Waiblingen

Viel Musik und gute Laune

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Miteinander schwätzen: Die Bittenfelder lernten sich beim Dorffest kennen. © Büttner/ZVW
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Luftballontiere für Kinder: Sie gingen weg wie heiße Semmeln. © Benjamin Büttner
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Ein Hingucker: Bodypainting mit Dr. Pinsel vom Kunstverein Bittenfeld.

Waiblingen-Bittenfeld. Es war mal wieder was los im Flecken am nördlichen Rand von Waiblingen. Das Dorffest auf dem Gelände der Bittenfelder Fruchtsäfte lockte am Wochenende Hunderte Besucher an. Beim Publikum kam das Fest gut an. „Von Bittenfeld – für Bittenfeld“: Unter diesem Motto herrschte drei Tage in und vor der Halle vergnügte Stimmung.

Für musikalische Unterhaltung sorgt beim Dorffest unter anderem „Sound of Gambia“ mit afrikanischen Trommelrhythmen, Zaitensprung bietet „pure guitar music“ und von der festerprobten „Schulamtsband Backnang“ sind alle begeistert. „Warum ich hier bin? Weil’s mir gefällt, und weil unser Chor Poco Loco singt“, sagt ein Gast unter den Klängen des Abba-Songs „Dancing Queen“. Ein Weiterer freut sich darauf, andere Bittenfelder zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Und eine Damengruppe feiert gut gelaunt den Geburtstag eines Mitglieds. Derweil toben ein Dutzend Kinder in der gelb-roten Hüpfburg.

Daneben ein Stand, der einen auffälligen Kontrast zum vergnügten Treiben bildet: Der Bittenfelder Torsten Fuchs, ein therapeutischer Klinik-Clown und Erlebnispädagoge, sammelt mit seinem Projekt Twister Twins ehrenamtlich für das Kinderhospiz in der Stuttgarter Diemershalde. „Wir versuchen, die Zeit für die Kinder im Hospiz mit Leben zu füllen und nicht mit Trauer. Das ist eine Arbeit, bei der ich weiß, dass sie wichtig ist.“ Fuchs freut sich darüber, dass er auf dem Fest von vielen auf seine Aktivitäten angesprochen wird.

Fassanstich mit OB Andreas Hesky

Anja Wenninger hat am Samstagabend allen Grund zum Strahlen: „Es ist am Freitag super angelaufen, als unser Oberbürgermeister Andreas Hesky mit einem Fassanstich das Fest eröffnete, drinnen in der Halle waren alle Sitzplätze belegt und draußen auch. Es war sehr voll“, sagt die Bittenfelder Ortsvorsteherin. 400 bis 500 Besucher schätzt sie, ähnliche Zahlen werden am Samstag und Sonntag erreicht.

„Es ist ein schöner Start in die Ferien“, freut sich Wenninger. Auf jeden Fall habe es sich gelohnt, die Initiative für das Fest anzustoßen. Als Träger sei extra der Bittenfelder Dorffestverein gegründet worden. „Das ist schön, dass fast alle Vereine mitgemacht haben.“ Wenninger betont, dass man die Auflagen fürs Fest – den Einsatz von Security-Bediensteten beispielsweise – ohne Probleme habe stemmen können.

Nicht alles lief beim ersten Mal perfekt

Doch insgesamt sei es schon ein Kraftakt gewesen, das Fest auf die Füße zu stellen. 170 Helferinnen und Helfer habe man geholt. Und man sei darauf angewiesen gewesen, dass „alle zusammen geholfen haben“. Mit Erfolg. Sie verweist unter anderem auf die Aktivitäten der Kindergärten, die sich mit einer Spielstraße beteiligten, auf den TV Bittenfeld, der mit einer großen Dartscheibe das Publikum herausforderte und auf die vielen musikalischen Darbietungen.

Ist also alles perfekt gelaufen? Nicht ganz, räumt Wenninger ein. „Da wird beim ersten Mal auch jeder Verständnis haben.“ Am ersten Abend habe es zum Beispiel lange Schlangen beim Bierausschank gegeben. Beim zweiten Mal soll es das nicht mehr geben. Ob am Schluss ein Gewinn stehen bleibt, konnte Wenninger am Samstagabend noch nicht sagen: „Schau mer mal.“ Sollte etwas übrig bleiben, werde das aber nicht ausgeschüttet, sondern entweder fürs nächste Fest verwendet oder einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung gestellt.