Waiblingen

Was sind das für seltsame Geräte an Kreuzungen in Waiblingen?

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Messgerät in der Neustädter Straße. © Benjamin Büttner

Verkehrszählungen in ganz Waiblingen: Gemessen wird am Dienstag, 12. Juli, und am Donnerstag, 14. Juli. „Dienstag und Donnerstag sind die verkehrsreichsten Wochentage“, so der städtische Verkehrsplaner Frank Röpke. Gezählt wird allerdings nicht mehr wie früher von Menschen, die mit Klappstühlen auf Verkehrsinseln sitzen und Strichlisten führen, sondern mit Digitalkameras, die über den Kreuzungen befestigt werden. Die Analyseprogramme können unterschiedliche Verkehrsarten erfassen, also Fußgänger, Autos und Radfahrer unterscheiden und zählen.

Nächster Schritt: Betriebe und Privathaushalte werden befragt

Die Messgeräte werden an den beiden Tagen an insgesamt 53 Knotenpunkten in ganz Waiblingen, also einschließlich der Ortschaften, installiert. Am Mittwoch ziehen die Geräte sozusagen um, wechseln ihre Standorte. Das Messnetz ist relativ engmaschig, nur als Beispiel: In der Innenstadt wird sowohl am Postplatz als auch an der AOK-Kreuzung, der Hallenbad-Kreuzung, der Einmündung der Fronackerstraße in den Stadtgraben und am Knoten Fronackerstraße/Ludwigsburger Straße/Blumenstraße gemessen. In Bittenfeld und Beinstein gibt es je zwei Messpunkte, in Hohenacker und (Klein-)Hegnach drei sowie in Neustadt- Nord und -Süd insgesamt fünf. Wohlgemerkt geht es um innerörtlichen Verkehr, nicht um die Bundesstraßen B 14 und B 29.

Anhand der Anzahl bestimmter Fahrzeugarten wird in der Analyse auf einen wahrscheinlichen Kohlendioxid-Ausstoß hochgerechnet. Ein Wunsch aus Sicht der Stadtverwaltung, den Ausstoß um 20 Prozent zu reduzieren.

Auch die Postplatz-Kreuzung kommt auf den Prüfstand

Die Zählungen an den Straßen sind nur der erste Schritt der umfassenden Erhebungen, die als Grundlage für den Verkehrsentwicklungsplan dienen. Es folgen eingehende Befragungen in den 13 größten Betrieben sowie in 5000 Haushalten. Für Verkehrsingenieure und -planer, nicht zuletzt aber für die Kommunalpolitik ergibt sich daraus eine nie zuvor vorhandene Datengrundlage als Instrument der städtischen Verkehrspolitik für die nächsten Jahre. Zu deren Zielen gehört, dass Mobilität insgesamt nachhaltiger wird und der Durchgangsverkehr in Wohngebieten und Innenstadt abnimmt.

Bis der Gemeinderat den Verkehrsentwicklungsplan als Gesamtpaket verabschieden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Nach derzeitigem Stand soll es im Herbst 2023 so weit sein. Vor der Sommerpause 2023 soll eine Bürgerbeteiligung stattfinden. Inhaltlich weist der Verkehrsentwicklungsplan über die bloße Erhebung des Ist-Zustands hinaus. Er soll in einer Wirkungsanalyse darstellen, wie sich bestimmte Veränderungen aufs Straßennetz auswirken würden, und soll verschiedene Planfälle einander gegenüberstellen.

Und damit zurück zum Alten Postplatz: Er kommt auf den Prüfstand. Denn der Verkehrsentwicklungsplan wird unter anderem Alternativen zu den bestehenden Verkehrsknoten untersuchen, verrät Frank Röpke, ohne dem Plan vorgreifen zu wollen. Vielleicht stellt sich dann heraus, dass die jetzige Lösung doch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Vielleicht verliert manche aktuell noch vollsignalisierte Kreuzung ihre Ampeln, vielleicht wird manche hinterher zum Kreisverkehr. Jedenfalls soll der Verkehrsentwicklungsplan eine solide Basis für solche Überlegungen bieten.

Verkehrszählungen in ganz Waiblingen: Gemessen wird am Dienstag, 12. Juli, und am Donnerstag, 14. Juli. „Dienstag und Donnerstag sind die verkehrsreichsten Wochentage“, so der städtische Verkehrsplaner Frank Röpke. Gezählt wird allerdings nicht mehr wie früher von Menschen, die mit Klappstühlen auf Verkehrsinseln sitzen und Strichlisten führen, sondern mit Digitalkameras, die über den Kreuzungen befestigt werden. Die Analyseprogramme können unterschiedliche Verkehrsarten erfassen, also

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