Waiblingen

Waiblingen: Restaurant Vorratskammer und Brasserie Sonne wollen Ende von 2G

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Lorenzo Parrotta betreibt die Brasserie Sonne in der Kurzen Straße 36. © ZVW/Benjamin Büttner

Nachdem Omikron für mildere Infektionen sorgt und im Einzelhandel gerade 3G weggefallen ist, fordern auch die Gastronomen im Land Lockerungen. Lorenzo Parrotta von der Brasserie Sonne in Waiblingen hat zwar seit dem Ende der Sperrstunde und von 2G plus wieder etwas mehr Gäste – doch an die Umsätze der Zeiten vor Corona kommt er längst nicht heran. „Die Lage könnte lockerer werden“, findet der Inhaber der Bar in der Kurzen Straße 36.

Bar-Betreiber Lorenzo Parrotta: „Viele Leute haben auch Angst“

Er hat wirtschaftlich in den vergangenen Wochen harte Einbußen verkraften müssen: Wegen der Sperrstunde blieb das Lokal fast den gesamten Januar lang unter der Woche geschlossen – weil sich der Betrieb mit Sperrstunde um 22.30 Uhr für Lorenzo Parrotta nach eigenen Angaben nicht gerechnet hätte. „Das war untragbar“, ärgert sich der Bar-Betreiber. Ein Wegfall von 2G würde für ihn bedeuten, dass zumindest auch Ungeimpfte mit Schnelltest wieder zu ihm könnten. Auf der anderen Seite weiß Lorenzo Parrotta auch, dass es nicht wenige Menschen gibt, die wegen Corona Besuche in der Gastronomie noch meiden. „Viele Leute haben auch Angst.“

Oft liegt dies nach Erfahrung von Lorenzo Parrotta an der Sorge, jemanden in der Familie anzustecken, der aufgrund einer Krankheit ein höheres Risiko hat, an Corona schwer zu erkranken. Das kann der Waiblinger Gastronom durchaus verstehen. „Ich möchte auch nicht in ihrer Haut stecken.“

Zahl der Sitzplätze in der Brasserie Sonne wurden wegen Corona reduziert

Auf der anderen Seite tut Lorenzo Parrotta nach eigenen Angaben sein Möglichstes, um das Risiko in der Brasserie Sonne gering zu halten. Eigentlich, sagt er, würden 60 Leute reinpassen – aber die Zahl der Sitzplätze sei bewusst auf 48 reduziert worden. Wehmütig erinnert er sich an die Zeit, als bei ihm spontan Sportmannschaften feierten – wie zum Beispiel Handballer. Jetzt kommt zwar auch mal eine größere Gruppe, aber die reserviert natürlich vorher, oft mit längerer Vorlaufzeit. „Es ist nicht mehr so wie früher, wo wir Party gemacht haben.“

Julia Krehl von der Vorratskammer: „Wir fänden 3G sehr gut“

Julia Krehl, die mit ihrem Mann Robert Kudin in Waiblingen das Restaurant „Die Vorratskammer“ betreibt, würde ein Ende von 2G für die Gastronomie ebenfalls begrüßen. „Ich habe grundsätzlich nie was gegen 3G gehabt“, sagt sie und verweist darauf, dass schon das Ende von 2G plus und der Sperrstunde positive Effekte gehabt hat. „Das letzte Wochenende war seit langem das erste normale Wochenende“, sagt Julia Krehl mit Blick auf die Zahl der Gäste in der Vorratskammer. Sie glaubt, dass sich mit einer Abkehr von 2G dieser positive Trend fortsetzen würde. „Wir fänden 3G sehr gut.“

3G bis zum Sommer würde Julia Krehl für die Gastronomie gut finden

Bei 2G kommt hinzu, dass diese Regel aus ihrer Sicht jene Leute benachteiligt, die aus welchen Gründen auch immer nicht geimpft sind und nur mit einem Test die Chance hätten, im Restaurant zu essen. 3G für die Gastronomie würde Julia Krehl daher für die Wochen bis zum Sommer auf jeden Fall als „völlig in Ordnung“ ansehen.

Dass alle Zugangsvoraussetzungen fallen, würde die Waiblinger Gastronomin aktuell aber nicht gut finden. 3G muss aus ihrer Sicht schon gelten, da sie sonst Sorge hätte, dass das Ansteckungsrisiko für ihre Mitarbeiter steigt – und sie dann doch einen oder mehrere Corona-Fälle im Restaurant hätten. Dann müsste der Betrieb ja erst mal für eine Weile geschlossen werden – „und das ist das Letzte, was ich gerade brauche“.

Nachdem Omikron für mildere Infektionen sorgt und im Einzelhandel gerade 3G weggefallen ist, fordern auch die Gastronomen im Land Lockerungen. Lorenzo Parrotta von der Brasserie Sonne in Waiblingen hat zwar seit dem Ende der Sperrstunde und von 2G plus wieder etwas mehr Gäste – doch an die Umsätze der Zeiten vor Corona kommt er längst nicht heran. „Die Lage könnte lockerer werden“, findet der Inhaber der Bar in der Kurzen Straße 36.

Bar-Betreiber Lorenzo Parrotta: „Viele Leute haben

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