Waiblingen

Weniger Parkplätze, vier Engstellen für Autos: Der erste konkrete Plan für die Fronackerstraße ist da

Fronackerstraße
In der Fronackerstraße (Archivfoto).
© ALEXANDRA PALMIZI

Den Verkehr beruhigen, Parkplätze wegnehmen, Autoposer mit neuen Elementen am Straßenrand ausbremsen: Im Juli hat der Gemeinderat Sofortmaßnahmen für die Fronackerstraße beschlossen. Vorangegangen war eine Bürgerbeteiligung mit über 230 Hinweisen. Noch ist von den Sofortmaßnahmen vor Ort aber nichts zu sehen – wann geht es also los?

Die Stadtverwaltung war zuletzt mit der Ausarbeitung eines exakten Plans für die ersten Maßnahmen in der Straße beschäftigt.

Nun hat sie unserer Redaktion auf Anfrage den letzten Stand übermittelt: Auf dem Plan sind die Veränderungen eingezeichnet, die auf einer Länge von 150 Metern, zwischen den Hausnummern 6 (Einmündung Albert-Roller-Straße) und Hausnummer 24, als Erstes umgesetzt werden sollen.

Vorgesehen sind demnach:

  • eine größere und eine kleinere Stellfläche für Fahrräder und E-Scooter (vor Hausnummer 14 und 18).
  • Behindertenparkplätze (auf Höhe der Hausnummern 6 und 24).
  • Parkplätze für Elektrofahrzeuge und Carsharing (Hausnummer 8).
  • Kurzzeit-Parkplätze (30 Minuten, in der Nacht dürfen hier Bewohner parken): vor den Hausnummern 8, 10, 20 und 22.
  • Flächen für Außengastronomie vor Hausnummern 10 (Shisha-Bar „Base“), 20 und 22 (die Café-Bar „CaBa“ befindet sich in Hausnummer 18).
  • eine Lieferzone für die Geschäfte (nachts: Bewohnerparken) ist mittig auf Höhe der Hausnummer 16 geplant (ADAC).
  • ein „Pop-up-Space“ ist neben den Parkplätzen und der Außengastronomie-Fläche der Shisha-Bar „Base“ auf Höhe der Hausnummer 10 vorgesehen. Für den Anfang werden in diesem Bereich Pflanzkübel stehen. Zwischen „Pop-up-Space“ und Parkplätzen liegt ein bereits existierendes Pflanzbeet.
  • an vier Stellen sind Fahrbahnversätze/Verkehrseinengungen mit einem Radius von eineinhalb Metern geplant: Sie sollen dafür sorgen, dass Autos langsamer fahren. Zwei auf der Fahrbahnseite stadtauswärts (auf Höhe Hausnummer 10/12 sowie 20/22, jeweils vor schon existierenden Pflanzbeeten), zwei auf der anderen Fahrbahnseite, stadteinwärts (auf Höhe der Hausnummern 11/13 sowie 23). Dass sie sich in der Nähe der Außengastro-Flächen befinden, dürfte kein Zufall sein: Sie sollen Autoposern, die vor Bars und Cafés auf Publikum für ihre Karren und deren Geräusche hoffen, ein wenig den Spaß verderben.

Mit der Umsetzung der Sofortmaßnahmen wird laut Frank Röpke, dem Leiter der Abteilung Verkehrsmanagement und nachhaltige Mobilität, in der Kalenderwoche 37 begonnen (also ab 13. September). Dann wird auch ein Teil der bisherigen Schrägparkplätze an der Fronackerstraße umgewandelt in Längsparkplätze für Kurzzeitparker sowie in die erwähnten Fahrrad- und E-Scooter-Stellflächen. Zwölf Parkplätze fallen dadurch weg.

„Großer gemeinsamer Wunsch“

Weitere Maßnahmen für die Fronackerstraße sollen folgen. Im Herbst wird sich der Gemeinderat damit beschäftigen.

Die Marschrichtung, die Waiblingerinnen und Waiblinger der Stadt vorgegeben haben, ist jedenfalls klar: „Verkehrsberuhigung – das ist der große gemeinsame Wunsch, der nahezu alle Teilnehmer der Bürgerbeteiligung eint“, heißt es in der Auswertung der über 230 Beiträge. „Die Mehrzahl der Teilnehmer wünschen sich weniger Autoverkehr in der Fronackerstraße.“

Die Analyse der vielen Hinweise, Wünsche und Anregungen der Bürgerschaft haben der Coach und Berater Jürgen Vogt und der Kommunikationsberater Theo Rombach vorgenommen. Ihr Bericht ist auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht worden. Sie schreiben zum Thema Verkehr in der Fronackerstraße: „Mehrfach wird darauf hingewiesen, dass in die Überlegungen auch die Seitenstraßen und die Bahnhofstraße einbezogen werden sollten, also das Verkehrsnetz, da eine Verkehrsberuhigung der Fronackerstraße die Verkehrsbelastung im gesamten Quartier verändert.“

Streitpunkt Parkplätze

Was die Parksituation angeht, haben sie folgende Gemengelage aus den vielen Beiträgen herausgefiltert: „Parken in der zweiten Reihe, Behinderungen durch Lieferverkehr, Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern durch manövrierende Fahrzeuge: Viele Teilnehmer der Bürgerbeteiligung sehen im Parken bzw. Park-Such-Verkehr einen wichtigen Faktor, der die Verkehrsbelastung erhöht. Gleichzeitig legen die ansässigen Einzelhändler und Dienstleister Wert auf eine gute Erreichbarkeit für Kunden. Das Meinungsbild ist hier sehr widersprüchlich.“

Den Verkehr beruhigen, Parkplätze wegnehmen, Autoposer mit neuen Elementen am Straßenrand ausbremsen: Im Juli hat der Gemeinderat Sofortmaßnahmen für die Fronackerstraße beschlossen. Vorangegangen war eine Bürgerbeteiligung mit über 230 Hinweisen. Noch ist von den Sofortmaßnahmen vor Ort aber nichts zu sehen – wann geht es also los?

Die Stadtverwaltung war zuletzt mit der Ausarbeitung eines exakten Plans für die ersten Maßnahmen in der Straße beschäftigt.

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