Waiblingen

Weinstube für die Villa Sixt in Waiblingen: Baugenehmigung fehlt noch

Villa Sixt
Die Villa Sixt in der Bahnhofstraße 42 in Waiblingen hat einst Bankdirektor Walter Sixt bauen lassen. © ZVW/Alexandra Palmizi

Für die geplante Weinstube in der denkmalgeschützten Villa Sixt in Waiblingen haben sich bei Riker Wohnbau und Immobilien mehrere Interessenten gemeldet. Namen nennt Geschäftsführer Björn Riker nicht, allerdings ist nach Informationen unserer Zeitung unter den Bewerbern mindestens ein Weingut aus dem Remstal. Riker hat die Interessenten an den Investor weitergeleitet, der das alte Gebäude in der Bahnhofstraße 42 der Remshaldener Firma abgekauft hat. „Ich vermute, dass der Investor jedoch erst nach Genehmigung des Baugesuches einen möglichen Betreiber aussuchen wird. Vorher macht dies auch aus unserer Sicht keinen Sinn“, erläutert Björn Riker.

Bei den Plänen für die Weinstube muss der Investor einige Auflagen beachten. So verfügte die frühere Eigentümerin Doris Volk in ihrem Testament, dass die Villa samt Jugendstilzimmer bestehen bleibt. Die Tochter von Walter Volk und Gertrud Volk (geborene Sixt) vererbte die Villa 2016 an die Bürgerstiftung der Stadt Waiblingen – und diese wiederum veräußerte sie im selben Jahr an Riker Wohnbau und Immobilien. Riker erwarb auch das hinter der Villa Sixt liegende Gelände der Spedition Eckardt. Die Villa selbst wurde an einen Investor verkauft.

Neue Nachbargebäude sollen im Herbst 2021 fertig werden

Auf dem einstigen Speditionsareal baut Riker derzeit acht Wohneinheiten, die an der Bahnhofstraße liegen, und sieben Wohneinheiten an der Fronackerstraße. Geplant war von Anfang an, dass im Herbst 2021 die ersten Bewohner einziehen können – und daran hat sich laut Björn Riker auch nicht viel geändert. „Wir gehen weiterhin von einer Fertigstellung im Herbst aus.“

Ob die Mietwohnungen des Investors ab 1. November oder 1. Dezember 2021 oder erst ab 1. Januar 2022 zur Verfügung stehen, lässt sich laut Björn Riker gerade aufgrund der langen Lieferzeiten für das Material noch nicht sagen. „Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir keine Verzögerungen zu befürchten haben, da wir mit einem sehr langen Vorlauf bereits heute versuchen, alles benötigte Material vor Ort zu haben.“

Alle Wohnungen und eine Gewerbeeinheit an der Bahnhofstraße sind laut Björn Riker bereits verkauft. „Die Gewerbeeinheit und zwei Wohnungen werden vom Eigentümer selbst genutzt, die anderen Wohnungen werden als Mietwohnungen ab dem oben genannten Zeitpunkt zur Verfügung stehen.“ Björn Riker geht davon aus, dass die Investitionen die Bahnhofstraße weiter positiv beleben.

Neues Treppenhaus ermöglicht barrierefreien Zugang zur Villa

Der Denkmalschutz ist bei der geplanten Weinstube für die Villa Sixt natürlich eine Hürde, die bei der Planung gemeistert werden muss. Nach Kenntnisstand von Björn Riker findet hier eine sehr sachliche und gute Abstimmung statt. „Momentan läuft die Nachbaranhörung, weshalb wir annehmen, dass hier ein guter Konsens gefunden wurde.“

Einen genauen Termin für den Baubeginn gibt es noch nicht. „Vermutlich wird der Investor direkt nach Baugenehmigung mit den Arbeiten beginnen“, betont Björn Riker. Die Anschlüsse aus dem neuen Treppenhaus, die einen barrierefreien Zugang zur Villa ermöglichen, sowie die Versorgung der Villa mit Fernwärme aus dem benachbarten Neubauprojekt wurden laut Björn Riker so gut wie fertiggestellt.

Waiblinger Verwaltung begrüßt die Pläne des Investors

Die Stadt Waiblingen verweist darauf, dass die Villa Sixt zu den Gebäuden in der Bahnhofstraße gehört, die auch eine stadtgeschichtliche Beziehung aufweisen. „Die Investitionen in die Villa Sixt und in das Umfeld, das bis zur Fronackerstraße reicht, werten die Bahnhofstraße, die Fronackerstraße und das Umfeld auf.“ Die Stadtverwaltung begrüßt daher die Schaffung attraktiven und zeitgemäßen Wohnraums im Stadtzentrum. Sowohl der Bahnhof als auch die Innenstadt seien zudem fußläufig erreichbar. „Es ist zu erwarten, dass die Bewohnerinnen und Bewohner die kurzen Wege schätzen und die Angebote, welche die Innenstadt bietet, nutzen und somit zur Stärkung der vorhandenen Strukturen beitragen.“

Stadt: Bauantrag wird derzeit bearbeitet

Der Bauantrag ist beim Baurechtsamt der Stadt eingegangen und wird derzeit bearbeitet. „Zum Inhalt kann aus Gründen des Datenschutzes keine Auskunft erteilt werden“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Alle seien aber an einer raschen Bearbeitung und Erteilung der Baugenehmigung interessiert.

Für die geplante Weinstube in der denkmalgeschützten Villa Sixt in Waiblingen haben sich bei Riker Wohnbau und Immobilien mehrere Interessenten gemeldet. Namen nennt Geschäftsführer Björn Riker nicht, allerdings ist nach Informationen unserer Zeitung unter den Bewerbern mindestens ein Weingut aus dem Remstal. Riker hat die Interessenten an den Investor weitergeleitet, der das alte Gebäude in der Bahnhofstraße 42 der Remshaldener Firma abgekauft hat. „Ich vermute, dass der Investor jedoch

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