Waiblingen

Waiblinger Apfelsaft: Kleinere Äpfel wegen der Trockenheit

Äpfel Bittenfelder Petershans
Äpfel für den Waiblinger Apfelsaft. © Büttner

„Für den Waiblinger Apfelsaft wieder Äpfel anliefern!“, heißt es seit dem 6. September. Die Firma Bittenfelder Fruchtsäfte öffnet von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr erneut die Silos für die Apfelanlieferung.

Die Annahmestelle ist die Firma selbst, in der Schillerstraße 166 in Bittenfeld. Angenommen werden die gesunden, reifen Äpfel aus der Umgebung nur, wenn ein Anbauvertrag abgeschlossen wurde. Wer noch keinen hat, kann das vor Ort nachholen.

Verschiedene Kategorien bei den Äpfeln

Vor der Anlieferung sowie danach wird das Fahrzeug samt Äpfeln gewogen, um die genaue Masse der Äpfel zu erfassen. Die gelieferten Äpfel werden unterschieden in Bioäpfel mit Zertifikat, Äpfel aus ökologischem Anbau, Waiblinger Äpfel und konventionelle Äpfel. Jede Sorte wird dementsprechend ihrem eigenen Speicher zugewiesen und wird zu unterschiedlichem Apfelsaft verarbeitet.

Jürgen Petershans ist der Geschäftsführer der Firma Bittenfelder Fruchtsäfte und erklärt, dass er einen starken Jahrgang bei der Apfelernte erwartet. Denn: Alle zwei Jahre werfen die Bäume eine große Ernte ab – und in den Jahren dazwischen eine geringere. Das begründet der Geschäftsführer mit einem Jahr Erholung der Bäume und vergleicht es mit Sport: Denn „wer an einem Tag Sport macht, muss sich den Tag darauf auch ausruhen“.

Äpfel haben teilweise Sonnenbrand 

Und so sei es auch mit den Bäumen. 2022 gilt für ihn schon jetzt wieder als ein stärkerer Jahrgang, er vergleicht ihn mit 2005.

Die Trockenheit beeinträchtige die Ernte zwar nicht in der Anzahl, jedoch in der Masse der Äpfel, stellt Petershans fest. Den Bäumen fehlt der nötige Regen, um die Äpfel mit Wasser versorgen zu können. Auffällig ist auch, dass die Äpfel einen sogenannten Sonnenbrand aufweisen. Gleichzeitig sind die Äpfel schön rot gefärbt, aber auch kleiner wie die der letzten Jahre.

Hoffnung auf Regen jetzt im September 

Sie werden früher von den Bäumen abgeworfen und verfaulen schneller. Jürgen Petershans vermutet, dass die diesjährige Apfelernte Ende Oktober vorbei sein wird. Seine Hoffnungen beruhen auf mehr Niederschlag, welcher die Ernte noch bis in den November verlängern könnte.

Betroffen von diesen Problemen fühlen sich auch manche, die am ersten Tag Äpfel zu den Bittenfelder Fruchtsäften liefern. Viele berichten von kleinen Äpfeln sowie fauligen, welche schon längst auf der Wiese liegen. Ein Anlieferer aus Bittenfeld zum Beispiel kommt mit einem Anhänger voller Glockenäpfel. Die fielen in diesem Jahr allerdings eher rundlich und klein aus, erzählt er.

Bäume werfen viele Äpfel unreif schon ab

Während er die Äpfel in das Silo kippt, berichtet er weiter, dass seine Äpfel einen stärkeren Wurmbefall aufweisen und verderblicher geworden seien. Insgesamt bewertet er seine Apfelernte als „mittelmäßig“ und hofft auf mehr Regen im kommenden Jahr.

Ähnliches berichtet auch ein Anlieferer, der den Weg aus Korb auf dem Traktor samt Anhänger auf sich nimmt, um die Firma zu unterstützen und seine Äpfel zu verwerten. Er erzählt, dass er circa 30 Bäume besitzt und deshalb auch noch ein zweites und drittes Mal seine Äpfel anliefern werde.

Jedoch wäre die Apfelmenge höher gewesen, meint er, hätten die Bäume nicht schon so viele Früchte abgeworfen, bevor sie überhaupt reif waren. Bei der Ernte sei ihm auch aufgefallen, dass die Äpfel deutlich kleiner seien und sie tatsächlich den besagten Sonnenbrand aufweisen.

„Für den Waiblinger Apfelsaft wieder Äpfel anliefern!“, heißt es seit dem 6. September. Die Firma Bittenfelder Fruchtsäfte öffnet von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr erneut die Silos für die Apfelanlieferung.

Die Annahmestelle ist die Firma selbst, in der Schillerstraße 166 in Bittenfeld. Angenommen werden die gesunden, reifen Äpfel aus der Umgebung nur, wenn ein Anbauvertrag abgeschlossen wurde. Wer noch keinen hat, kann das

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper