Waiblingen

Waiblingen: FBS bietet weitere Treffs für Ukrainer - parallel zu Sprachkurs

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Olga Aleyt aus Hegnach (links) stammt selbst aus der Ukraine und leitet nun den neu gegründeten ukrainischen Spieltreff der Familien-Bildungsstätte Waiblingen. © ZVW/Bernd Klopfer

Rund 25 Ukrainer sind am Montagvormittag zum ersten ukrainischen Spieltreff der Familien-Bildungsstätte Waiblingen (FBS) gekommen. Darunter waren acht kleine Kinder und auch Jugendliche. Es gab Kaffee, Wasser sowie Brezeln – und viele Informationen, die für die Flüchtlinge wichtig sind, die wegen Putins Angriffskrieg ihre Heimat verlassen mussten.

Übersetzt hat vor Ort die gebürtige Ukrainerin Olga Aleyt, die mit ihrer Familie in Hegnach wohnt. Sie leitet den Treff ehrenamtlich – und hat bereits im Vorfeld über soziale Medien versucht, das Angebot bei den geflüchteten Ukrainern in der Region bekannt zu machen. „Ich habe viel Werbung gemacht bei Facebook-Gruppen.“

An diesem Montagvormittag gibt es gleich nach der Eingangstür im Familienzentrum Karo eine kleine Spielecke mit einer Mini-Rutsche, Malsachen und Spielkarten. Madlen Wienert, die Leiterin und Geschäftsführerin der FBS, ist ebenso da wie Ute Ortolf, die Leiterin der Kommunalen Integrationsförderung der Stadt Waiblingen. Ute Ortolf hat Broschüren mitgebracht, die extra auf Ukrainisch übersetzt wurden. „Tipps und Tricks fürs Erste zum Zurechtfinden“, erklärt sie.

Sprechstunde für Schwangere und Eltern mit Kindern unter einem Jahr

In der Broschüre wird zum Beispiel darüber informiert, wo man soziale Leistungen beantragen kann und oder wo es Kinderärzte gibt. Ganz neu wurde nun für die Flüchtlinge eine Sprechstunde für Schwangere und Eltern mit Kindern unter einem Jahr ins Leben gerufen, die von diesem Mittwoch an wöchentlich immer von 17 Uhr an angeboten wird. Es gibt sie im Anschluss an das sogenannte Caféchen im Karo, einem offenen Treff für alle Schwangeren, jungen Mütter und Väter sowie Großeltern innerhalb des Familienzentrums.

Ab 4. April gibt es auch am Montagnachmittag und Donnerstagnachmittag einen Treff für Ukrainer

Die Waiblinger Familien-Bildungsstätte weitet ihre Hilfe für die Geflüchteten aus der Ukraine zudem noch aus. Leiterin Madlen Wienert berichtet, dass es bereits vom Montag, 4. April, an auch am Montagnachmittag und am Donnerstagnachmittag ein Betreuungsangebot für Kinder aus der Ukraine geben wird – und zwar von 14 bis 16 Uhr. In dieser Zeit findet parallel jeweils ein Sprachkurs für Geflüchtete statt. Dafür und für den Spieltreff am Montagvormittag werden weiterhin ehrenamtliche Helfer gebraucht.

Geplant ist, dass immer eine pädagogische Fachkraft der FBS zusammen mit mindestens einem Ehrenamtlichen vor Ort ist. Wer Interesse hat, wendet sich an die Familienbildungsstätte unter info@fbs-waiblingen.de. Gebraucht werden insbesondere Menschen, die Ukrainisch oder zumindest Russisch sprechen – denn viele Ukrainer beherrschen auch die russische Sprache. „In der Ukraine spricht man beide Sprachen“, sagt Olga Aleyt.

Studienfreundin aus Kiew übernachten lassen

Die Hegnacherin, die den Spieltreff am Montag von 10.30 Uhr bis 12 Uhr ehrenamtlich leitet, hat selbst schon einigen Freundinnen aus der Ukraine geholfen. So wohnte für kurze Zeit eine Studienfreundin aus Kiew bei ihr, gemeinsam mit deren fünfjährigem Sohn. Aufgrund des Berichts unserer Redaktion fand Olga Aleyt für ihre Freundin in Hegnach schnell eine Wohnung. Beim ersten Spieltreff wechselt sie oft zwischen Ukrainisch und Deutsch, übersetzt die kurzen Reden von Madlen Wienert und Ute Ortolf. Die Hegnacherin sieht im Treff die große Chance, dass die Menschen aus der Ukraine sich auch untereinander vernetzen können. „Es ist ein großer Austausch.“

Rund 25 Ukrainer sind am Montagvormittag zum ersten ukrainischen Spieltreff der Familien-Bildungsstätte Waiblingen (FBS) gekommen. Darunter waren acht kleine Kinder und auch Jugendliche. Es gab Kaffee, Wasser sowie Brezeln – und viele Informationen, die für die Flüchtlinge wichtig sind, die wegen Putins Angriffskrieg ihre Heimat verlassen mussten.

Übersetzt hat vor Ort die gebürtige Ukrainerin Olga Aleyt, die mit ihrer Familie in Hegnach wohnt. Sie leitet den Treff ehrenamtlich – und

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