Waiblingen

Vor dem Corona-Gipfel: Oberbürgermeister Hesky sieht Grenzen für Schnelltests

Coronatest
Corona-Test. © ZVW/Gabriel Habermann

Heute ist der Tag des Corona-Gipfels: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beraten über die Eindämmung der Pandemie und Lockerungen des Lockdowns. Zu erwarten sind Änderungen, die auch das Leben der Menschen in Waiblingen unmittelbar betreffen. So könnte es bald ein breites Angebot von Schnelltests für Schulkinder und symptomfreie Erwachsene geben. Oberbürgermeister Andreas Hesky hofft außerdem auf Lockerungen für Restaurants und Museen.

Bund und Länder stehen beim Corona-Gipfel im Spannungsfeld zwischen öffentlichem Druck auf Lockerungen sowie den Warnungen der Virologen vor einer dritten, von den neuen Virus-Varianten getragenen Infektionswelle.

Hygienekonzepte waren erfolgreich

Wünschenswert ist aus Sicht des Waiblinger Oberbürgermeisters, dass in Bereichen, die sich nicht als Infektionstreiber erwiesen hätten – namentlich Restaurants, Museen, Kultureinrichtungen und auch der Einzelhandel –, Öffnungen unter Auflagen ermöglicht würden. „Im Sommer und Frühherbst vergangenen Jahres haben die Betreiber bewiesen, dass sie mit Hygienekonzepten umgehen können.“ Dies sollte auch jetzt möglich sein.

Virus lässt sich nicht wegtesten

Was den Einsatz massenhafter Schnelltests betrifft, sieht der Rathauschef Grenzen: Die Inzidenz von Kommunen, die bereits umfangreich testen, unterscheide sich nur geringfügig von anderen. „Es bleibt leider dabei, dass man Corona nicht wegtesten kann.“ Gleichwohl seien die Tests ein wichtiges Begleitinstrument, um frühzeitig Infektionsherde einzudämmen. Nicht zuletzt an Schulen. Dort hofft er auf weitere Öffnungsschritte, etwa mit geteilten Klassen wie jetzt an den Grundschulen sowie einer Maskenpflicht für die Schülerinnen und Schüler ab Klasse fünf. Die Stadt Waiblingen hat für Ärzte und Apotheker, denen es an geeigneten Räumen fehlt, zahlreiche Teststationen geschaffen, etwa im Bürgerzentrum.

Vorrang für Gesundheit

Laut einem Beschlussentwurf für den Corona-Gipfel sollen die privaten Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Dann dürften sich bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen. Über die Osterfeiertage sind weitere Lockerungen vorgesehen, ähnlich wie an Weihnachten 2020. Von Lockerungen an weiterführenden Schulen, wie sie aus Heskys Sicht angezeigt wären, ist im Entwurf nicht die Rede.

Viele Menschen hätten „einfach genug“ von Corona und wollten wieder zurück in ein normales Leben, so die Beobachtung des Rathauschefs. „Das ist aber natürlich nicht möglich. Froh bin ich darüber, dass der Gesundheitsschutz bisher Vorrang hat, und ich hoffe, dass dies so bleibt.“ Bei zu umfangreichen Lockerungen bestehe die Gefahr eines neuen Anstiegs der Infektionszahlen, gar einer dritten Welle. Diese sollte aber unbedingt vermieden werden, weil die durch sie notwendigen Maßnahmen vermutlich auf eine sehr geringe Akzeptanz in der Bevölkerung stoßen würden. Froh ist der OB daher, dass der Gesundheitsschutz bisher Vorrang hatte – „und ich hoffe, dass dies so bleibt“.

Heute ist der Tag des Corona-Gipfels: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beraten über die Eindämmung der Pandemie und Lockerungen des Lockdowns. Zu erwarten sind Änderungen, die auch das Leben der Menschen in Waiblingen unmittelbar betreffen. So könnte es bald ein breites Angebot von Schnelltests für Schulkinder und symptomfreie Erwachsene geben. Oberbürgermeister Andreas Hesky hofft außerdem auf Lockerungen für Restaurants und Museen.

Bund und Länder stehen

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