Waiblingen

Vor dem Impftruck: Vater beleidigt Waiblinger Schulleiter und Impf-Organisator

Impftruck
Vor dem Berufschulzentrum stand am Freitag (11.06.) der Impftruck. © ALEXANDRA PALMIZI

Zur Impfaktion am Beruflichen Schulzentrum in Waiblingen tauchte am Freitagvormittag auch ein sichtlich verärgerter Vater auf, der offensichtlich nicht damit einverstanden war, dass die Schule, die seine Tochter dem Vernehmen nach besucht, Jugendlichen ein Impfangebot gemacht hatte.

Laut redete er auf anwesende Schüler ein, die Impfung werde sie „unfruchtbar machen“ und schlimme Nebenwirkungen haben. Sie sollten sich auf keinen Fall impfen lassen. Im Impftruck sei gar kein echter Arzt, sondern jemand, der „nur aufs Geld aus“ sei. Dem egal sei, ob seine Patienten „leben oder sterben“.

Schüler würden behandelt wie "Kühe im Schlachthaus"

Niemand habe die Schüler über die Risiken der Impfung aufgeklärt, behauptete der Mann. Stattdessen würden die Kinder zur Impfung gedrängt und im Zwei-Minuten-Takt abgefertigt, „wie Kühe im Schlachthaus“. Doch damit noch nicht genug: Auch für die Schulleiter „mit ihren hübschen Masken“ fand er deutliche Worte, bezeichnete sie als „Nazis“, verglich das Schulzentrum mit einem Konzentrationslager. Während er laut auf die Menschen einsprach, fuhr er mit seinem Fahrrad teils dicht an die Personen heran. Besonders die Anwesenheit des Organisators des Kreis-Impfzentrums, Gerd Holzwarth, erregte den Mann: Er bezeichnete ihn als „Verbrecher“.

Als Holzwarth auf seine Anschuldigungen nicht reagierte, nannte er ihn mehrmals ein „Arschloch“. Trotzdem hat Holzwarth darauf verzichtet, die Polizei zu rufen und den Mann wegen Beleidigung anzuzeigen. „Die einzige Möglichkeit, mit solchen Menschen umzugehen, ist, sie zu ignorieren“, so Holzwarth. „Ja, es waren Beleidigungen, aber da steh’ ich drüber.“ Der Mann meine damit ja nicht ihn, sondern nur sein Amt.

Zur Impfaktion am Beruflichen Schulzentrum in Waiblingen tauchte am Freitagvormittag auch ein sichtlich verärgerter Vater auf, der offensichtlich nicht damit einverstanden war, dass die Schule, die seine Tochter dem Vernehmen nach besucht, Jugendlichen ein Impfangebot gemacht hatte.

Laut redete er auf anwesende Schüler ein, die Impfung werde sie „unfruchtbar machen“ und schlimme Nebenwirkungen haben. Sie sollten sich auf keinen Fall impfen lassen. Im Impftruck sei gar kein echter

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