Waiblingen

Weihnachtsmarkt-Alternative in Waiblingen weiter reduziert: "Lichterglanz“ ohne Essen und Trinken

weihnamarkt
Die „Waiblinger Hütte“ auf dem Weihnachtsmarkt 2019 (Archivfoto). © Benjamin Büttner

„Weihnachtlicher Lichterglanz in Waiblingen - aber ohne Essen und Trinken“: Statt eines klassischen Weihnachtsmarkts gibt es in Waiblingen 2021 einzelne, über die Innenstadt verteilte Stände („Weihnachts-Pop-up-Stände“), die Kunsthandwerkliches und Speisen anbieten. Letztere aber nicht zum sofortigen Verzehr.

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen werde auf das Angebot von Essen und Trinken verzichtet, so die Waiblinger Wirtschaft Tourismus Marketing GmbH (WTM) am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung.

Die WTM hat die früheren Weihnachtsmärkte veranstaltet. Bereits zuvor hatte sie zusammen mit der Stadtverwaltung, dem Bund der Selbstständigen (BdS) und dem Verein Innenstadtmarketing entschieden, dass es wegen der Corona-Lage keinen klassischen Weihnachtsmarkt mit dicht gestellten Ständen auf dem Marktplatz gibt, sondern einen „Lichterglanz“ und „Budenzauber“.

Standbetreiber sind für Corona-Regeln verantwortlich

„Auch auf das kulturelle Bühnenprogramm, das Kasperletheater und das Eisenbähnle war von Anfang an verzichtet worden, um Menschenansammlungen zu vermeiden“, so die Mitteilung. Nun dürfen die übrig gebliebenen Pop-up-Stände auch keine Speisen und Getränke zum sofortigen Verzehr anbieten. Verteilt über die Innenstadt können sie stattdessen andere Produkte verkaufen. „Die Entscheidung, ob und in welchem Umfang diese Möglichkeit genutzt wird, ist den einzelnen Standbetreibern überlassen, die auch für die Einhaltung der Corona-Regeln an ihren Ständen verantwortlich sind“, so die Mitteilung.

"Gesamtgesellschaftliche Verpflichtung"

Oberbürgermeister Andreas Hesky: „Von vornherein hatten wir in Waiblingen dieses Jahr keinen Weihnachtsmarkt im klassischen Sinne geplant. Um den Einzelhandel in der Innenstadt zu unterstützen, wurde ein dezentrales Standkonzept erarbeitet.“

Man sei sich der „gesamtgesellschaftlichen Verpflichtung zur Eindämmung der Corona-Pandemie sehr bewusst. Angesichts der Lage im Land haben wir gemeinsam entschieden, dass auf das Angebot von Essen und Trinken zum Verzehr vor Ort verzichtet wird. Damit wird die Solidarität mit der kommunalen Familie und vor allem mit den Beschäftigten in den Kliniken und den Erkrankten zum Ausdruck gebracht.“

"Es schmerzt sehr"

Ullrich Villinger, Vorsitzender des BdS, und Max Pfund, Vorsitzender des Vereins Innenstadtmarketing, ergänzen: „Auch wenn es schade ist, sehen wir aufgrund der aktuellen Situation ebenfalls keine Chance, einen anderen Weg zu gehen.“

WTM-Geschäftsführer Marc Funk: „Es schmerzt sehr, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt, an dem der Aufbau im Gange war, auf die Verzehrstände verzichten. Aber um verantwortungsvoll auf die aktuelle Situation zu reagieren, war der Verzicht darauf der einzige Weg.“ In der gesamtem Altstadt soll es weihnachtliche Beleuchtung geben. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, so die Pressemitteilung. Zahlreiche Weihnachtsbäume seien bereits aufgestellt.

Auch Fellbach sagt Weihnachtsmarkt ab

Die Stadt Fellbach sagte ihren Weihnachtsmarkt und die Eisbahn auf dem Guntram-Palm-Platz am Dienstag ganz ab. Ludwigsburg, Esslingen, Schorndorf sowie die Landeshauptstadt Stuttgart hatten ihre Märkte bereits am Montag abgesagt. Am Dienstag folgten Winnenden und Backnang. In Kernen steht die Entscheidung noch aus.

Ob der Waiblinger Weihnachtscircus stattfinden kann, ist noch offen.

„Weihnachtlicher Lichterglanz in Waiblingen - aber ohne Essen und Trinken“: Statt eines klassischen Weihnachtsmarkts gibt es in Waiblingen 2021 einzelne, über die Innenstadt verteilte Stände („Weihnachts-Pop-up-Stände“), die Kunsthandwerkliches und Speisen anbieten. Letztere aber nicht zum sofortigen Verzehr.

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen werde auf das Angebot von Essen und Trinken verzichtet, so die Waiblinger Wirtschaft Tourismus Marketing GmbH (WTM) am Dienstagnachmittag

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper