Waiblingen

Waiblingen hat jetzt eine Soccer-Halle

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Geschäftsführer der VfL-Fußballer, Trainer und seit neuestem stolzer Betreiber eine Fußball-Halle: Dilsat Güngör (44), hier beim Üben mit seiner F-Jugend in der „Soccer-Halle“, die Mitte September in der Düsseldorfer Straße eröffnet hat. © Schneider / ZVW

Waiblingen. Im Winter, wenn’s selbst Fußballern draußen zu kalt ist, platzen die Waiblinger Hallen aus allen Nähten. Besonders eng wurde es zuletzt, weil die Rundsporthalle nicht zur Verfügung steht. Der VfL-Nachwuchs hat seit Neuestem eine echte Alternative. In der Düsseldorfer Straße 18 hat der Trainer und Geschäftsführer der Fußballer, Dilsat Güngör, eine „Soccer-Halle“ eröffnet. Die drei Kleinfelder können auch von Hobby-Fußballern gemietet werden.

Wo früher ein Großhandel Klamotten lagerte, jagen heute Fußballer dem runden Leder hinterher. Seit Mitte Dezember hat Waiblingen eine „Soccerhalle“. Die Kleinfelder mit Kunstrasen sind vor allem bei Hobby-Kickern sehr beliebt. Anlaufstation Nummer eins in der Umgebung ist bisher der „Soccer-Olymp“ in Fellbach gewesen. Nun gibt es ein ähnliches Angebot auch in Waiblingen. Der Geschäftsführer der VfL-Fußballabteilung Dilsat Güngör, genannt Dil, hat sich auf insgesamt zweieinhalb Hektar Fläche eingemietet, die Halle selbst misst rund 1600 Quadratmeter. Schon 2009 hatte der 44-jährige Waiblinger eine eigene Firma gegründet, um sich den Traum von der eigenen Fußball-Halle zu erfüllen, mit Gastro-Bereich, Umkleiden und Duschen. Nun hat er die Gelegenheit genutzt – und im selben Zug das Hallenproblem seiner Nachwuchsfußballer gelöst.

Mit Herz, Beinen und Köpfchen – perfekte Bedingungen für die Jugend

An diesem Nachmittag trainieren Güngör und sein Co-Trainer die F-Jugend des Vereins, Kinder des Jahrgangs 2010. „Das brauchsch“, sagt der 44-Jährige und fasst sich ans Herz; „das brauchsch“ – er klatscht sich auf die Schenkel; „und vor allem brauchsch das“, ruft er und tippt sich an den Kopf. Seit er 23 Jahre alt ist, bildet der gelernte Kaufmann junge Kicker aus.

Nach der Einheit sitzt er im Gastraum seiner Soccerhalle und sagt: „Wir haben in Waiblingen einen großen Bedarf an Hallenkapazitäten, da sind wir nicht ausreichend bestückt. Und für den Jugendbereich sind das hier Top-Bedingungen.“ Der Kunstrasen mit Sand und Granulat sei von der FIFA zertifiziert, sagt der Waiblinger. Die gesamte VfL-Jugend trainiert seit diesem Winter hier, aber auch Hegnacher und Weinstädter Jugendmannschaften haben sich schon eingemietet. Seine Halle, findet Güngör, ist eine Bereicherung für die Region.

Jeder kann die Halle mieten

Und natürlich möchte der Fußball-Freak im Gewerbegebiet Geld verdienen. Die drei Felder – zwei messen elf auf 22 Meter, eins ist zehn auf 20 Meter groß – kann jeder mieten, der Lust hat: Betriebssportler, Hobbykicker, Vereinsmannschaften. Gespielt wird am besten vier gegen vier oder fünf gegen fünf. 45 Minuten kosten zwischen 35 und 48 Euro. Reserviert wird online auf www.soccerhalle-waiblingen.de.

Noch ist Luft nach oben, was die Besucherzahlen angeht. So richtig herumgesprochen hat sich das Angebot noch nicht. Auch liegt der Eingang zur Halle im Gewerbegebiet etwas versteckt. Doch Güngör glaubt fest an den Erfolg seines Unternehmens – die Konkurrenz in Fellbach ist schließlich immer gut besucht: „Der Bedarf ist definitiv da.“ Punkten will der vierfache Familienvater zusätzlich mit dem Gastro-Bereich. Hier können die Sportler nach dem Bolzen etwas trinken und Fußballspiele im TV verfolgen. Dazu gibt’s einfache Küche, Burger und Co – die Familie Güngör hilft mit.


Besiktas-Fanclub

In einem Nebenraum der Soccer-Halle entsteht ein Raum für den Stuttgarter Fanclub von Besiktas Istanbul, Dilsat Güngörs Lieblingsverein. Bald wollen die Freunde hier Spiele auf Leinwand anschauen. Nur nebenan, beim gemeinsamen Kicken, gibt’s für die Besiktas-Fans ein Problem: „Alle tragen das gleiche Trikot“, sagt Dilsat Güngör und lacht.