Waiblingen

Weniger Arbeitslose im März

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Arbeitslos_Maerz2016 © ZVW

Waiblingen. Die Arbeitslosenzahlen sind zum Frühlingsbeginn leicht zurückgegangen.„Insgesamt betrachtet zeigt sich der Arbeitsmarkt aufnahmefähig“, beschreibt der Leiter der Waiblinger Arbeitsagentur, Jürgen Kurz, die aktuelle Arbeitsmarktlage in der Region.

Die Arbeitslosenquote liegt seit Jahresbeginn unverändert bei 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat nahm die Arbeitslosigkeit im Rems-Murr-Kreis um 172 Personen ab. Im vergangenen Monat meldeten sich 2299 Personen bei der Waiblinger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Rems-Murr arbeitslos. Im gleichen Zeitraum konnten 2469 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden. Ende März waren insgesamt 8683 Personen im Bezirk arbeitslos gemeldet.

Mit dem Abbau der Arbeitslosigkeit reiht sich der Rems-Murr-Kreis in den landesweiten Trend zu Beginn des Frühjahres ein. Für Baden-Württemberg wird ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 1,8 Prozent ausgewiesen, die Quote liegt mit 3,9 Prozent um 0,1 Prozentpunkte günstiger als im Vormonat.

Während im Agenturbezirk 269 Personen weniger als im Vormonat Arbeitslosengeld I bezogen, stieg die Zahl der Arbeitslosen, die auf Leistungen zur Grundsicherung vom Jobcenter Rems-Murr angewiesen sind, um 97.

Dies ist laut dem Leiter des Jobcenters Rems-Murr, Klaus Baumgardt, auch auf den verstärkten Zugang von Flüchtlingen zurückzuführen. Für sie gelten nach Anerkennung ihres Antrags die gleichen Bedingungen für den Bezug von Arbeitslosengeld II wie für alle anderen. Baumgardt rechnet damit, dass die Arbeitslosenzahlen im Bereich des Sozialgesetzbuches II aufgrund der beschleunigten Anerkennungsverfahren in den nächsten Monaten steigen werden.

Derzeit sind mit 5199 Personen knapp 60 Prozent aller Arbeitslosen im Bezirk auf Leistungen vom Jobcenter angewiesen, während 3484 Arbeitslosengeld I erhalten und daher von den Arbeitsagenturen Waiblingen, Backnang und Schorndorf betreut werden.

Im Land liegt der Anteil der Hartz-IV-Empfänger an den Arbeitslosen bei knapp 60 Prozent und ist sowohl gegenüber dem Vorjahresmonat wie auch im Jahresverlauf gestiegen. Darauf weist das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Württemberg hin. Das Sozialgesetzbuch (SGB) II müsse besser für die Unterstützung von Langzeitarbeitslosen ausgerichtet und ausgestattet werden. Die positive wirtschaftliche Entwicklung müsse jetzt genutzt werden, „um diesen Menschen durch eine qualifizierte öffentlich geförderte Beschäftigung die Teilhabe an Arbeit zu ermöglichen und eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen“, heißt es in einer Mitteilung des Diakonischen Werks, und weiter: „Es zeigt sich immer deutlicher, dass Langzeitarbeitslose und ihre Familien ohne öffentlich geförderte Beschäftigung keine Chance mehr zur Teilhabe und zur Integration in Arbeit bekommen.“

Fast 1000 neue Arbeitsstellen wurden Arbeitsagentur und Jobcenter im Laufe des vergangenen Monats für den Rems-Murr-Kreis gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice fast sieben Prozent mehr Stellen gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist nach wie vor groß. Aus der Zeitarbeitsbranche wurden in den letzten vier Wochen allerdings 30 Prozent weniger Angebote gemeldet als im Februar. Insgesamt hält der Stellenpool der Arbeitsagentur derzeit 2711 Arbeitsangebote im Rems-Murr-Kreis bereit.

Statistik

Der Anteil der Frauen an den Arbeitssuchenden beträgt 44,6 Prozent, der Anteil der Langzeitarbeitslosen 28,3 Prozent.