Waiblingen

Waldkindergarten Wurzelino in Bittenfeld öffnet am neuen Standort

Wurzelino
Lange stand der Bauwagen des Natur- und Waldkindergartens Wurzelino übergangsweise bei der Bittenfelder Schillerschule. Nun hat er endlich seit kurzem einen festen Standort im Wald bei der Gemeindehalle – inklusive eines großen Sandkastens. © Verein Spielraum

An diesem Montag nimmt der Natur- und Waldkindergarten Wurzelino in Bittenfeld den Betrieb an seinem neuen Standort auf – und der liegt nun endlich im Wald. Die Zeit des Provisoriums bei der Schillerschule ist damit vorbei.

Der Verein Spielraum, der als Träger fungiert, hat laut der Vereinsvorsitzenden Cornelia Höger bereits mit Hilfe engagierter Eltern das meiste erledigt – dabei war es wegen des Wetters alles andere als leicht.

Lange stand der Bauwagen an der Schillerschule

Aufgrund des Regens hatte Cornelia Höger bereits Sorge, ob alles bis zum geplanten Start am 10. Januar geschafft werden kann. Doch der Verein konnte letztlich seinen Plan umsetzen: Am Montag vor einer Woche wurde der Bauwagen von der Schillerschule in den Wald gebracht und aufgestellt. Am Dienstag kam dann ein Lastwagen mit Anhänger und brachte Hackschnitzel. Am Mittwoch wurde der sechseckige Sandkasten aus Holz mit Sand gefüllt. Vier Stämme davon bestehen aus Eichenholz, das einst Revierförster Andreas Münz bereitgestellt hatte, bei den zwei anderen handelt es sich um Eschenholz.

Cornelia Höger: „Wir sind so unheimlich stolz, dass wir es geschafft haben“

Drei Väter, eine Mutter und mehrere Kinder arbeiteten hier zusammen, um den Sandkasten mit insgesamt fünf Tonnen Sand zu füllen. „Es war richtig schön zuzugucken“, sagt Cornelia Höger. Leicht war es nicht, doch dank des Einsatzes aller kann der Natur- und Waldkindergarten nun wie geplant den Betrieb am neuen Standort aufnehmen. „Wir sind so unheimlich stolz, dass wir es geschafft haben.“ Was noch fehlt, sind die Steinstufen für den Notausgang des Bauwagens. Diese aber sollen in dieser Woche noch fertig werden. Auch muss das Erdreich auf dem Weg zum Waldkindergarten noch eingeebnet werden.

Die neue Anschrift vom Wurzelino liegt in der Waldstraße 9/1

Das alles hindert die Betreiber des Wurzelinos aber nicht, den Betrieb an diesem Montag am neuen Standort zu starten. Die offizielle Betriebserlaubnis als Kindergarten hat der Waldkindergarten bereits seit knapp einem Jahr, nachdem zuvor nur der Betrieb als Spielgruppe möglich war. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück im Wald gestaltete sich jedoch als herausfordernd – und auch die Erteilung der Baugenehmigung dauerte lange.

Nun hat Wurzelino in der Waldstraße 9/1 sein festes Zuhause, ausreichend Parkplätze gibt es bei der nicht weit entfernten Bittenfelder Gemeindehalle. Von dort ist der Bauwagen bereits zu sehen. Übrigens: Wer die Adresse des Wurzelinos ins Navigationsgerät eingibt, der muss damit rechnen, sie eventuell nicht zu finden. Für den Fall, betont Cornelia Höger, empfiehlt es sich, nur Waldstraße 9 einzugeben.

Aktuell sind neun von 15 Plätzen belegt

Zehn Plätze für Kinder über drei und fünf Plätze für Kinder von zwei bis drei gibt es im Wurzelino. Aktuell sind neun Plätze belegt, bis zum Spätsommer ist die Gruppe dann voll. Im Moment arbeiten für den Natur- und Waldkindergarten sechs Teilzeitkräfte sowie zwei Vertretungskräfte. Die Leitung teilen sich zwei Erzieherinnen. „Das funktioniert super – die zwei harmonieren ganz toll“, sagt Cornelia Höger.

Innen bietet der Bauwagen mehr Platz als Standard-Wohnwagen

Im Inneren des Bauwagens selbst muss übrigens nichts geändert werden. Den Wagen hat der Verein Spielraum bereits seit dem Sommer 2020. Dieser hat sogar einen eigenen Schlafbereich, da dies der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) so vorschrieb. Er ist drei Meter breit und bietet damit laut der Vereinsvorsitzenden Cornelia Höger deutlich mehr Platz als übliche Standard-Wohnwagen, die zwischen zwei und 2,50 Meter breit seien. „Er ist nicht vom Band, sondern eine Einzelmaßanfertigung für uns.“

An diesem Montag nimmt der Natur- und Waldkindergarten Wurzelino in Bittenfeld den Betrieb an seinem neuen Standort auf – und der liegt nun endlich im Wald. Die Zeit des Provisoriums bei der Schillerschule ist damit vorbei.

Der Verein Spielraum, der als Träger fungiert, hat laut der Vereinsvorsitzenden Cornelia Höger bereits mit Hilfe engagierter Eltern das meiste erledigt – dabei war es wegen des Wetters alles andere als leicht.

Lange stand der Bauwagen an der

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