Waiblingen

Weihnachtsmarkt Waiblingen 2022: Gute Stimmung zum Beginn, Lob für Organisatoren

Weihnachtsmarkt Waiblingen 2022
Besucherinnen am Samstag. © Alexandra Palmizi

Am ersten Adventswochenende hat der Waiblinger Weihnachtsmarkt 2022 begonnen. Nach den Corona-Einschränkungen der Vorjahre soll es nun wieder möglichst „normal“ zugehen in der Innenstadt. Wie ist die Stimmung? Ein Besuch am späten Samstagnachmittag.

Je weiter sich die Nacht herabsenkt, desto mehr leeren sich in der Waiblinger Innenstadt die Straßen. Obwohl Geschäfte und Wirtschaften geöffnet haben, trotz einladender Beleuchtung wirken sie verlassen. Selbst der Postplatz wirkt geradezu verwaist. Auf dem Marktplatz aber zieht der Weihnachtsmarkt Besucher an. Unter den Arkaden des Alten Rathauses tummeln sich die Hungrigen und Durstigen, bestellen Glühwein, Punsch und Thüringer Bratwurst (wie viel der Glühwein 2022 beim Weihnachtsmarkt Waiblingen kostet).

Die Würste seien spitze, versichern zwei Besucherinnen, allein schon sie seien es wert, hier zu sein. Auf die Frage, was sie in die allmählich aufkommende Kälte hinausgetrieben hätte, erwidern sie, es sei einfach die Freude, hinauszukommen, sich zu amüsieren, bekannte Gesichter zu sehen und nach zwei Jahren Pause - 2021 gab es nur einzelne, mit Abstand verteilte Buden ohne Speisen und Getränke - das vorweihnachtliche Flair zu genießen. Und selbstverständlich hätten sie auch den Schlosskeller besucht. Die Kunsthandwerksmesse „Art verwandt“ habe sie begeistert. „Wir sind nicht herausgekommen, ohne etwas gekauft zu haben!“

Kinder freuen sich über Schiffschaukel

Frank und Maren, ein junges Ehepaar aus Leutenbach, lassen es sich mit ihrem anderthalbjährigen Töchterchen bei Kürbis- und Gulaschsuppe gutgehen. Eigentlich hätten sie sich nebenan Bratwürste gönnen wollen, aber die lange Schlange vor dem Verkaufsstand habe sie abgeschreckt. „Die Suppen sind wohl teuer, aber sie schmecken hervorragend“, lautet ihr Urteil. Sie seien eher zufällig hier, eigentlich seien sie nur unterwegs, um ihre Wochenendeinkäufe zu erledigen.

Nun sei ihr Mädchen besonders fasziniert von dem Treiben um sie herum, von den Lichtern, den Passanten und ganz besonders von der Schiffschaukel beim Rathaus, die erstmals hier ist. Von dort habe man sie schier nicht wegbekommen. Dass auch auf dem Marktplatz kein Gedränge herrscht, empfinden sie als angenehm: „Schließlich haben wir nach wie vor Corona und täglich sterben Menschen daran, auch wenn dies nicht mehr öffentlich thematisiert wird.“

Ein Besucher findet: Marktplatz ist wie "verödet" - Verkäufer sieht das anders

„Gefühlt“, so Frank, „hat die Kreisstadt Waiblingen den kleinsten Weihnachtsmarkt hier im Umkreis, die Phalanx der Beschicker erscheint sehr ausgedehnt. Und im Vergleich zum Beinsteiner Voradvent, der ja auch gerade stattfindet und wo es nur so wuselt vor Besuchern, wirkt der Waiblinger Marktplatz geradezu verödet.“

Diese Einschätzung teilt Rüdiger Borck nicht. „Da hätten Sie am Freitagabend hier sein sollen, da herrschte eine Enge und ein Gedränge wie in alten Zeiten“, so Borck, der zusammen mit seinem Neffen Niklas hinter der Theke den Wein des gleichnamigen Stettener Weinguts und Pfefferbeißer verkauft.

Ein dickes Lob geht von ihm an die Organisatoren des Weihnachtsmarktes, sie hätten wie früher hervorragende Arbeit geleistet. Mit dem Umsatz zeigt er sich ebenfalls hochzufrieden. „Nach der zweijährigen Durststrecke ist man froh, dass man überhaupt wieder verkaufen kann.“

Es sei zu spüren, wie froh und dankbar die Kunden seien, dass man wieder hinaus könne, um sich zu treffen und miteinander öffentlich zu feiern.

Faschingsgesellschaft: Lob auch für die dankbaren Besucher beim Weihnachtsmarkt

Ein großes Lob für die Weihnachtsmarktbesucher gibt es von Maike König und Larissa Wissmann, die am Stand der Waiblinger Faschingsgesellschaft selbst gemachte Marmeladen, Plätzchen, Gewürze und Glückssteine anbieten. Die Kundinnen und Kunden seien durchweg freundlich, gut gelaunt und geradezu dankbar.

Was den Umsatz anbelange, da könnten sie kein Urteil abgeben, es sei schließlich das erste Mal, dass sie auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen. Ihre Schicht erstrecke sich über zwei Stunden, bei der aufziehenden Kälte sei das auch mehr als genug. Mit insgesamt 15 Helferinnen und Helfern sei die Faschingsgesellschaft heute im Einsatz beim Verkauf, Auf- und Abbau.

Auf der Bühne sind zu diesem Zeitpunkt gerade Tonia Danese und Stefan Brixel, die „Birds Band“, damit beschäftigt, sich auf ihren Auftritt vorzubereiten. Für jede Auftrittsmöglichkeit sei man dankbar nach den schwierigen Jahren, die hinter uns allen lägen, betont Stefan Brixel. Und der Waiblinger Weihnachtsmarkt mit seinem charakteristischen Flair inmitten der Altstadt sei schließlich ein ganz besonderes Event.

Am ersten Adventswochenende hat der Waiblinger Weihnachtsmarkt 2022 begonnen. Nach den Corona-Einschränkungen der Vorjahre soll es nun wieder möglichst „normal“ zugehen in der Innenstadt. Wie ist die Stimmung? Ein Besuch am späten Samstagnachmittag.

Je weiter sich die Nacht herabsenkt, desto mehr leeren sich in der Waiblinger Innenstadt die Straßen. Obwohl Geschäfte und Wirtschaften geöffnet haben, trotz einladender Beleuchtung wirken sie verlassen. Selbst der Postplatz wirkt geradezu

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