Waiblingen

Weinende Fans: Waiblinger Rapper "Joe Rida" performt auf Splash!-Festival

Joe Rida
Den Skatepark hat Joe Rida im Jugendgemeinderat mitgeplant. © ZVW/Gabriel Habermann

Ob mit ausgebreiteten Armen auf einer Skaterampe oder lässig an die graue Wand gelehnt: Johannes De Oliveira (23), mit Künstlernamen Joe Rida, macht den Skatepark in der Talaue bei einem Fototermin zu seiner Bühne. Es ist ein kleiner Eindruck von der Energie, die der Waiblinger Rapper in seinen Auftritt auf dem „Splash!“-Festival in Leipzig gesteckt hat. Dort spielte er am 1. Juli seine erste Festival-Show - neben internationalen Hip-Hop-Größen.

„Der schönste Moment war der, als ein Fan vor Glück weinend vor mir stand“, sagt der 23-Jährige. Dass Menschen aus anderen Städten seine Musik hören, daran muss er sich erst noch gewöhnen. Überhaupt war auf dem „Splash!“ vieles neu für ihn: „Ich hatte sogar einen Stylisten.“ Er habe zuerst gar nicht realisiert, dass er nun zu den Künstlern gehöre, bis er merkte, dass er mit seinem Künstlerausweis Zugang zu verschiedenen Bereichen hatte. „Dort, wo die ganz Großen sind“, stand er auf einmal auch.

Vom Foyer auf die Bühne: Joe Rida spielte in vielen Stuttgarter Clubs

Als er 2017 begann, Texte zu verfassen, habe er nichts von der Musik erwartet – umso überwältigender ist sein Erfolg heute für ihn. 2018 dann der erste Auftritt: Im Foyer des Stuttgarter Clubs Wizemann soll er die Menge vor einem Konzert des Berliner Rappers Ufo 361 musikalisch unterhalten. Nach dem Konzert zeigte er auf die Bühne und sagte zu einem Freund: „Dort werde ich irgendwann stehen.“ Und er sollte recht behalten. Rund vier Jahre nach seinem Auftritt im Foyer rappt Joe Rida am 18. Juni dieses Jahres auf der Bühne im Wizemann, vor der Hip-Hop-Gruppe Boloboys.

Die Show im Wizemann ist nur eine von vielen, mit denen der Waiblinger die Stuttgarter Szene in den vergangenen Jahren aufgemischt hat. „Auf dem ‘Splash!’ habe ich das erste Mal außerhalb von Stuttgart gespielt“, sagt Joe Rida.

Wenn er nicht auf der Bühne steht, ist der Waiblinger im Tonstudio in Stuttgart unterwegs und probt in den Räumlichkeiten, in denen auch schon der Bietigheimer Rapper Rin Aufnahmen gemacht hat. Das Studio in der Nähe des Hauptbahnhofes ist Joe Rida zufolge ein beliebter Ort für Künstler. „Hier kennt man sich, grüßt jeden und arbeitet zusammen.“

Ob Maler, Musiker oder eine andere Kunstform: An diesem Ort kommen sie zusammen, tauschen sich aus. Über die Vernetzungen in der Stuttgarter Rap-Szene sei der Waiblinger auch an die Kontakte gekommen, die ihn für das „Splash!“-Festival gebucht haben.

Für die Zukunft überlegt er, sich eine sogenannte Booking-Firma zu organisieren, die für ihn Touren und Festivals bucht. „Derzeit managt mich meine Freundin“, sagt Joe Rida. Doch der Rapper möchte größer werden und irgendwann einmal von seiner Musik leben können.

„Ich fühle mich Waiblingen verbunden“

Derzeit lebt er noch in Waiblingen und arbeitet auf Minijob-Basis. Nach Stuttgart ziehen würde er aber nicht. „Ich fühle mich Waiblingen verbunden“, sagt Johannes De Oliveira, der dort im Jugendgemeinderat tätig war. „Ich finde es wichtig, sich für seine Stadt einzusetzen.“

Auch auf dem Altstadtfest sei er schon einmal aufgetreten. Sollte es ihn irgendwann einmal woandershin verschlagen, dann möchte der Musiker ganz aus der Region weg, in irgendeine Stadt, die er musikalisch noch neu erkunden könne. „Das bedeutet aber nicht, dass ich dann nicht wiederkomme.“

Ob mit ausgebreiteten Armen auf einer Skaterampe oder lässig an die graue Wand gelehnt: Johannes De Oliveira (23), mit Künstlernamen Joe Rida, macht den Skatepark in der Talaue bei einem Fototermin zu seiner Bühne. Es ist ein kleiner Eindruck von der Energie, die der Waiblinger Rapper in seinen Auftritt auf dem „Splash!“-Festival in Leipzig gesteckt hat. Dort spielte er am 1. Juli seine erste Festival-Show - neben internationalen Hip-Hop-Größen.

„Der schönste Moment war der, als ein

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