Waiblingen

Von der Obstwiese zum digitalen Campus: Die Salier-GMS in Waiblingen wird 50

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50 Jahre Salier-GMS Festakt
Gemeinsames Singen und Tanzen: Auf dem Schulhof fanden sich Schülerinnen und Schüler zu einem Flashmob zusammen. © ZVW/ALEXANDRA PALMIZI
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50 Jahre Salier Gemeinschaftsscuhle
Zum Jubiläum entwarfen die Schüler ein Graffiti-Kunstwerk. © ZVW/Lippert

Am Freitag feierte die Salier-Gemeinschaftsschule in Waiblingen ihr 50-jähriges Bestehen. Auf diesen besonderen Anlass hatten sich die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Klassenstufen lange vorbereitet, so präsentierten die Jüngeren einen Tanz zu dem Lied „Popcorn“ der Band Hot Butter aus dem Gründungsjahr der Schule, 1972. Auch der Erste Bürgermeister Ian Schölzel war vor Ort, für ihn sei das Schönste, „nach Corona so viele Schüler wieder auf einem Platz“ sehen zu können. Die Schulleiterin Sabine Link-Rosner sowie die Konrektorin Katrin Binggeser-Brenner waren aufgrund einer Corona-Erkrankung verhindert.

Verschiedene Klassenstufen haben das Programm mitgestaltet

„50 Jahre Salier-Gemeinschaftsschule, das ist ein ganz besonderer Meilenstein“, beginnt Ian Schölzel. Von Klein bis Groß: Für das Jubiläums-Programm hatten sich die Klassen mit ihren Lehrkräften gemeinsam auf den Schulhof begeben. „Hier ist ein Ort, ein Ort zum Wachsen“, sang der Chor der Salier-Gemeinschaftsschule und die Menge stimmte ein.

Der stellvertretende Schulleiter Andreas Grom griff die heitere Stimmung in seiner Rede auf: „An dieser Schule unterstützen wir uns und halten zusammen.“ Er sei begeistert von der Gemeinschaft, die sich während der Corona-Pandemie bewährt habe. „Geht ihr gerne hier zur Schule?“, fragt er die Schüler durch das Mikrofon und erntet, zumindest von den jüngeren Kindern, lautstarke Zustimmung. Ein paar der Älteren reagieren zwar verhaltener, doch was nicht ist, das kann ja noch werden.

Schüler entwickeln kreative Ideen zum Thema „Schule der Zukunft“

Denn zuvor hatte der Erste Bürgermeister das Projekt „Schule der Zukunft“ bestaunt: Auf Plakaten und in Form von 3-D-Modellen hatten Schülerinnen und Schüler ihre Ideen und Wünsche visualisiert. „Die Schüler wünschen sich eine Luxusschule, in die sie mit einem Helikopter geflogen werden und an der nur montags und dienstags unterrichtet wird“, sagt Andreas Grom, stellvertretender Schulleiter der Salier-Gemeinschaftsschule lachend.

Auch Kaugummikauen oder Schlafsäcke für die Mittagspause werden gewünscht. „Spaß beiseite“, sagt Grom, die Schüler hätten viele kreative Ideen beigesteuert, die zur Verbesserung des Schulalltags führen können. Dazu zählt beispielsweise ein Getränke- und Snackautomat, falls die eigene Trinkflasche mal zu Hause liegen geblieben ist. Aber auch Hygieneprodukte auf den Damentoiletten oder mehr Zeit zum eigenständigen Lernen stehen auf der Wunschliste der Kinder und Jugendlichen. Ian Schölzel versichert den Schülern: Er werde einige der Plakate mit in den Gemeinderat nehmen, um dort bei den Themen saubere Toiletten und ein verbessertes Mensa-Angebot die Meinung der Schüler einzubeziehen.

Veränderungen an der Schule finden schon seit 1972 statt

In der Salier-Gemeinschaftsschule könnten also in einiger Zeit Veränderungen anstehen. „Wie der Birnbaum im Hof, so wächst auch unsere Schule immer weiter“, sagt Andreas Grom. Der Baum stehe seit Gründung der Schule auf dem Gelände, auf dem sich zu früheren Zeiten noch eine Obstwiese befunden hatte. „Früher mussten die Schüler hier über Wiesen und Felder laufen“, sagt der stellvertretende Schulleiter, der Birnbaum habe die Entwicklungen mitbekommen und demnach vor allem einen symbolischen Wert.

Mittlerweile ist die alte Obstwiese zubetoniert: Über die Jahre hinweg wurden verschiedene Gebäude für den Schulbetrieb gebaut. 1972 als eine reine Grundschule gestartet, kam nach fünf Jahren die Hauptschule hinzu. Mittlerweile sind die Grund- und weiterführende Schule zusammen eine Gemeinschaftsschule, die im Oktober 2021 ganze 622 Schüler in 31 Klassen zählte.

Die jüngste zu bewältigende Herausforderung war die Corona-Pandemie, von der sich die Schule noch zu erholen versucht. „Wir haben immer noch Ausfälle und sind eigentlich nie vollzählig“, sagt Andreas Grom, der erst kurz vor der Pandemie stellvertretender Schulleiter geworden war. Alles in allem habe er jedoch nicht das Gefühl, dass Kinder abgehängt worden seien. Er betont den guten Zusammenhalt: „Die Schüler waren diejenigen, die sich am wenigsten beschwert haben.“ Der Fern-Unterricht sei zwar schwierig gewesen, doch digitale Unterstützung habe dabei geholfen.

Die Zukunft wird digital – mit Tablets für die Schüler

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler haben konkrete Pläne, die den Alltag an der Salier-Gemeinschaftsschule betreffen. „Bereits vor Corona hatten wir mit der Digitalisierung unserer Schule begonnen“, sagt Andreas Grom. Der digitale Campus war bereits vor drei Jahren geplant worden, diese Pläne hätten dabei geholfen, die Corona-Pandemie halbwegs glimpflich zu überstehen. „Kinder, die keine Laptops hatten, konnten von uns welche bekommen.“ Das digitale Paket beinhaltet neben Beamern für die Klassenräume auch die direkte Vergabe von Tablets an die Schülerinnen und Schüler.

Die Klassenstufen fünf und sechs sind laut Grom bereits damit ausgestattet worden. Langfristig gesehen sollen aber alle Klassen und Schüler Tablets bekommen. Um das richtige Know-how bereitstellen zu können, sind Fortbildungen für die Lehrkräfte geplant.

Nach einem ereignisreichen Tag, an dem viel gesungen, getanzt aber auch an Ideen getüftelt wurde, verteilen die Lehrkräfte Seifenblasen an die Kinder, woraufhin sich der Schulhof in ein bunt schillerndes Meer verwandelt.

Am Freitag feierte die Salier-Gemeinschaftsschule in Waiblingen ihr 50-jähriges Bestehen. Auf diesen besonderen Anlass hatten sich die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Klassenstufen lange vorbereitet, so präsentierten die Jüngeren einen Tanz zu dem Lied „Popcorn“ der Band Hot Butter aus dem Gründungsjahr der Schule, 1972. Auch der Erste Bürgermeister Ian Schölzel war vor Ort, für ihn sei das Schönste, „nach Corona so viele Schüler wieder auf einem Platz“ sehen zu können. Die

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