Waiblingen

Waiblinger Villa Sixt: Welche Pläne gibt es für das denkmalgeschützte Gebäude und sein Jugendstilzimmer?

Villa
Der Entwurf des Anbaus an die Villa Sixt in der Bahnhofstraße 42 in Waiblingen. © Investor

Wie geht es weiter mit der denkmalgeschützten Waiblinger Villa Sixt in der Bahnhofstraße 42 und dem alten Jugendstilzimmer? Was hat der Investor genau vor – und wann soll alles fertig sein? Und was gibt es über die Geschichte des Gebäudes und seiner Bewohner zu erzählen?

Die Waiblinger Bürgerstiftung hatte das Gebäude im Jahr 2016 von der damaligen Alleineigentümerin Doris Volk geerbt und es noch im selben Jahr an das Unternehmen Riker Wohnbau und Immobilien aus Remshalden verkauft. Die Firma erwarb auch das dahinter befindliche Areal der Spedition Eckardt, um dort neu zu bauen. Für die Villa gibt es mittlerweile einen Investor. Heißt: Riker Wohnbau und Immobilien hat mit der Planung nichts mehr zu tun. Eine Auflage im Testament der früheren Besitzerin bestand darin, dass die Villa samt Jugendstilzimmer erhalten wird.

Doris Volk - die Tochter von Walter und Gertrud Volk

Björn Riker, einer der Geschäftsführer der Immobilienfirma, hat durch Recherchen bereits einiges über die Villa herausgefunden. Dieter Krauß, Notar im Ruhestand, hatte damals die Wünsche und die Gedanken von Doris Volk (Tochter von Walter Volk und Gertrud Volk, geborene Sixt) mit dem Notar Dieter Haller beurkundet und wurde als Testamentsvollstrecker eingesetzt.

Die alte Rotbuche war der Alleineigentümerin wichtig

Erbauer der Villa war Bankdirektor Walter Sixt, ein Bild von ihm hing früher im Esszimmer der Villa. Es ist im Eigentum eines Familienmitglieds und könnte zurückgegeben werden, so dass es wieder am alten Platz hängen könnte. Ein weiteres Familienmitglied bestätigte Björn Riker, dass Alleineigentümerin Doris Volk die zwischenzeitlich gefällte Rotbuche sehr wichtig war – und dass sie einem guten Viertele Rotem auf Jahrgangstreffen und sonstigen Veranstaltungen auch in einer Weinstube nicht abgeneigt war.

Der letzte Wille soll Wirklichkeit werden

„Es war ihr großer Traum, dass die Bürgerstiftung/Stadt Waiblingen eine Nutzung der Villa in ihrem Sinne hervorbringt, wobei dies aus Sicht der Verwandtschaft ein frommer Wunsch war“, betont Björn Riker. Umso schöner wäre es aus seiner Sicht, wenn nun der „letzte Wille“ Wirklichkeit würde.

Gerne auf einen guten Tropfen versammelt

Aufgrund oben genannter Geschichte wäre für Björn Riker eine neue Nutzung als Weinstube sehr passend. Diese würde auch dem „letzten Willen“ von Doris Volk entsprechen, da sie sich die Nutzung der Villa „für öffentliche oder gemeinnützige Zwecke als Miet- oder Verkaufsobjekt“ vorstellt. Auch das vorhandene denkmalgeschützte Esszimmer würde nach Einschätzung von Björn Riker gut zu diesen Plänen passen – schließlich hätten sich dort die Freunde und Bekannte gerne auch auf einen guten Tropfen versammelt.

„Lediglich die Hürde Baurecht würde noch im Wege stehen“

Nach Kenntnisstand von Björn Riker würde das Denkmalamt den Änderungen und der Nutzung zustimmen. „Lediglich die Hürde Baurecht würde noch im Wege stehen.“ So könne eine schöne, einzigartige Weinstube für alle Waiblinger entstehen. Im Zuge des Neubaus würde Riker auch im Garten eine Rotbuche pflanzen wollen, um an die alte Rotbuche zu erinnern und auch diesem Wunsch von Doris Volk zumindest ein Stück weit Folge zu leisten.

Was sagt der Waiblinger Oberbürgermeister?

Dass sich die Stadt Waiblingen und Oberbürgermeister Andreas Hesky persönlich eine gastronomische Nutzung an dieser Stelle sehr gut vorstellen können, weil dadurch auch die Zugänglichkeit zum Jugendstilzimmer gegeben ist, hatte Hesky bereits bei früheren Anfragen unserer Zeitung zum Ausdruck gebracht. „Dennoch gilt es baurechtliche und denkmalschutzrechtliche Fragen zu klären“, betont der Waiblinger OB. Hier stecke der Teufel oft im Detail. „Ich bin aber zuversichtlich, dass es gelingt, eine gute gastronomische Nutzung zu ermöglichen.“

Mit Herzblut und Leidenschaft

Dass es sich um einen mit Waiblingen verbundenen Investor handelt, macht die Sache aus Heskys Sicht einfacher, da hier mit Herzblut und Leidenschaft vorgegangen werden müsse. „Das besitzt der Investor mit Sicherheit. Die Stadt begleitet das Bauvorhaben mit großem Wohlwollen unter Ausschöpfung aller ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des Baurechts und Denkmalrechts.“

Wie geht es weiter mit der denkmalgeschützten Waiblinger Villa Sixt in der Bahnhofstraße 42 und dem alten Jugendstilzimmer? Was hat der Investor genau vor – und wann soll alles fertig sein? Und was gibt es über die Geschichte des Gebäudes und seiner Bewohner zu erzählen?

Die Waiblinger Bürgerstiftung hatte das Gebäude im Jahr 2016 von der damaligen Alleineigentümerin Doris Volk geerbt und es noch im selben Jahr an das Unternehmen Riker Wohnbau und Immobilien aus Remshalden verkauft.

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper