Waiblingen

Weniger Alkoholmissbrauch im Rems-Murr-Kreis

katertipps_0
Laut Angaben der AOK gab es im letzten Jahr weniger Alkoholmissbrauch im Rems-Murr-Kreis © Christine Tantschinez

Waiblingen. Laut den neuesten Zahlen der AOK gab es im vergangenen Jahr im Rems-Murr-Kreis weniger Personen, die wegen Alkoholmissbrauchs in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Auch bei Jugendlichen geht die Zahl der erfassten Fälle kontinuierlich herab.

Alle Zahlen im Überblick sehen Sie in unserer interaktiven Infografik:

Sich besinnungslos bis ins Krankenhaus zu trinken scheint glücklicherweise bei den 15- bis 19jährigen nicht mehr so angesagt zu sein. Zumindest weisen die Zahlen der AOK Baden-Württemberg in den letzten Jahren einen Rückgang der erfassten Fälle auf. Während auf dem Höhepunkt der Welle des Komatrinkens in 2011 landesweit bei Jugendlichen noch 1.366 Krankenhausbehandlungen zu verzeichnen waren, fiel hier die Zahl bis 2015 kontinuierlich auf 924. Im Rems-Murr-Kreis hatte das Komatrinken von Jugendlichen 2008 mit 45 Krankenhausfällen seinen negativen Höhepunkt und entwickelte sich auf 34 Fälle im Jahr 2015.

Insgesamt sank die Zahl der Personen im Land, die wegen zu viel Alkohols in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Die Fallrate der Krankenhausbehandlungen im Jahr 2015 gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2007 bis 2014 ging bei den Männern um 21,9 Prozent zurück, bei den Frauen um 10,2 Prozent.

Im Rems-Murr-Kreis war die Entwicklung sogar noch erfreulicher: Bei Männern sank die Quote um 24,5 Prozent, bei den weiblichen Alkoholmissbrauchsfällen um 19,3 Prozent.

Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht: Alkoholmissbrauch stellt nach wie vor eines der gravierendsten Gesundheitsprobleme unserer Gesellschaft dar. Die Behandlungskosten durch Komatrinken belaufen sich im Jahr 2015 landesweit immer noch auf mehr als 5,8 Millionen Euro.