Waiblingen

Wärmepumpen und Solarthermie: Was die Stadtwerke Waiblingen beim Heizen tun

Wärmepumpe
Elektrische Wärmepumpe. © Gabriel Habermann

Um die Klimaziele zu erreichen und von fossilen Energieträgern, vor allem Erdgas, wegzukommen, braucht es rasche Fortschritte beim Heizen. Hier kommt etwa die Solarthermie ins Spiel, bei der Wasser mit Sonnenkraft gewärmt wird: Die Stadtwerke Waiblingen betreiben eigene Anlagen, etwa im Wohngebiet Rötepark. „Darüber hinaus verwenden wir für die Erwärmung unserer Bäder Solar-Absorbermatten“, so Sprecher Michael Sigel. Auch Wärmepumpen sind in Betrieb.

Die Wärmewende ist aber kein Selbstläufer: „Es ist auf jeden Fall ein Wunsch der Stadtwerke, vermehrt auch auf Solarthermie zu setzen. Jedoch bedeutet dies einen hohen Flächenbedarf, der in direkter Konkurrenz zum Ausbau von Photovoltaik oder anderweitiger Flächennutzung stehen kann“, so Sigel. „Hierbei setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt und die Unterstützung durch Politik und Bevölkerung.“

Wie viele private Solarthermie-Anlagen es in der Stadt gibt, ist den Stadtwerken nicht bekannt. Das Potenzial sei aber auch hier hoch. Eine auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Anlage habe „großen Charme“.

Wärmepumpen: Abhängig von vielen Faktoren

Und dann gibt es noch die Wärmepumpen, auf die spätestens seit dem Ukraine-Krieg europaweit große Hoffnungen gesetzt werden. Zum Austausch von Gasheizungen gibt es bislang nur „gelegentlich“ Anfragen, wie die Rechtsanwaltskanzlei Schmid und Leibfritz mitteilt. Sie berät Mitglieder des Haus- und Grundbesitzervereins Waiblingen, Winnenden und Umgebung.

Das Thema dürfte jedoch noch deutlich an Fahrt aufnehmen. Reicht dann der Strom, um die Wärmepumpen zu betreiben? Wie groß der Mehrbedarf werden könnte, sei schwer abzuschätzen, so die Stadtwerke Waiblingen. Das hänge vom Energiebedarf der Gebäude ab, der wiederum „stark abhängig vom Zustand des Gebäudes (energetische Sanierung, Neubau nach aktuellem Standard)“ sei, so Michael Sigel in seiner schriftlichen Antwort. Und auch die Wärmepumpentechnik (Luft-, Erd-, Wasserwärme) spielt eine Rolle. Als Beispiel nennt Sigel ein neues Ein-/Zweifamilienhaus mit rund 200 Quadratmetern Wohnfläche, mit Luftwärmepumpe und Solarthermie: Hier könne ein Jahresstromverbrauch zwischen 6000 und 8000 Kilowattstunden angenommen werden.

Die Stadtwerke selbst betreiben bereits eigene Wärmepumpen. „Und es sind gerade Projekte in der Pipeline, bei denen weitere Wärmepumpen zum Einsatz kommen sollen“, so Sigel.

Wärmepumpen seien unter bestimmten Bedingungen eine Alternative zu anderen Heizungen: Das Heizsystem müsse richtig ausgelegt, der Wärmeverbrauch des Gebäudes „überschaubar“ und eine geeignete Wärmequelle vorhanden sein.

Um die Klimaziele zu erreichen und von fossilen Energieträgern, vor allem Erdgas, wegzukommen, braucht es rasche Fortschritte beim Heizen. Hier kommt etwa die Solarthermie ins Spiel, bei der Wasser mit Sonnenkraft gewärmt wird: Die Stadtwerke Waiblingen betreiben eigene Anlagen, etwa im Wohngebiet Rötepark. „Darüber hinaus verwenden wir für die Erwärmung unserer Bäder Solar-Absorbermatten“, so Sprecher Michael Sigel. Auch Wärmepumpen sind in Betrieb.

Die Wärmewende ist aber kein

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