Waiblingen

Volksbanken-Fusion: Keine Kündigungen

Die Volksbank Stuttgart führt darüber hinaus gerade Fusionsgespräche mit der Raiffeisenbank Urbach_0
Die Volksbank Stuttgart führt darüber hinaus gerade Fusionsgespräche mit der Raiffeisenbank Urbach. © Danny Galm

Waiblingen/Stuttgart/Göppingen.
Die für 2018 anvisierte Fusion der Volksbanken Stuttgart eG und Göppingen eG wird keine betriebsbedingten Kündigungen oder Filialschließungen zur Folge haben. Das versicherten die Bankvorstände ausdrücklich und wiederholt im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitagvormittag.

"Ein klares Bekenntnis zu unseren Filialen vor Ort"

„Wir geben auch weiterhin ein klares Bekenntnis zu unseren Filialen vor Ort, unserer Kundennähe, unserem regionalen Bezug und unser beider genossenschaftlichen Prinzipien ab“, zeigten sich Vorstandsvorsitzender Hans Rudolf Zeisl und die Göppinger Volksbank-Vorstände Dr. Lukas Kuhn und Hermann Sonnenschein bei einer Pressekonferenz in Stuttgart einig.

Das Geschäftsmodell der lokalen Verwurzelung funktioniere seit über 150 Jahren und werde auch weiter funktionieren, wenn die Weichen richtig gestellt würden. Die Fusion der Volksbanken Stuttgart eG und Göppingen eG werde, vorausgesetzt der Zustimmung der Aufsichtsräte, Vertreterversammlungen und Beiräte, genauso mit ruhiger Hand vonstattengehen wie vorangegangene Fusionen, betonte Zeisl.

Fusionsgespräche mit der Raiffeisenbank Urbach

Und meinte die Verschmelzungen mit der Volksbank Rems eG (2010), mit der Korber Bank eG (2015) sowie mit der Kerner Volksbank eG und der VR Bank Weinstadt eG (2016). Die Volksbank Stuttgart führt darüber hinaus gerade Fusionsgespräche mit der Raiffeisenbank Urbach (das hatte der Urbacher Aufsichtsrat auch schon am 10. Juli verkündet).

Möglicherweise können beide Fusionen – die mit Göppingen und Urbach – mit künftiger (Rück-)Wirkung zum 1. Januar 2018 vonstattengehen, stellte Zeisl in Aussicht, sollten denn die entsprechenden Gremien ja sagen. An die, wie bei solchen Veränderungen verständlicherweise wohl besorgten Bank-Mitarbeiter gewandt, sagte Zeisl: „Es wird keine betriebsbedingten oder fusionsbedingten Kündigungen geben.“

"Kein Kunde wird einen Mangel verspüren“

Alles werde wie in der Vergangenheit auch schon „sehr verträglich ablaufen für die Arbeitnehmer.“ Wie zuvor werde auch hier im Rahmen der Gewinnung von Synergieeffekten Schritt für Schritt eine „natürliche Fluktuation“ ausgenutzt.

Dort, wo im Rahmen einer Bedarfsanalyse mangelnde Notwendigkeit identifiziert worden sei, würden Stellen von Beschäftigten, die in den Ruhestand gehen, nicht mehr besetzt oder Altersteilzeitangebote unterbreitet. „Für die Menschen vor Ort, unsere Kunden, wird sich aber merklich nichts maßgeblich ändern. Kein Kunde wird einen Mangel verspüren“, so Zeisl.

Allerdings deutete der Vorstandsvorsitzende auch an, dass in „3000-Seelen-Orten“ womöglich künftig die Öffnungszeiten eingeschränkt werden könnten. Man könne nicht überall von Montag bis Freitag von 8 bis 17.30 Uhr mit zwei Leuten vor Ort präsent sein. Das wäre betriebswirtschaftlich nicht mehr darstellbar.

Konkrete Filialorte wollte Zeisl jedoch (noch) nicht nennen. Eine diesbezügliche Bedarfsanalyse erfolge völlig unabhängig von der aktuell geplanten Fusion schon seit geraumer Zeit.