Waiblingen

Warum jetzt in Waiblingen in großem Stil Verkehrszählungen stattfinden

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Am Verkehrsknotenpunkt Alter Postplatz in Waiblingen. © ALEXANDRA PALMIZI

In der neuen Woche (11. bis 17. Juli) beginnen in Waiblingen großflächige Verkehrszählungen. Gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro Praxl & Partner aus Filderstadt möchte sich die Stadt Waiblingen als Basis für die zukünftigen Planungen eine solide Datengrundlage verschaffen. Erfasst werden nicht nur Verkehrsflüsse und die Anzahl der Fahrzeuge. Auch der Kohlendioxid-Ausstoß wird erfasst, und Ampeln beziehungsweise Lichtsignalanlagen wie am Alten Postplatz stehen auf dem Prüfstand.

Wozu das Ganze? Hintergrund ist der neue Verkehrsentwicklungsplan. Als Zeithorizont der Planungen fungiert das Jahr 2035. Das ist lange hin, doch die Stadt namentlich die Abteilung Verkehrsmanagement und nachhaltige Mobilität, sieht eine gewisse Eile geboten: Um belastbare Verkehrsdaten zu erhalten, soll die Verkehrserhebung noch vor den Sommerferien erfolgen, damit sich daraus ein realistisches Bild des Mobilitätsverhaltens ergibt. Denn im Herbst oder Winter, befürchtet Abteilungsleiter Frank Röpke, könnten eine etwaige weitere Corona-Welle und ein neuerlicher Lockdown mit hoher Home-Office-Quote das Bild verfälschen.

Bürgerbeteilligung folgt

Bei der beschränkten Ausschreibung an sechs Ingenieurbüros hatte sich die Stadt mehrere Absagen eingehandelt, wobei die Büros auf fehlende Kapazitäten verwiesen. Mit Praxl & Partner habe die Stadt schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Der Auftrag in Höhe von 226.000 Euro beinhaltet außer der reinen Verkehrsanalyse auch Entwürfe für künftige Planungen sowie die mit dem Verkehrsentwicklungsplan verbundene Bürgerbeteiligung.

Es geht nicht nur um Autos

Der Titel „Verkehrsentwicklungsplan“ stößt unter den Stadträten nicht nur auf Gegenliebe. Es solle nicht nur um Autoverkehr gehen, forderte Alfonso Fazio (ALi). Ein neues Gesamtkonzept sei „schon lange nötig“, meinte Tobias Märtterer von der „Grünt“-Fraktion, der ebenfalls darauf pochte, dass außer dem Auto auch andere Verkehrsarten berücksichtigt werden. Also zum Beispiel Radler, Fußgänger und Busse. Das sagte die Baubürgermeister Dieter Schienmann zu. Letztlich wurde die Vergabe an die Filderstädter, die ohnehin das einzige Gebot abgegeben hatten, vom Ausschuss für Planung, Technik und Umwelt des Gemeinderats einstimmig beschlossen.

In der neuen Woche (11. bis 17. Juli) beginnen in Waiblingen großflächige Verkehrszählungen. Gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro Praxl & Partner aus Filderstadt möchte sich die Stadt Waiblingen als Basis für die zukünftigen Planungen eine solide Datengrundlage verschaffen. Erfasst werden nicht nur Verkehrsflüsse und die Anzahl der Fahrzeuge. Auch der Kohlendioxid-Ausstoß wird erfasst, und Ampeln beziehungsweise Lichtsignalanlagen wie am Alten Postplatz stehen auf dem

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