Waiblingen

Waiblingerin vergisst Handy in S-Bahn: Finder, Freundin und Lokführer helfen

Handy verloren
Ole Eimontiene (rechts) hat ihr Handy wieder, auch dank der Hilfe von Wieslawa Pachala-Kölz. © privat

Vor wenigen Tagen erlebte Ole Eimontiene aus Waiblingen eine - wie sie sagt - „unglaubliche Geschichte“. Eine wichtige Rolle darin spielen ihre Nachbarin und langjährige Freundin Wieslawa Pachala-Kölz, ein unbekannter Finder und ein Lokführer.

An einem Nachmittag fährt Ole Eimontiene mit der S-Bahn von Stuttgart nach Neustadt-Hohenacker und vergisst beim Aussteigen ihr Handy. Unter Tränen sei sie in ihren Garten gestürzt und konnte dort kaum einen Satz formulieren, so erschüttert sei sie gewesen, berichtet Wieslawa Pachala-Kölz. Sie schildert unserer Redaktion die Geschichte, weil Ole Eimontiene ihr Deutsch dafür nicht gut genug findet. Sie kommt aus Litauen und arbeitet als Reinigungskraft. Pachala-Kölz beschreibt, wie tragisch der Verlust für ihre Freundin gewesen sei, denn auf dem Handy befänden sich die Nummern ihrer Kinder, die in Litauen leben. Das Gerät sei die einzige Möglichkeit, um mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

Durch Zufall treffen sie genau den richtigen Lokführer

An dem Nachmittag, an dem Ole Eimontiene in ihrem Garten steht, zögert Pachala-Kölz deshalb nicht lange. Sie schnappt sich die Freundin und gemeinsam „rasen“ sie mit dem Auto zum Bahnhof in Hohenacker, um dort die nächste Bahn um 18.25 Uhr abzupassen. Das gelingt ihnen - und so ergreifen sie die Chance, den Lokführer nach dem Handy zu fragen.

Tatsächlich handelt es sich zufällig um denselben Lokführer, der gerade wieder in der Gegenrichtung unterwegs ist: Er bestätigt, dass ein Handy mit blauer Hülle, wie auch Ole Eimontiene eine besitzt, von einer unbekannten Person bei ihm abgegeben worden ist. Zur Sicherheit will er aber die Telefonnummer des Handys wissen, um sicherzugehen, dass es sich um ihres handelt. Ole Eimontiene ist zu dem Zeitpunkt aber so aufgewühlt, dass sie kaum ein Wort herausbringt. Da hat ihre Freundin Wieslawa die Idee: Ole solle einfach das Handy entsperren, wodurch klar wäre, dass es sich um ihres handelt. Das überzeugt auch den Lokführer, der Ole Eimontiene ihr Gerät zurückgibt. Daraufhin werden aus Tränen der Verzweiflung Freudentränen.

Die beiden Frauen können es kaum fassen, welches Glück sie hatten. Deshalb wenden sie sich am nächsten Tag an unsere Redaktion: Sie wollen sich auf diesem Weg noch einmal ganz herzlich bei dem unbekannten Finder des Handys sowie dem hilfsbereiten Lokführer bedanken. Und sie hoffen, dass diese Geschichte dazu beiträgt, die Hilfsbereitschaft generell zu fördern.

Vor wenigen Tagen erlebte Ole Eimontiene aus Waiblingen eine - wie sie sagt - „unglaubliche Geschichte“. Eine wichtige Rolle darin spielen ihre Nachbarin und langjährige Freundin Wieslawa Pachala-Kölz, ein unbekannter Finder und ein Lokführer.

An einem Nachmittag fährt Ole Eimontiene mit der S-Bahn von Stuttgart nach Neustadt-Hohenacker und vergisst beim Aussteigen ihr Handy. Unter Tränen sei sie in ihren Garten gestürzt und konnte dort kaum einen Satz formulieren, so erschüttert sei

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