Waiblingen

Vor Sanierung am Staufer-Gymnasium Waiblingen: Kunstraum wird Kunstwerk

Kunstraum
Die Kunstprofil-Klasse 9 b/c des Staufer-Gymnasiums Waiblingen verabschiedet sich mit einer Rauminstallation unter der Leitung von Ferhat Ayne vom sanierungsbedürftigen Kunstraum. © ZVW/Alexandra Palmizi

Der alte Kunstraum des Staufer-Gymnasiums in Waiblingen wird kurz vor der Sanierung selbst zum Kunstwerk – dank einer Aktion der Kunstprofil-Klasse 9 b/c, die sich Lehrer Ferhat Ayne ausgedacht hat. „Wir sind sehr glücklich, dass wir diese einmalige Gelegenheit für ein solches Projekt nutzen konnten, bevor mit den Baumaßnahmen ab den Sommerferien auch unsere Werke zerstört werden“, betont Schulleiter Volker Losch.

Schließlich wird bis Weihnachten 2023 ein Teil des Staufer-Gymnasiums saniert. Im Sommer sollen auf dem Asphaltplatz Container errichtet werden, in denen während der Sanierung des Fachklassen-Trakts unterrichtet wird. Neben dem Kunstbereich im Erdgeschoss sind davon auch die Säle der Fächer Biologie, Physik und Chemie betroffen. Lehrer Ferhat Ayne nutzte die anstehende Sanierung für ein einmaliges Projekt – und stieß bei den Schülern der Kunstprofil-Klasse 9 b/c auf große Resonanz.

Rektor Volker Losch: Klassenprojekt hat die Gemeinschaft zusammengeschweißt

Selbst die Decke des Kunstraums ist derzeit mit den Kunstwerken der Schüler tapeziert. Dreieinhalb Wochen Arbeit stecken in dem Projekt. Nicht wenige Helfer haben auch außerhalb der eigentlichen Unterrichtszeit den Kunstraum verschönert. Sogar am vergangenen Samstag haben einige in dem Kunstraum gearbeitet. Hausmeister Andreas Gertner hat die Schüler mit Rat und Tat unterstützt, dazu haben Lehrerkollegen zugunsten des Projekts auf eigenen Unterricht verzichtet und die Schüler mit ihrem Lehrer Ferhat Ayne arbeiten lassen. „Es ist für uns ein großes Klassenprojekt geworden, das auch die Gemeinschaft noch mal nach der schwierigen Fernunterrichtsphase zusammengeschweißt hat“, findet Rektor Volker Losch.

Auch fest verbaute Schränke sowie Tische und Stühle wurden zu Kunst

Ferhat Ayne ist erst seit dem Schuljahr 2020/21 am Waiblinger Staufer-Gymnasium Lehrer. Er hat zuvor sechs, sieben Jahre als Designer für verschiedene Agenturen in der freien Wirtschaft gearbeitet. In dem Kunstprojekt sah er von Beginn an die Chance, seine Schüler nach vielen Monaten Fernlernunterricht richtig kennenlernen zu können. Seinen Schülern hat Ferhat Ayne von Anfang an viel Eigeninitiative ermöglicht. So gibt es in dem Kunstraum etwa eine Anime-Ecke, in der drei Schülerinnen Anime-Zeichnungen angebracht haben. Die Hälfte des Raums ist verkleidet, etwa mit Zeitungspapier, die andere ist bemalt. Auch die fest verbauten Schränke, der Waschbereich sowie Tische und Stühle sind in das Gesamtkunstwerk einbezogen und neu gestaltet worden.

Lehrer plant Kunst-Versteigerung

Dass all das nicht von Dauer sein wird, war den Schülern von Anfang an klar. Deshalb gibt es eine Gruppe, die alles mit Fotos dokumentiert hat. Alles im Kunstraum wird mit der Sanierung des Gebäudetrakts allerdings nicht verschwinden: So sollen unter anderem Deckenplatten, zwei große Türen und einige Schranktüren gerettet werden. „Das erste Kunstwerk ist bereits verkauft“, sagt Ferhat Ayne. Erworben hat es eine Lehrerin.

Ferhat Ayne plant zudem, die restlichen Kunstwerke am Staufer-Gymnasium zu versteigern. Wann genau das möglich sein wird, weiß er allerdings nicht – schließlich hängt das auch von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

Der alte Kunstraum des Staufer-Gymnasiums in Waiblingen wird kurz vor der Sanierung selbst zum Kunstwerk – dank einer Aktion der Kunstprofil-Klasse 9 b/c, die sich Lehrer Ferhat Ayne ausgedacht hat. „Wir sind sehr glücklich, dass wir diese einmalige Gelegenheit für ein solches Projekt nutzen konnten, bevor mit den Baumaßnahmen ab den Sommerferien auch unsere Werke zerstört werden“, betont Schulleiter Volker Losch.

Schließlich wird bis Weihnachten 2023 ein Teil des Staufer-Gymnasiums

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