Waiblingen

Wie läuft’s im Waiblinger Freibad in Corona-Zeiten?

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Platz zum Schwimmen, Platz auf der Liegewiese: Freibad in Zeiten der Corona-Krise. © Gaby Schneider

Der Sommer ist da, die Freibäder sind endlich wieder geöffnet. Große Freude herrscht bei den meisten Badegästen im Waiblinger Freibad, dass Schwimmen und Sonnenbaden trotz der Corona-Krise wieder möglich sind. Die Einschränkungen, die die Online-Anmeldung, die vierstündigen Zeitfenster, die Maskenpflicht im Kassenbereich und die Abstandsregeln mitbringen: All das nehmen die Menschen mit großem Verständnis. „Total problemlos“ sei die Anmeldung gewesen, sagt eine Mutter. Sogar für denselben Tag habe sie noch Plätze bekommen. „Ich habe mich gefreut, dass wieder auf ist. Schwimmengehen ist mein Feierabendritual.“ Einzig das Nachmittagszeitfenster von 12 bis 16 Uhr findet sie schwierig, weil es Familien bestenfalls um 14 Uhr ins Freibad schafften. „Aber ich habe Verständnis dafür, dass es so ist“, sagt sie. „Die Betreiber haben es gut gelöst.“

Es ist kurz vor 18 Uhr, die Sonne scheint. Im großen Becken drehen die Schwimmer ihre Runden, im Erlebnisbecken toben Kinder. Im Planschbecken spielen Kleine mit ihren Wassereimerchen, das Freibad-Café von Susi Sousa ist geöffnet. Corona und die Gefahren des Virus scheinen ganz weit weg zu sein – wären die Duschen nicht geschlossen und die Liegewiese nicht so auffällig leer.

Eine Stunde lang Reinigung, bevor die Nächsten reindürfen

Eine Stunde zuvor hat sich pünktlich um 17 Uhr, als das Bad nach Reinigung und Desinfektion wieder aufmacht, eine lange Schlange vor den Kassen gebildet. 400 Reservierungen, die es nach Angaben von Bäderleiter René Schmidt für das 17-Uhr-Zeitfenster an diesem Tag gibt, bedeuten 400 Menschen, die schnell hineinwollen. Um das Prozedere zu beschleunigen, wurde bereits eine dritte Kasse eingerichtet. Gegen 17.30 Uhr hat sich der Kassenbereich geleert. Wer jetzt noch kommt, kann quasi durchgehen. „Unsere Mitarbeiter legen sich dafür ins Zeug“, sagt Bernhard Zipp, Leiter Technik bei den Stadtwerken. Täglich würden die Abläufe beobachtet, um nachsteuern zu können. Viele Fragen zum Procere habe es am Anfang gegeben. „Inzwischen haben sich die Leute an das System gewöhnt.“

Der Bademeister freut sich, dass sein Bad wieder offen ist

Zwischen den Becken steht Anas Alravi und strahlt: „Ich freue mich, dass das Freibad wieder auf ist“, sagt der Bademeister. In Zeiten von Corona sorgt er dafür, dass sich die Leute in den Becken nicht zu nah kommen. Wie klappt’s? „Alles in Ordnung“, versichert er. „Die Leute verstehen die Corona-Maßnahmen. Sie halten Abstand auch im Wasser.“ Richtig leicht fällt das Abstandhalten auf der Liegewiese. Sehr übersichtlich sind auf Decken, Handtüchern und Liegestühlen die Grüppchen, die die Abendsonne genießen. Zu ihnen gehören Damaris und Sascha Bauer, die mit Freunden ins Freibad gekommen sind. „Natürlich haben wir Verständnis für die Maßnahmen“, sagt Damaris Bauer. „Ich finde es super, dass hier alles gut geregelt ist. Wir fühlen uns wohl.“ Auch die

Warteschlange an der Kasse sei kein Problem, sagt Thomas Jastrzebski: „Es ging ja schnell.“

Seinen Liegeplatz kann man sich aussuchen

Das findet auch Angelika Madjar, die sich mit ihrer Freundin Gabi Albus im Freibad verabredet hat. Die Schlangen seien etwas befremdlich, obwohl man sie auch aus anderen Bereichen kenne: „Aber es ging ja schnell.“ Der größte Unterschied zu normalen Zeiten ist eindeutig der Platz auf der Wiese: „Man kann sich aussuchen, wo man liegt, weil es nicht so viele Menschen gibt“, freut sich die Waiblingerin. Schwimmengehen ist den beiden Frauen wichtig – auch wenn es ein komisches Gefühl sei, ins Becken zu gehen. Trotzdem fühlen sich beide wohl im Freibad: „Ich habe den Eindruck, die haben das unter Kontrolle“, sagt Angelika Madjar. „Auch durch die Security.“ Die Security: Das sind Stefania Lepore und Jakob Schild. In ihren schwarzen Outfits sind sie sofort zu erkennen. Grund zum Einschreiten hatten sie bisher nicht: Abstände, Maskenpflicht - alles wird einwandfrei eingehalten. Über den Platz im Freibad freut sich auch Andreas Lamster, der mit seiner Familie die Sonne genießt. „Ich finde, man sollte das beibehalten“, sagt er. Platz ist ihnen wichtig, am Plüderhäuser Badesee hätten sie schon mal umgedreht, weil es dort derart voll gewesen sei, erzählt seine Frau Nadja. Einziger Kritikpunkt sei die Tatsache, dass die Besucher ihre Tickets nicht online bezahlen können.

Wie berichtet, können Zeitfenster von vier Stunden gebucht werden: von 7 bis 11 Uhr, von 12 bis 16 Uhr und von 17 bis 21 Uhr. Zwischen den Zeitfenstern werden die Bäder inklusive Einzelumkleidekabinen und Toiletten gereinigt und desinfiziert. Gebucht werden kann drei Tage im Voraus. Eine Person kann für eine Gruppe von bis zu zehn Personen reservieren.

Der Sommer ist da, die Freibäder sind endlich wieder geöffnet. Große Freude herrscht bei den meisten Badegästen im Waiblinger Freibad, dass Schwimmen und Sonnenbaden trotz der Corona-Krise wieder möglich sind. Die Einschränkungen, die die Online-Anmeldung, die vierstündigen Zeitfenster, die Maskenpflicht im Kassenbereich und die Abstandsregeln mitbringen: All das nehmen die Menschen mit großem Verständnis. „Total problemlos“ sei die Anmeldung gewesen, sagt eine Mutter. Sogar für denselben

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