Waiblingen

Was tut sich am Waiblinger Bahnhof?

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Der Waiblinger Bahnhof wird derzeit saniert. Für zusätzlichen Schutz vor herabfallenden Teilen sorgt ein Zwischenboden. © Schneider / ZVW
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Der Bahnhof versteckt sich derzeit in einem großen Gerüst. Die Arbeiten am Dach haben begonnen. © Gaby Schneider
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Busse und Bahnen fahren trotz der Arbeiten. Manche Busse halten jedoch nicht am üblichen Platz. © Gaby Schneider

Waiblingen. Vor knapp einem Jahr hatte ein Bahnvertreter auf einem Rundgang mit Gemeinderäten und Bürgern Versprechen zur Sanierung des Bahnhofs gemacht. Einen Teil dieser Zusagen hat die Deutsche Bahn bereits eingelöst, der Rest soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Die Arbeiten sind laut Bahn im Zeitplan. Der Kostenrahmen von 1,5 Millionen Euro soll demnach eingehalten werden.

Die Außenwand des Bahnhofsgebäudes ist frisch gestrichen, die Beete sind umgestaltet, die Wartepilze repariert und Bänke wurden aufgestellt, zählt der Bahnhofsmanager Nikolaus Hebding auf. Er hatte im vergangenen Jahr einige Gemeinderäte sowie interessierte Bürger herumgeführt und ihnen erklärt, was die Bahn plane, um den damals oft als schmuddelig kritisierten Bahnhof zu verschönern.

Neue Sitzbänke, Beete und Wandfarben

Und in der Tat ist seitdem einiges geschehen: Neben der frisch gestrichenen Wand steht ein nagelneues Blumenbeet mit einer hellgrau gestrichenen Betonumrandung. Das Gestrüpp, das dort vorher wucherte, ist verschwunden. Und auch die anderen Beete rund um den Bahnhof sind erneuert worden, einige haben ringsum Holzdielen als Sitzgelegenheiten bekommen. Die Bussteige sind in Ordnung gebracht worden, dort gibt es neue Bänke und die Scheiben der Wartepilze sind wieder intakt. Auch die Umrandungen der Bäume sind frisch gemauert worden.

Neue Dachhaut mit Lichtkuppel

Weil auch das Dach erneuert werden muss, das die Bahnunterführung überspannt, steht dort derzeit ein großes Gerüst.

Durch das alte Dach hatte es bei Regen regelmäßig hindurchgetropft. Der Bahnhof soll nun eine neue Dachhaut mit Lichtkuppel erhalten. 1,5 Millionen Euro sind dafür angesetzt, laut Angaben der Bahn wird der Kostenrahmen eingehalten. Auch die Renovierung der asbesthaltigen Bahnsteigdächer ist Teil des Projekts.

Asbestplatten unsachgemäß zerkleinert

Dies hatte Anfang August für einiges an Aufregung gesorgt: Die Arbeiten wurden gestoppt, als bekannt geworden war, dass die gar nicht über die nötige Qualifikation für den Umgang mit Asbest verfügte. Nach dem einstweiligen Baustopp übernahm eine andere Firma als Subunternehmer die Bauarbeiten. Danach lief laut Bahn alles nach Vorschrift ab.

Arbeiten an Asbestplatten vorsichtshalber nachts

Die Sanierung des Dachs über der Unterführung, in dem ebenfalls Asbestplatten verbaut sind, übernimmt laut Landratsamt ein „qualifiziertes Fachunternehmen aus Stuttgart“. Die Deckenplatten sind demnach größtenteils gut erhalten und beschichtet. Dass schädliche Asbestfasern freigesetzt würden, sei unwahrscheinlich. Dennoch sollen die Arbeiten vorsichtshalber nachts stattfinden, um eine Gefährdung von Passanten auszuschließen. Wie ein Bahnsprecher mitteilt, wurde bereits damit begonnen, die Dachhaut abzutragen. Abgeschlossen werden sollen die Arbeiten aber erst im kommenden Jahr.

Erneuert werden soll auch die Beleuchtung am Bahnhof: Die Lampen an den Bahnsteigdächern, und am Vorplatzdach, sowie die Mastleuchten auf dem Bahnhofsvorplatz sollen Anfang 2019 durch LED ersetzt werden.


Busse fahren anders

Während der Bauarbeiten können einige Halteplätze nicht angefahren werden. Die Busse fahren daher anders ab als gewohnt.

Die Linie 205 (Waiblingen - Schmiden) verkehrt während dieser Zeit von Halteplatz 8.

Die Linie 207 (Korber Höhe - Fellbach) hält an Halteplatz 8.

Die Linie 208 (Waiblingen - Galgenberg) fährt von Halteplatz 3 aus.