Waiblingen

Waiblingen-Bittenfeld: Neue Plätze für Kinder in der Kita Berg-Bürg

Kita Berg-Bürg
Der Kindergarten Berg-Bürg mit Erweiterungsfläche. © Gabriel Habermann

Schon länger ist klar: Die Kinderzahlen in Bittenfeld steigen weiter an. Nach Prognosen werden in den Jahren 2027 bis 2030 in der Ortschaft wohl 161 Kinder im Kindergartenalter über drei Jahren wohnen. Es entsteht also weiterer Bedarf an Kita-Plätzen. Die seit den Jahren 1999/2000 bestehende Kita Berg-Bürg soll daher erweitert werden. Gebaut wird für eine weitere Gruppe mit Kindern über drei Jahren und eine Gruppe mit Kindern unter drei Jahren. Bisher handelt es sich um einen zweigruppigen Kindergarten ohne verlängerte Öffnungszeiten oder Ganztagsangebot.

Noch unmittelbar vor der Winterpause hat der Gemeinderat Waiblingen den Baubeschluss gefasst. Für 2023 stehen Baugenehmigung, Werkplanung, Ausschreibung und der Baubeginn an. Nach einer geschätzten Bauzeit von anderthalb Jahren könnte der Anbau Mitte 2025 fertig sein. Die Kostenberechnung des Architekten Steeb aus Bittenfeld beläuft sich auf 5,34 Millionen Euro. Ein Betrag, der im Gemeinderat aufhorchen ließ. „Der Waiblinger Standard bei den Kitas ist relativ hoch“, sagte Hermann Schöllkopf (CDU), „da nehmen wir aber einen kräftigen Schluck aus der Pulle.“

Hermann Schöllkopf: „Ein kräftiger Schluck aus der Pulle“

Was angesichts des Investitionsumfangs für Irritationen sorgte, war der Umstand, dass der Baubeschluss mit der fertigen Planung im Gemeinderat zur Beschlussfassung anstand, ohne dass vorher im Ausschuss für Planung, Technik und Bauen darüber beraten wurde. Dies entspreche allerdings der einmal vereinbarten Vorgehensweise der vergangenen Jahre, ließ die Stadtverwaltung wissen. Vorberaten wurde die Planung nämlich im Ortschaftsrat Bittenfeld. Der Gemeinderat selbst hatte Anfang 2021 beschlossen, den Anbau zu planen. Damals naturgemäß noch ohne Kosten.

Geplant ist ein Anbau an den Bestand. Der Eingang zum Kindergarten wird dabei in die Nähe des Fußweges zur Schwabenstraße versetzt. Zwischen Eingang, Fußweg und Trafostation im Norden entsteht nach den Überlegungen des Architekten und des Hochbauamts ein Vorplatz als Wartebereich für die Eltern. Der angrenzende Fußweg eigne sich „bestens“ für den Bring- und Abholverkehr der Kinder.

Anbau mit zwei Obergeschossen

Was kommt rein in den Anbau? Im Erdgeschoss wird sich neben dem Eingang die Küche befinden. Außerdem ein Mehrzweckraum, ein Bewegungsraum und der Gruppenraum der Kindergarten-Kinder über drei Jahren. Die Kleinkinder bekommen ihren Grupppengraum im Obergeschoss, außerdem gibt’s dort einen Mehrzweckraum mit 60 Quadratmetern und Räume für die Mitarbeiterinnen. Technik und Lager kommen im Untergeschoss unter. Die außenliegende Fluchttreppe dient gleichzeitig auch als Zugang zum Garten.

Zumindest der Anbau soll im Betrieb klimaneutral sein – dafür sorgt eine Photovoltaik-Anlage auf dem Anbau und auf dem Bestandsgebäude. Bereits jetzt wurde der Kindergarten zudem an die im Neubaugebiet vorhandene Fernwärmeleitung angeschlossen.

Neubau und Anbau während des Betriebs

Zwar wird der Eingang letzten Endes verlegt werden, doch während der Bauzeit bleibt der jetzige Kindergarteneingang in Benutzung. Auch im Bestandsgebäude stehen diverse Umbaumaßnahmen an, die nicht nur während der Schließzeiten zu bewältigen sind. Daher lautet der Plan, die bestehenden Gruppen in den fertigen Neubau umzusiedeln, dann die Umbauarbeiten abzuschließen und erst im Anschluss den gesamten Kindergarten in Betrieb zu nehmen.

Auch die Neugestaltung des Gartens wird während der Umbauarbeiten im Bestand durchgezogen. Für rund zwei bis vier Monate entfällt der Außenbereich – als Alternative soll der nahe Spielplatz im Feldblick dienen. „Mit Einschränkungen durch Baulärm ist zu rechnen“, so die Stadt.

Schon länger ist klar: Die Kinderzahlen in Bittenfeld steigen weiter an. Nach Prognosen werden in den Jahren 2027 bis 2030 in der Ortschaft wohl 161 Kinder im Kindergartenalter über drei Jahren wohnen. Es entsteht also weiterer Bedarf an Kita-Plätzen. Die seit den Jahren 1999/2000 bestehende Kita Berg-Bürg soll daher erweitert werden. Gebaut wird für eine weitere Gruppe mit Kindern über drei Jahren und eine Gruppe mit Kindern unter drei Jahren. Bisher handelt es sich um einen zweigruppigen

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