Waiblingen

Waiblingen: Fußballer in Beinstein benachteiligt - jetzt soll Kunstrasen kommen

Platz TB Beinstein
Nur fürs Foto kickten diese Jungs kurz auf dem Rasenplatz. © Gabriel Habermann

Mit Zuversicht blicken die Beinsteiner Sportler ins neue Jahr 2023. Veränderungen von fast schon epochalen Ausmaßen stehen bevor, denn die Planungen für die Umwandlung des bestehenden Rasenplatzes in einen Kunstrasen sollen beginnen. Bisher sind die Kicker des TB Beinstein benachteiligt: Gesamt-Waiblinger Standard laut Sportleitplanung ist, dass in jeder Ortschaft, in der es einen Fußballverein oder eine Fußballabteilung gibt, je ein Sportplatz und ein Kunstrasenplatz zur Verfügung stehen. Was für Hegnach, Hohenacker und Neustadt schon galt, stand für Beinstein weiter aus. Bis jetzt.

„Der Rasenplatz ist in einem katastrophalen Zustand“, sagte der Beinsteiner Matthias Kuhnle (FW/DFB) im Gemeinderat. Das „Exil“ am Oberen Ring, wohin die Beinsteiner in der nasskalten Jahreszeit ausweichen, sei hingegen „total überlaufen“. Ortsvorsteher Thilo Schramm drückte seine Freude aus, dass die Kicker des Turnerbunds endlich einen Platz bekommen, der „ganzjährig bespielbar“ ist. So mancher, der heute in der AH spielt, hatte schon als Jugendlicher davon geträumt. Unter dem Aspekt der Flächenversiegelung sei die ALi-Fraktion zwar „nicht so glücklich“, räumte Alfonso Fazio ein – verwies im konkreten Fall aber auf den „Mehrwert für den Sport“.

TB Beinstein hat alle Bemühungen unterstützt

Für seinen Antrag, im städtischen Haushalt eine Planungsrate einzustellen, erntete der Ortschaftsrat Beinstein im Gemeinderat breite Zustimmung. 250.000 Euro sind veranschlagt, die Umwandlung des Platzes und die erforderliche Lärmschutzwand an der Straße „Am Sportplatz“ zu planen. Der Turnerbund, so der Ortschaftsrat, habe in der Vergangenheit alle Bemühungen der Stadt, die Ungleichbehandlung zu beenden, unterstützt und auch eine Verschiebung der Maßnahme infolge der Finanzkrise akzeptiert. Dann wurde der 2013 aufgestellte Bebauungsplan „An den Remstalquellen“, mit welchem die Wohnbebauung und eine Sportplatzerrichtung auf dem ehemaligen Minag-Gelände ermöglicht werden sollten, vom Verwaltungsgericht Mannheim im Jahr 2016 aufgehoben.

Keine Trainer mehr zu finden

Die Auswirkungen für die Fußballabteilung seien inzwischen „dramatisch“. Die Abteilung könne keine ehrenamtlichen Trainer mehr für die Jugend gewinnen. „Die Bewerbungsgespräche enden an der Stelle, an der die Bewerber erfahren, dass der Trainings- und Spielbetrieb ab der Altersklasse der C-Junioren im Zeitraum von November bis März einer jeden Saison auf die Kunstrasenplätze am Oberen Ring wegen der Unbespielbarkeit des Beinsteiner Rasenplatzes verlagert werden muss.“

Nachteile für die Tennisabteilung

Zudem sei die Tennisabteilung des TB Beinstein durch die ungelöste Sportplatzsituation in ihrer Entwicklung gehemmt. Ein Ausbau der Tennisanlage war in den letzten zehn Jahren unter immissionsschutzrechtlichen Aspekten nicht möglich, so der Ortschaftsrat weiter. „Alle Bemühungen der Abteilung wurden mit dem Verweis auf das schwebende Bebauungsplanverfahren blockiert.“ Durchgefallen ist ein Haushaltsantrag des Bezirksimkervereins Waiblingen und Umgebung, auf der Brachfläche südlich des Neubaugebiets Remstalquellen zwischen Quellenstraße und „In den Auen“ eine klima- und insektenfreundliche Parkfläche anzulegen. Das hat wiederum mit der Sportstättenentwicklung zu tun: Damit der besagte Standard von je einem Sportplatz und einem Kunstrasenplatz erfüllt wird, plant die Stadt an dieser Stelle den neuen (Natur-) Rasenplatz. „Die Sportleitplanung“, sagt Baubürgermeister Dieter Schienmann, „ist überall umgesetzt – nur in Beinstein noch nicht.“

Mit Zuversicht blicken die Beinsteiner Sportler ins neue Jahr 2023. Veränderungen von fast schon epochalen Ausmaßen stehen bevor, denn die Planungen für die Umwandlung des bestehenden Rasenplatzes in einen Kunstrasen sollen beginnen. Bisher sind die Kicker des TB Beinstein benachteiligt: Gesamt-Waiblinger Standard laut Sportleitplanung ist, dass in jeder Ortschaft, in der es einen Fußballverein oder eine Fußballabteilung gibt, je ein Sportplatz und ein Kunstrasenplatz zur Verfügung stehen.

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