: Training gar nicht aufgenommen

Der SSV Hohenacker hatte den Trainingsbetrieb erst gar nicht wieder aufgenommen. „Das hat einerseits organisatorische Gründe“, sagt der Vorsitzende Uli Nefzer. Denn das Vereinsheim ist einen Kilometer vom Sportplatz entfernt, so dass den Turnern keine Geräte zur Verfügung gestanden hätten. Auch das bis vor wenigen Tagen kalte, nasse und windige Wetter hätte die Turner bewogen, in keiner Altersklasse mit dem Training zu beginnen.

„Die Handballer wollten eigentlich im Jugendbereich wieder ins Training einsteigen, haben sich aber wegen der steigenden Fallzahlen ebenfalls dagegen entschieden“, sagt Nefzer. Denn auch wenn diese Mannschaftssportart im Freien für Kinder und Jugendliche bis zu einer Inzidenz von 100 erlaubt gewesen sei, sei man übereingekommen, dass Handball eigentlich kein wirklich kontaktarmer Sport sei.

Er sei von den Lockerungen ohnehin reichlich überrascht gewesen, sagt Nefzer: „Mit dieser Entscheidung hätte ich wirklich nicht gerechnet.“ Über seine Entscheidung, mit dem Trainingsbeginn noch zu warten, ist er angesichts der aktuellen Entwicklung froh. „Wir hoffen, dass sich die Situation nach den Osterferien entspannt.“

Die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis hat am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. März, die kritische Marke von 100 überschritten. Sobald dieser Wert den dritten Tag in Folge überschritten wird, muss die Verwaltung wieder strengere Regeln verfügen. Das betrifft dann auch den Sport. Seit dem 8. März galten Lockerungen für den Freizeit- und Amateursport – aber nur solange die Inzidenz des Landkreises unter 100 lag.

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Konkret war seit 8. März wieder erlaubt, dass maximal fünf Erwachsene

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