Waiblingen

Vollsperrung: So geht’s weiter mit der Ortsdurchfahrt in Hohenacker

Straße Hohenacker
Die tragende Schotterschicht ist schon fertig, kommende Woche folgt der Asphalt. © Gabriel Habermann

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hohenacker, die Anwohnern und Autofahrern im Vorfeld viel Sorgen bereitet hatte, ist in vollem Gang. Die einzigen Fahrzeuge, die sich derzeit auf dieser Straße, einer der meist befahrenen in Waiblingen, bewegen, sind Baumaschinen. Für alle anderen bleibt die Ortsdurchfahrt, auf der sonst fast 18 000 Autos und Lkw täglich verkehren, noch beidseitig gesperrt. Aber nicht mehr lange. Nur noch wenige Werktage, dann haben die Anlieger der Umgehungsstraßen das Gröbste - zumindest in Zusammenhang mit der Sanierung - hinter sich: Der erste Bauabschnitt und damit die Vollsperrung sind bald erledigt.

Verzögerung durch Corona

Bei einer eigens anberaumten Bürgerinformation für die besorgten Anwohner war noch der 23. März als Starttermin angekündigt worden. Erst eine Woche später begann der bis dato kaum für möglich gehaltene Lockdown. Damit begann die nach Worten des städtischen Tiefbauamtsleiters Michael Seeger „spannende Phase“, in der zunächst keiner richtig wusste, wie Alltag, Arbeitsleben und eben auch Baustellen weitergehen. Eine Sanierung der stark befahrenen Ortsdurchfahrt mit stark reduzierter Mannschaft und folglich längerem Zeitbedarf war aus Sicht der Stadt Waiblingen keine Option – dann lieber die Verschiebung der Maßnahme, die wegen schwerer Schäden im Untergrund der Fahrbahn eigentlich schon drängte. Kurz nach Ostern aber kam die gute Nachricht von der beauftragten Baufirma Gustav Epple GmbH aus Remseck: Eine vollständige, gesunde Baukolonne steht bereit. Baustart war am 20. April.

Hat das Coronavirus indirekt eine Verzögerung verschuldet, so sorgt es jetzt ebenso indirekt für eine Vereinfachung. Der mit drei Wochen veranschlagte erste Bauabschnitt mit Vollsperrung scheint rechtzeitig fertig zu werden. Auf mehreren Hundert Metern Länge von der Ampel an der Weidenstraße bis zur Bildäckerstraße war die Ortsdurchfahrt 60 Zentimeter tief ausgegraben worden. Die Frostschutz- und Schottertragschicht der Fahrbahn ist nun neu hergestellt, die tiefen Schäden sind beseitigt. Im Moment entsteht der Grünstreifen in der Mitte der Straße. Am Montag und Dienstag folgt der Asphalteinbau mit Asphalttrag- und Asphaltbinderschicht. „Nach derzeitigem Stand sind wir gut eine Woche schneller als gedacht“, sagt der Tiefbauamtsleiter, der die Baustelle Anfang der Woche in Augenschein genommen hat. Viel entspannter als befürchtet stelle sich demnach die Situation auf den Umleitungsstrecken Erbachstraße und Bildäckerstraße dar. Denn das Verkehrsaufkommen, da kommt Corona wieder ins Spiel, ist infolge von Lockdown und Homeoffice spürbar geringer als sonst.

Bushaltestellen werden barrierefrei

Bald also kann der zweite Bauabschnitt zwischen der Bildäckerstraße und der Theodor-Heuss-Straße beginnen. Dafür wird die Karl-Ziegler-Straße allerdings nur jeweils halbseitig für die beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Der Verkehr wird durch eine verkehrsabhängige Baustellen-Ampel geregelt. Die Umleitung entfällt.

Galten die bisherigen Arbeiten vor allem der Sanierung der Fahrbahn, so steht jetzt neben der Erneuerung der Gehwege eher der Umbau im Vordergrund: Die beiden Bushaltestellen werden barrierefrei, ausgestattet mit hohen Buskapsteinen fürs einfache Einsteigen und Bodenindikatoren zur Orientierung. An zwei Stellen wird die Fahrbahn auf Höhe der Bildäckerstraße und der Sebastian-Bach-Straße verengt, die Inseln werden neu bepflanzt und im Bereich Bildäckerstraße mit einer Querungshilfe für Fußgänger versehen. Allzu beliebt ist die bestehende Fußgängerunterführung nämlich nicht. Durch die neuen Mittelinseln soll der Durchgangsverkehr automatisch ausgebremst werden - insbesondere am Ortseingang aus Richtung Neustadt, der dann für alle Autofahrer auch wirklich als Ortseingang erkennbar werden soll.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hohenacker, die Anwohnern und Autofahrern im Vorfeld viel Sorgen bereitet hatte, ist in vollem Gang. Die einzigen Fahrzeuge, die sich derzeit auf dieser Straße, einer der meist befahrenen in Waiblingen, bewegen, sind Baumaschinen. Für alle anderen bleibt die Ortsdurchfahrt, auf der sonst fast 18 000 Autos und Lkw täglich verkehren, noch beidseitig gesperrt. Aber nicht mehr lange. Nur noch wenige Werktage, dann haben die Anlieger der Umgehungsstraßen das

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