Waiblingen

Welche Kita Waiblingen 2022 bis 2026 neu baut oder erweitert

Interimskita
Die Interimskita „Beim Salier-Schulzentrum“ auf der Korber Höhe sollte eigentlich zum Ende des Kita-Jahres 2022/23 geschlossen werden. © ZVW/Gabriel Habermann

Für immer mehr Mädchen und Jungs kann Waiblingen in der Kernstadt und den Ortschaften einen Kinderbetreuungsplatz anbieten. Bei Kindern unter drei (U3) soll die Zahl der Plätze von 733 im Jahr 2022 in den nächsten Jahren auf 768 steigen. Bei den Kindern über drei (Ü3) gibt es im aktuellen Kindergartenjahr 2138 Plätze, in den kommenden Jahren sollen es 2378 werden. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV) hat die Stadt vorgestellt, wann die aktuell geplanten neuen Kitas fertig werden sollen und wann welche Einrichtungen aufgestockt werden. Auch die Kindertagespflege wird bald ausgebaut. Allerdings gibt es auch Kita-Standorte, die möglicherweise bald aufgegeben werden.

Die Kita Rötepark in Waiblingen-Süd, deren Bau zusammen mit Wohnungen und einer Sporthalle im Juli 2021 begonnen hat, soll Anfang 2023 in Betrieb genommen werden. 80 Ganztagesplätze werden in der Kita entstehen. Eigentlich war mal vorgesehen, bereits Mitte 2022 fertig zu sein – aber da der Waiblinger Gemeinderat im Mai 2018 entschied, das Projekt doch nicht im Investorenverfahren auf den Weg zu bringen und stattdessen selbst zu bauen, verzögerte sich alles.

Interimskita „Beim Salier-Schulzentrum“ wurde im Kita-Jahr 2017/18 eröffnet

Offen ist noch, ob die Interimskita „Beim Salier-Schulzentrum“ wirklich wie geplant Ende des Kita-Jahres 2022/23 schließt. Schließlich wäre dann auch die Kita Rötepark fertig, nachdem schon im Herbst 2021 die Kita „Auf der Linde“ mit ihren insgesamt 70 Plätzen startete. Die Interimskita auf der Korber Höhe war einst im Kindergartenjahr 2017/18 eröffnet worden, um den Platzbedarf abzudecken, bis die beiden neuen Kitas fertig sind. Nun wird geprüft, ob das Salier-Schulzentrum die frei werdenden Räume brauchen könnte. Alternativ wäre es laut dem Ersten Bürgermeister Ian Schölzel auch möglich, die Kita weiter zu betreiben, um Platz für Flüchtlingskinder aus der Ukraine zu haben.

Kinderhaus Mitte: Während der Sanierung kommen die Kinder in die Comeniusschule

Das Kinderhaus Mitte soll saniert werden. Die Kinder sollen während der Arbeiten in der Comeniusschule betreut werden, der Umzug würde Anfang 2023 erfolgen. Eigentlich sollte alles schon früher umgesetzt werden. „Da gab es Verzögerungen aufgrund von baulichen Umständen“, sagte Carolin Buchen, Leiterin der Abteilung Schulen bei der Stadt. In der Sitzungsvorlage heißt es, dass es beim Anbau des Treppenhauses zu Verzögerungen kommt.

Der Bau der geplanten Sport-Kita an der Schorndorfer Straße hinkt ebenfalls im Zeitplan hinterher. Spätestens im Januar 2023 sollte ursprünglich alles fertig sein, doch nun kann der Baubeginn frühestens Anfang 2023 erfolgen. Grund für die Verzögerung ist, dass sich kein Generalunternehmer für das Projekt gefunden hat, bei dem auch Wohnungen entstehen sollen. Nun wird der Bau über ein Planungsbüro abgewickelt. Für das Sportprofil der Kita wird die Stadt mit dem VfL Waiblingen kooperieren.

Kindergarten Sankt Theresia: Gruppe zieht aus Comeniusschule aus

Die dritte Gruppe des katholischen Kindergartens Sankt Theresia, die seit einigen Jahren in der Comeniusschule untergebracht war, zieht dort laut der Stadtverwaltung bald vollständig aus. Die Kinder aus der Gruppe werden ins Haupthaus integriert, der Kindergarten ist dann nur noch zweigruppig. Das bedeutet, dass in der Kindergartenbedarfsplanung der Stadt diese dritte Gruppe mit immerhin 22 Plätzen im Ü-3-Bereich entfällt. Auch bei den frei gewordenen Räumen in der Comeniusschule überlegt die Stadt, diese später eventuell für die Unterbringung von Kindern aus der Ukraine zu nutzen.

In Hegnach dauert der Umbau des katholischen Kindergartens Sankt Christophorus ebenfalls länger als gedacht. Bereits im Januar ging der leitende Pfarrer der Sankt-Antonius-Gemeinde Waiblingen, Franz Klappenecker, davon aus, dass eine Fertigstellung im Sommer 2022 wohl nicht zu schaffen ist. Nun wird laut der Stadt mit einem Bauende im Herbst gerechnet.

Kita in der Rechbergstraße in Hohenacker: Baubeginn im Sommer 2023

Der Kindergarten Berg-Bürg in Bittenfeld soll um zwei Ganztagsgruppen erweitert werden, einmal um eine Ü-3-Gruppe und um eine U-3-Gruppe. Dann wäre der Kindergarten viergruppig. Der Baubeschluss soll Ende 2022 gefasst werden. Die Kita „An der Schillerschule“ in Bittenfeld wird um eine Ü-3-Gruppe erweitert, der Anbau soll im Sommer 2022 beginnen. Fertig werden soll alles im Sommer 2023. Bis die zusätzliche Gruppe in Betrieb ist, wird der Mitarbeiterraum für eine Ü-3-Gruppe mit zehn Plätzen genutzt. In Hohenacker wurde im April der Planungsbeschluss für die neue Kita in der Rechbergstraße gefasst. Sie wird vier Gruppen haben. Der Baubeschluss soll Ende 2022 erfolgen, Baubeginn könnte dann im Sommer 2023 sein.

Kita Ringstraße in Neustadt wird 2023 abgerissen

In Neustadt wird eine Interimskita am Hallenbad gebaut. Der Systembau soll für einen Zeitraum von 3,5 Jahren genutzt werden, fertig werden soll die Kita noch 2022. Das Bestandsgebäude der Kita Ringstraße soll 2023 abgerissen werden, die zwei Kita-Gruppen werden übergangsweise ausgelagert. Mit dem Neubau einer dann sechsgruppigen Kita wird in der Ringstraße 2024 begonnen, Bauende soll 2026 sein. Einzig in Beinstein sind im Gegensatz zu den vier anderen Waiblinger Ortschaften bei den Kitas derzeit keine Änderungen geplant.

Auch private Träger unterstützt die Stadt. So bekommt der Verein für Montessori-Pädagogik für eine neue Industriespülmaschine einen Zuschuss von rund 14.800 Euro. Insgesamt kostet sie etwa 18.500 Euro. Auch unterstützt die Stadt die Bauernhof-Kita bei Hohenacker mit rund 20.000 Euro. Das Geld fließt etwa in den Einbau einer Brandschutztüre und einer voll ausgestatteten Küche. Der Wald- und Naturkindergarten Wurzelino in Bittenfeld erhält rund 4800 Euro. Damit werden etwa die Fluchttüre mit Treppe für den Bauwagen und die Blitzschutzanlage finanziert.

Tiger-Gruppe in der Bahnhofstraße soll 2022 öffnen

Der Tageselternverein Waiblingen wird beim Aufbau der neuen Tiger-Gruppe unterstützt. Die Abkürzung steht für „Tagespflege in anderen geeigneten Räumen“. In der Bahnhofstraße sollen bald neun Kinder unter drei von Tageseltern betreut werden, Start wird wohl im Sommer sein. Die Stadt zahlt 68 Prozent der tatsächlichen Miet- und Nebenkosten – das sind jährlich etwa 15.000 Euro. Auch die Erstausstattung mit Betten, Stühlen und Spielzeug wird mit 6400 Euro bezuschusst.

Im Ausschuss für Bildung, Soziales und Verwaltung gab es für die Kita-Planung der Stadt viel Lob. „Wir freuen uns, dass wir einen bunten Strauß an Einrichtungen haben“, sagt Daniel Bok, Vorsitzender der Fraktion Grünt/Tierschutzpartei. Hermann Schöllkopf (CDU/FW) fand: „Da sieht man mal, wie viel wir in unsere Kindergärten investieren.“ OB Sebastian Wolf machte indes deutlich, dass die große Herausforderung für Waiblingen auch darin besteht, für die neuen Kitas Fachkräfte zu finden. „Alles ist letztlich personalabhängig.“

Für immer mehr Mädchen und Jungs kann Waiblingen in der Kernstadt und den Ortschaften einen Kinderbetreuungsplatz anbieten. Bei Kindern unter drei (U3) soll die Zahl der Plätze von 733 im Jahr 2022 in den nächsten Jahren auf 768 steigen. Bei den Kindern über drei (Ü3) gibt es im aktuellen Kindergartenjahr 2138 Plätze, in den kommenden Jahren sollen es 2378 werden. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV) hat die Stadt vorgestellt, wann die aktuell

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