Waiblingen

Waiblinger ärgert sich wegen abgesagtem Laternenlauf: Hesky verteidigt Entscheidung

laternenumzug
Der Waiblinger Laternenumzug im Jahr 2019 ging durch die Talaue (Archivfoto). © ALEXANDRA PALMIZI

Ein Vater ärgert sich darüber, dass Waiblingen nicht wie sonst im Herbst einen großen Laternenumzug organisiert. Die Stadt hat wegen der Pandemie darauf verzichtet. In einer E-Mail an den Oberbürgermeister, die auch die Redaktion erhalten hat, schlägt der Vater einen Umzug im Dezember vor. Schließlich hätten „Waiblingen leuchtet“ und der Martinimarkt unter Auflagen auch stattfinden dürfen. „Wo sind und bleiben also die Veranstaltungen für unsere Kinder, die schon seit Beginn der Pandemie immer zurückstecken müssen?“, fragt der Mann.

„Geht es bei den zwei durchgeführten Veranstaltungen eher darum, Menschen in die verwaisten Innenstädte zu locken und Umsatz zu generieren? Oder hat irgendjemand in der Stadt noch ein Herz für Kinder?“

In seiner Antwort an den Vater bedauert Oberbürgermeister Andreas Hesky die Absage des Laternenfests. Es sei eine „traditionsreiche Veranstaltung für Kinder und Familien, die auch mir am Herzen liegt“. Allerdings sei das Laternenfest nicht mit dem Martinimarkt zu vergleichen. „Beim Laternenfest bewegen sich 3000 bis 4000 Kinder und Familien dicht gedrängt durch die Altstadt und halten sich anschließend ebenso dicht gedrängt vor dem Bürgerzentrum auf, um das Feuerwerk zu sehen“, so Hesky. „Das Einhalten eines Abstands oder eine Maskenpflicht könnte weder gewährleistet noch kontrolliert werden.“ Deshalb hat sich die Stadt gegen die Veranstaltung entschieden.

Auch andere Gemeinden sagen Laternenumzüge ab

 „Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens und der leider absehbaren Entwicklung wäre die Durchführung des Laternenfests unverantwortlich, vor allem auch, da die meisten Kinder wegen der fehlenden Impfung zur vulnerablen Gruppe gehören“, argumentiert der OB. „Die Stadt Waiblingen ist mit dieser Bewertung nicht alleine.

Auch andere Kommunen haben Laternenumzüge angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt.“ Unter anderem sind Umzüge in Korb und Remshalden abgesagt worden, in Weinstadt protestierten Eltern gegen die Absage des Beutelsbacher Laternenlaufs.

Hesky: Trotz Pandemie "umfangreiches Angebot"

Die Kritik, dass für Kinder nicht genug getan werde, weist Hesky für Waiblingen zurück. „Trotz Pandemie hat die Stadt Waiblingen ein umfangreiches Angebot für Kinder gemacht“, so der Rathauschef in seiner Antwort an den Vater. „Dazu gehören auch unkomplizierte Betreuungsangebote. Allerdings wurde immer abgewogen, was im Hinblick auf das Infektionsgeschehen vertretbar ist.“

Hesky verweist auf Kinder- und Jugendtheaterstücke im Bürgerzentrum.

Er appelliert erneut, dass möglichst viele Menschen sich gegen Covid-19 impfen lassen sollten: „Es würde mich freuen, wenn wir gemeinsam alles unternehmen, um die Corona-Pandemie überwinden zu können, dazu gehören vor allem Impfungen, damit alle, Jung und Alt, bald wieder ohne Beschränkungen zusammenkommen können."

Ein Vater ärgert sich darüber, dass Waiblingen nicht wie sonst im Herbst einen großen Laternenumzug organisiert. Die Stadt hat wegen der Pandemie darauf verzichtet. In einer E-Mail an den Oberbürgermeister, die auch die Redaktion erhalten hat, schlägt der Vater einen Umzug im Dezember vor. Schließlich hätten „Waiblingen leuchtet“ und der Martinimarkt unter Auflagen auch stattfinden dürfen. „Wo sind und bleiben also die Veranstaltungen für unsere Kinder, die schon seit Beginn der Pandemie

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