Waiblingen

"Wir haben das sehr vermisst": Die Waiblinger Cafés, Bars und Biergärten haben wieder offen

Auf - auf das Café ist auf!
Karl-Heinz und Helga Berno im Biergarten auf der Schwaneninsel. © Gabriel Habermann

In der Waiblinger Innenstadt sind am frühen Montagnachmittag viele Menschen unterwegs. Bei den Sitzgarnituren der vielen Cafés, Bäckereien und Bars herrscht endlich keine gähnende Leere mehr, auch der Biergarten auf der Schwaneninsel hat wieder geöffnet – auch wenn es an diesem ersten Tag des Corona-Öffnungsschritts 1 beim ein oder anderen Lokal noch etwas dünn besetzt aussieht.

Die Terrasse des Sachsenheimers jedoch ist schon recht gut besucht. Auch die Freundinnen Rita Milazzo und Marija Buccheri haben heute hergefunden. „Für mich ist es das erste Mal dieses Jahr“, freut sich Rita Milazzo. Sie hat sich extra für den Café-Besuch auf Corona testen lassen, das habe ganz unproblematisch funktioniert.

Auch ein Antikörper-Test macht Café-Besuche möglich

Ihre Freundin hat einen Beleg über einen positiven Antikörper-Test gegen das Coronavirus dabei. Das Besondere daran: Ihre Erkrankung liegt schon über ein Jahr zurück. Ihre Ärztin habe ihr gesagt, dass sie jetzt sicherlich keine Antikörper mehr haben dürfte – Marija Buccheri hat den Antikörper-Test aber trotzdem machen lassen.

Weil dieser wider Erwarten positiv ausgefallen ist, darf sie heute hier in der Innenstadt gemütlich bei einem freundschaftlichen Plausch ihren Kaffee genießen. Ein sehr gutes Gefühl, finden die beiden Frauen.

Zum Frühstücken ins Café Tagblatt

Auch drei Freundinnen aus Remshalden mit ihren kleinen Kindern haben den ersten Öffnungstag genutzt, um sich beim Café Tagblatt zum Frühstücken zu treffen: Gleich um 10 Uhr morgens seien sie hergekommen – als allererste Gäste hier im Café, berichten sie.

Vor Corona sind sie regelmäßig hierhergekommen: Hier ist es ruhig, man kann draußen sitzen, „und es gibt das beste Frühstück in Waiblingen“, lobt Tina Hofer. Auch heute hat das schöne Wetter die drei Frauen hergelockt. Gerade lassen sie das Treffen gemütlich ausklingen. Sie dürfen sich zu dritt treffen, weil eine von ihnen schon Corona hatte. Die beiden anderen haben sich testen lassen.

Wunsch: Mehr Möglichkeiten für spontane Corona-Tests

Den Corona-Schnelltest hat Tina Hofer spontan bei sich zu Hause im Ort in einer Apotheke gemacht: Nach telefonischer Anmeldung konnte sie dort noch schnell einen Termin bekommen. Im mobilen Schnelltestbus, der gerade am Alten Postplatz steht, wollte sie sich nicht testen lassen – dort gibt es heute eine lange Schlange.

Mehr Möglichkeiten, sich ohne Voranmeldung in der Waiblinger Innenstadt testen zu lassen, wären ein echter Anreiz, noch öfter in die Stadt zu gehen, glauben die Frauen. Das Stäbchen in der Nase stört sie nicht – dass man noch nicht so spontan sein kann wie sonst, schon ein bisschen.

Die meisten Shisha-Bars haben noch zu

Nicht nur die klassischen Cafés haben geöffnet, sondern zum Beispiel auch die Shisha- und Cocktail-Lounge Base in der Fronackerstraße. Im Außenbereich sitzen am Montagnachmittag Enes Gündogan und Batuhan Cakir und atmen glücklich süßlichen Rauch aus.

Die beiden jungen Männer sind extra aus Welzheim hergefahren, weil die Shisha-Bars in Welzheim noch nicht geöffnet haben: Shisha- und Raucherbars dürfen in Baden-Württemberg nach geltender Corona-Verordnung nur dann öffnen, wenn sie über eine Konzession für eine Schank- oder Speisewirtschaft haben – so wie das Base als Cocktailbar. Und auch dann ist das Rauchen nur im Freien erlaubt.

Base-Geschäftsführer freut sich über Gäste

Den Freunden gefällt es hier in der Fronackerstraße auch einfach besonders gut: Schon vor Corona sind sie regelmäßig hergekommen, jetzt wollen sie das wieder tun. Schon, um die Gastronomen zu unterstützen. Dass sie sich im Vorfeld auf Corona testen lassen mussten, schreckt sie nicht ab, ganz im Gegenteil: „Hier fühlt man sich wie zu Hause“, sagt Enes Gündogan.

Auch einer der Base-Geschäftsführer ist vor Ort und betrachtet zufrieden die ersten paar Gäste – nach sieben Monaten, in denen alle Angestellten zu 100 Prozent in Kurzarbeit waren, eine echte Verbesserung. „Es war sehr kurzfristig und ein bisschen stressig“, sagt er über die heutige Eröffnung. Aber alles habe sehr gut geklappt.

Ein kleiner Einkaufsbummel und danach ein kühles Bier

Gemütlich und entspannt geht es auch im Biergarten auf der Schwaneninsel zu. Helga und Karl-Heinz Berno aus Korb gönnen sich nach einem kleinen Einkaufsbummel in der Innenstadt im Schatten ein kühles Bier. Die beiden sind bereits zweimal geimpft, für sie also alles kein Problem. „Ich freu' mich, dass sie hier wieder aufgemacht haben“, sagt Helga Berno. „Es ist fast wie früher“, freut sich auch ihr Mann. Ab jetzt will das Ehepaar wieder öfter hierherkommen – lange genug war der Biergarten-Besuch nicht möglich.

Auch die Familie Clausnitzer aus Beinstein hat es in den Biergarten gelockt: Die vierköpfige Familie ist zum Mittagessen hier. Weil die Kinder gestern beim Friseur waren, haben sie alle noch einen gültigen Schnelltest. „Ja, wir haben das sehr vermisst!“, sagt die Mutter.

In der Waiblinger Innenstadt sind am frühen Montagnachmittag viele Menschen unterwegs. Bei den Sitzgarnituren der vielen Cafés, Bäckereien und Bars herrscht endlich keine gähnende Leere mehr, auch der Biergarten auf der Schwaneninsel hat wieder geöffnet – auch wenn es an diesem ersten Tag des Corona-Öffnungsschritts 1 beim ein oder anderen Lokal noch etwas dünn besetzt aussieht.

Die Terrasse des Sachsenheimers jedoch ist schon recht gut besucht. Auch die Freundinnen Rita Milazzo und

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