Waiblingen

Waiblingen: Wie gefährlich ist ein Randstein in der Winnender Straße?

Fahrbahnverengung
Die Anzahl der schwarzen Streifen lassen auf die Anzahl der Reifen schließen, die mit dem Bordstein am rechten Fahrbahnrand in der Winnender Straße auf Höhe der Alfred-Leikam-Straße (unfreiwillig) Bekanntschaft gemacht haben. © Benjamin Büttner

In der Winnender Straße auf Höhe des Neubaugebiets auf dem ehemaligen Krankenhausareal gibt es einen Bordstein am Straßenrand, der noch nicht lange Zeit dort weilt, aber schon Geschichten erzählen kann – wenn er denn reden könnte. Das zumindest lassen die vielen schwarzen Streifen vermuten, die den hellen Stein zieren. An manchen Stellen sind sogar Ecken herausgebrochen.

„Ich muss nun einfach mal mein Unverständnis über diesen Randstein äußern“, schreibt ein Leser an die Lokalredaktion Waiblingen, der sich gleichzeitig fragt: „Wie viele Reifen beziehungsweise Felgen sind hier schon einen plötzlichen Tod gestorben?“ Rechnet man als Autofahrer nicht mit dieser Schikane und fährt mit Tempo 50 gegen den Bordstein, bestünde laut Meinung des Lesers Gefahr, dass ein Reifen innere Schäden davontrage und der Reifen auf der Autobahn bei hoher Geschwindigkeit platzen könne.

Die Stadtverwaltung Waiblingen sieht bislang keinen Handlungsbedarf, erklärt diese auf Nachfrage. Die Straßenführung sei im Zuge der Wohnbebauung rund um die neue Alfred-Leikam-Straße verändert worden, wobei man diese an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst habe, gibt die Stadtverwaltung zur Antwort.

Weiße Linie soll besser auf den Bordstein aufmerksam machen

Gleichzeitig habe man einen Radweg für Fahrradfahrer entlang der Winnender Straße umsetzen können, heißt es. Der angesprochene Bordstein diene folglich dem Radfahrer und helfe ihm dabei, sich besser vom getrennt geführten Radstreifen auf den Schutzstreifen auf der Fahrbahn einfädeln zu können.

Der hohe Randstein soll also Radfahrer beim Übergang auf die Fahrbahn schützen, doch ist eine Fahrbahnverengung an dieser Stelle wirklich notwendig?

Auf die Frage antwortet die Stadtverwaltung damit, dass das Verschwenken dem Regelwerk für Innerortsstraßen mit einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern entspreche. Gleichzeitig gibt die Stadtverwaltung aber auch zu, dass ein Regelwerk nicht immer den Wahrnehmungen der Verkehrsteilnehmer entsprechen müsse. Die Reifenspuren an den Bordsteinen würden dies auch bestätigen.

Um Autofahrer besser auf die geänderte Straßenführung aufmerksam und diese besser für sie kenntlich zu machen, wurde eine Markierung in Form einer weißen Linie vor dem Bordstein angebracht.

Keine weiteren Maßnahmen angedacht

Weitere Maßnahmen seien aktuell nicht angedacht, teilt die Stadtverwaltung mit. Bislang habe sich nur ein Bürger bei der Stadtverwaltung über die Situation in der Winnender Straße öffentlich geärgert und bei der Stadtverwaltung seinen Unmut über die Stelle kundgetan. Weitere Beschwerden habe es bislang nicht gegeben.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass sich Verkehrsteilnehmer erst an die geänderte Verkehrsführung gewöhnen müssten und dies auch der Grund sei, warum Autofahrer Bekanntschaft mit dem Bordstein gemacht hätten.

Tagtäglich fahren rund 15 000 Fahrzeuge die Winnender Straße entlang, wobei es zu einer Beschwerde gekommen sei. Die Verkehrsführung entspreche dem Charakter der Innerortsstraße, auf der eine Geschwindigkeit von Tempo 50 gelte. „Bei ordnungsgemäßer Benutzung der Straße entstehen keine Gefahrensituationen. Ein Nachbessern ist daher nicht erforderlich!“, betont die Stadtverwaltung.

In der Winnender Straße auf Höhe des Neubaugebiets auf dem ehemaligen Krankenhausareal gibt es einen Bordstein am Straßenrand, der noch nicht lange Zeit dort weilt, aber schon Geschichten erzählen kann – wenn er denn reden könnte. Das zumindest lassen die vielen schwarzen Streifen vermuten, die den hellen Stein zieren. An manchen Stellen sind sogar Ecken herausgebrochen.

„Ich muss nun einfach mal mein Unverständnis über diesen Randstein äußern“, schreibt ein Leser an die

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