Waiblingen

Was wird aus der Skihüttengaudi?

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Die Skihüttengaudi 2018, veranstaltet vom Motorsportclub. © Benjamin Beytekin

Waiblingen.
Findet die Skihüttengaudi statt oder nicht? Diese Frage stellen die Fans der Waiblinger Après-Ski-Party jedes Jahr im November. Selbst im Laufe dieser Woche war sie noch nicht klar zu beantworten. Seit Freitag endlich steht fest: Ja, die Skihüttengaudi bekommt 2019 eine Neuauflage. Allerdings nicht wie gewohnt zum Auftakt des Weihnachtsmarkts am ersten Dezember-Wochenende, sondern erst eine Woche später am Nikolaustag. Im Hintergrund der langen Unklarheit steht die Frage, wie viel Lärm den Anwohnern zugemutet werden darf. Gut möglich, dass das Skihüttendorf künftig woanders aufgebaut wird.

Der Alternativstandort könnte die Lösung sein

In der Region hat die Skihüttengaudi einen Ruf als beliebter Treffpunkt für alte, neue und ehemalige Waiblinger und für alle sonst, die Lust auf Aprè s-Ski-Stimmung zwischen urigen Hütten und Alpin-Ambiente haben. In den Nullerjahren war sie von Ehrenamtlichen des BdS erfunden worden, um dem schwächelnden Weihnachtsmarkt Leben einzuhauchen. Schnell wurde sie zum Selbstläufer, der „Anton aus Tirol“ bestimmte den Musikgeschmack, und in den Anfangsjahren konnten Besucher sogar Höhenflüge in einer Skigondel erleben, die ein Kran über die Dächer der Stadt hievte. Nach zehn bestens besuchten Skihüttengaudis in Folge wurde den Selbstständigen die Veranstaltung im stressigen Weihnachtsgeschäft aber zu viel Arbeit. Zum Leidwesen vieler Partygänger fiel sie im Jahr 2016 aus. Ein Jahr später feierte sie mit dem Motorsportclub und den Wirtsleuten vom „Bobby’s“ ihre Rückkehr.

Knifflig war die Sache mit dem Lärm. Zwar gehört die Skihüttengaudi auf ausdrücklichen Beschluss des Gemeinderats zu den privilegierten, „seltenen Ereignissen“, bei denen es in der Innenstadt etwas lauter werden darf. Aber: „Nichts im Leben ist schrankenlos“, sagt Oliver Conradt, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste. Um keinen Einspruch aus der Anwohnerschaft zu provozieren, setzt die Stadt aufs Gespräch mit den Veranstaltern, was die Uhrzeiten und den Lärmpegel angeht. So kommt ein geeichtes Dezibel-Messgerät zum Einsatz. Das Problem: Zwar lässt sich die Lautstärke der Musik einfach regeln, die der munter plaudernden Besucher nicht. Lärmtechnisch erlaubt ist nicht viel mehr als eben diese lebhaften Unterhaltungen in einer großen Menschenansammlung. Der DJ könnte die Musik einfach aufdrehen - darf aber nicht. Etliche Besucher, sagen die Veranstalter, hätten die Musik gerne etwas lauter gehabt.

Zur Debatte stand nun auch eine Verlegung der Winterparty zum Hallenbad-Parkplatz. Sowohl Veranstalter als auch Ordnungsamt könnten sich damit anfreunden. Skepsis herrscht wohl noch bei der Parkierungsgesellschaft - und zwar wegen der Sorge, dass andere Veranstalter nachziehen wollen. Für 2020 scheint diese Lösung durchaus wahrscheinlich.


Waiblingen.
Findet die Skihüttengaudi statt oder nicht? Diese Frage stellen die Fans der Waiblinger Après-Ski-Party jedes Jahr im November. Selbst im Laufe dieser Woche war sie noch nicht klar zu beantworten. Seit Freitag endlich steht fest: Ja, die Skihüttengaudi bekommt 2019 eine Neuauflage. Allerdings nicht wie gewohnt zum Auftakt des Weihnachtsmarkts am ersten Dezember-Wochenende, sondern erst eine Woche später am Nikolaustag. Im Hintergrund

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